Familienrezept - Erdeppelsalat aus dr Zwote - Kartoffelsalat aus Zwota

Heute möchte ich ein Rezept vorstellen, was mir ganz persönlich sehr am Herzen liegt, da es sich um einen Salat handelt der mich sozusagen durch mein ganzes Leben begleitet hat.

Es handelt sich hierbei um den echten "Langhammerschen Erdeppelsalat aus der Zwote". Die Zubereitung habe ich von meinen Eltern übernommen und ja ich könnte bei diesem Salat schwach werden!

Wenn bei uns eine Party steigt, darf ER natürlich nicht fehlen und ist natürlich immer als erstes weggeputzt.

Sicherlich gibt es eine Menge verschiedener Kartoffelsalate, die ich im Laufe der Zeit auch probiert habe, aber ich persönlich finde den vogtländischen am Besten :-)




Rezepte aus dem Vogtland


Zutaten:

Kartoffeln (festkochend)
Zwiebeln
Saure Gurken und ganz wichtig das Gurkenwasser
1 Becher Fleischsalat
2 TL Senf ( ich bevorzuge hier den süßen bayrischen)
Salz, Pfeffer
frische Petersilie

Zubereitung:

Die Kartoffeln mit Schale kochen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit wird die Marinade für den Salat angerührt. Dazu schneidet man die Zwiebel und die sauren Gurken in kleine Würfelchen und gibt alles in eine große Schüssel. Dazu gibt man den Fleischsalat, den Senf und die Gewürze. Zum Schluss gibt man soviel Gurkenwasser dazu bis man eine relativ flüssige Konsistenz erreicht hat. 

Anschließend die Kartoffeln schälen und in die Marinade schnipseln und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken und ca. 2 Stunden gut durchziehen lassen. (während der Ziehzeit kann ich ja persönlich immer nicht wiederstehen und muss ständig einen Löffel stibitzen, weil ich IHN so lecker finde.) Kurz bevor der Salat serviert wird, prüfen ob der Salat nicht zu fest ist, sollte dies der Fall sein, mit der restlichen Gurkenbrühe auflockern.

Dazu gibt es bei uns meistens echte Thüringer Bratwürste. Aber auch zu Grillfleisch, Fischstäbchen usw. passt dieser Salat perfekt.

Meine Gäste werden jetzt wohl begeistert sein, wenn sie dieses Rezept lesen, weil bis jetzt habe ich es nirgends aufgeschrieben :-) 

Auch möchte ich hier noch kurz auf den vogtländischen Dialekt eingehen. Für viele hört er sich sehr ungewöhnlich an und manche verstehen eigentlich kein Wort. ;-) Gerade hier in Bayern erlebe ich es immer wieder, dass sich meine Kollegen darüber amüsieren, wenn ich mal mit meiner Haamet (Heimat) telefoniere.



Hier noch ein kleines Gedicht zu meinem Dialekt:

Mei Muttersprooch

Ond is mei Sprooch
aa hart ond kraus,
sis mei Muttersprooch
lacht se net aus!
Su kraus wie mei Sprooch
su kraus bie aa iech,
ond verstett'r ihr Wesn,
verstett'r aa miech!


P.S. Eine Übersetzung kann auf Wunsch geliefert werden *zwinker*



Kommentare:

  1. Ich bin ja ziemlich oft im Vogtland und verstehe das Gedicht - zum Glück. ;-) Schöne Gegend, in Zwota selbst war ich aber noch nicht.

    Kartoffelsalat finde ich total interessant, jeder hat so sein Lieblingsrezept, meist genau so wie man es kennt, womit man aufgewachsen ist.

    Ich finde es schön, wenn Du vogtländische Rezepte bringst, manche habe ich schon wo gegessen, aber die Rezepte kennt man dann doch nicht so.

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  2. Hallo Barbara, wieso bist Du denn häufig im Vogtland? Verwandte da? :-) hab schon noch ein paar vogtländische Rezepte daheim, mal schaun, wann diese auf den Tisch kommen.

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  3. Nein, keine Verwandte, aber wir wohnen ja nur eine Stunde entfernt von Plauen, längere Geschichte. :-)

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  4. Hallo Alice,

    ich verfolge deinen Blog schon eine Zeit lang. Den Kartoffelsalat, so wie du ihn hier geschrieben hast, gibt es genau so auch bei uns, in Meissen. Ich denke, dass mit dem Fleischsalat ist so ein Ost-Ding.
    Ich hab eine Freundin, die aus Oelsnitz kommt, und ihrer Mutti legt die warmen Kartoffeln noch in einen Sud aus Essig und Zwiebeln und so ein, bevor sie ihn mit Fleischsalat anmacht. Mehr hab ich aber noch nicht rausbekommen aus ihr.

    Liebe Grüße aus Meissen
    Mandy

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