Einmarinierter Hering nach Vogtländischer Art

Irgendwie hatte ich heute Appetit auf Fisch! - nachdem mir Hannes diese Woche mit seinen Gerauchten Matjesfilets an Hausfrauen-Sauce schon den Mund wässrig gemacht hat :-)

Ich muss ja gestehen das ich bisher eher auf die schnelle und einfache Variante von Einmariniertem Hering zurückgegriffen hatte, d.h. ein kleines weißes Wännchen mit Sahnehering gekauft und anschließend verfeinert, da er so aus der Verpackung natürlich nicht schmeckt. Aber damit ist jetzt Schluss dachte ich mir! Selbermachen ist angesagt.

Eigentlich ist es eine Schande, das ich das noch nicht früher gemacht habe, weil gerade dieses Fischgericht eine typische vogtländische Spezialität ist.



Vogtländische Küche


Zutaten:

3 Salzheringe
1 Becher Sauerrahm
1 rote Zwiebel
1 Apfel
3 saure Gürkchen
frische Petersilie
diverse andere getrocknete Kräuter (Dill, Schnittlauch)
Pfeffer, 4 Nelken, 2 Lorbeerblätter
Milch und etwas Zucker

Zubereitung:

Salzheringe, Zwiebel, saure Gurken und den Apfel klein schneiden und alles in eine Schüssel geben. Anschließend den Sauerrahm dazugeben und alles gut durchrühren. Die Kräuter und Gewürze dazu und ca. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen. Am Ende nochmals abschmecken.

Da ich ja das erste mal reine Salzheringe verarbeitet habe, war es durchaus von Vorteil erst gar kein Salz an die Marinade zu geben!! Ehrlich gesagt war mir das ganze schon etwas salzig, aber durch die Zugabe von etwas Zucker habe ich das Ganze zu einem letztendlich doch sehr schmackhaften einmariniertem Hering abgerundet. :-)

Dazu gabs natürlich die Lieblingsknolle der Vogtländer: Kartoffeln.


„Schön mehlig die Kartoffeln sind
und weiß wie Alabaster,
sie sind für Mann und Weib und Kind
das beste Magenpflaster.“


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