Michel's Lieblingskäsekuchen vom Katthulthof


Hier ist sie nun, meine erste Teilnahme an einem Foodblogevent! (man.... bin ich aufgeregt...)

Das Foodblogevent im Juli 2010 steht unter dem Motto:


Kulinarisches aus Film und Literatur


Ich habe lange überlegt, mit welchem Rezept ich am Event teilnehmen könnte. Im Internet habe ich zwar einige Seiten zum sogenannten Filmfood gefunden, aber so richtig hat mich das nicht überzeugt.


Nach langem Grübeln fiel mir ein, dass ich von meiner Mutter vor vielen Jahren das Buch "Immer dieser Michel" von Astrid Lindgren geschenkt bekommen habe. Als Kind habe ich die Lausbubengeschichten des kleinen blonden Frechdaxes aus Lönneberga auch im Fernsehen verfolgt. Wenn ich so zurückdenke, muss ich schmunzeln, denn das erste was mir im Bezug auf Michel immer wieder einfällt, sind die lauten Schreie seines Vaters Antons: "MIIIIICHEL!" Dieser Ausruf erschallte immer, wenn Michel mal wieder was ausgefressen hatte.



Michel's Lieblingskäsekuchen



In den letzten Tagen habe ich mich noch einmal durch das Buch gelesen und hab mich im Internet nach kulinarischen Genüssen aus Smaland umgeschaut.

Zuerst stieß ich auf die Blutklöße, die in Schweden besonders an Feiertagen und zum Weihnachtsfest zubereitet werden. Doch irgendwie wollte ich dieses Gericht nicht nachkochen *zwinker* Als nächstes kam ich zum Kirschwein, der von Michels Mutter Alma immer wieder gerne angesetzt wird. Beste Abnehmerin für diesen süßen Tropfen war eine feine Dame namens Frau Petrell. Ich entschied mich jedoch für den Lieblingskäsekuchen von Michel, der vor allem zum Käsekuchenfest, oder auch wenn sonntäglicher Besuch nahte, zubereitet wurde.

Auszug aus dem Buch:
"Und wenn du jemals in Lönneberga bei einem Festessen gewesen bist, dann weißt du genauso gut wie die Maduskan, dass dort auf dem Tisch lange Reihen blinkender Kupferschüsseln mit Käsekuchen standen, den die Gäste als Geschenk überreicht hatten - als "Mitbringsel", wie es in Lönneberga hieß."

Dank Youtube habe ich auch eine Folge von Michel aus Lönneberga gefunden, wo genau dieser Käsekuchen verköstigt wird. Wer nicht die ganze Folge anschauen mag, kann auf ca. 3 min 28 sek. vorspulen, um an die entsprechende Stelle zu gelangen.






Hier handelt es sich mittlerweile um ein traditionelles schwedisches Gericht, auch unter dem Namen Ostkaka bekannt. Bei meiner Recherche in diversen Schwedenforen und auf unzähligen Internetseiten, stieß ich auf viele verschiedene Varianten der Zubereitung.

Meine Wahl fiel auf das nachfolgende Rezept:

Zutaten:

400g Hüttenkäse
4 Eier
50g Zucker
50g Mehl
100g gemahlene Mandeln
300g Schlagsahne
Butter zum Einfetten
1 Springform oder 1 eckige Auflaufform

Zubereitung:

Die Eier und den Zucker schaumig rühren und anschließend nach und nach das Mehl und die Mandeln hinzugeben. Anschließend den Hüttenkäse mit hineinrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Käsemasse heben.
Den Teig in eine mit Butter gefettete Auflaufform gießen und bei 175°C im vorgeheiztem Backofen auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen.


Der Käsekuchen wird traditionell lauwarm mit Früchtekompott oder Marmelade serviert. Ich habe mich für pürierte Erdbeeren (mit Puderzucker und Zitronensaft) entschieden. Alternativ kommt meine frisch gemachte Erdbeer-Himbeermarmelade mit zum Einsatz.



Ostkaka



Fazit:

Mir war ja von Anfang an klar, dass es sich hier nicht um einen typischen Käsekuchen handelt..... geschmacklich finde ich den Kuchen sehr lecker, nicht so süß und das Fruchtpüree gibt den Frischekick. Das einzige was etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist der verwendete Hüttenkäse. Durch die Körnchen könnte man fast meinen, dass man einen Milchreisauflauf oder so isst. Aber schmecken tut er trotzdem. :-)


"Lass dich nicht unterkriegen,
sei frech und wild und wunderbar."
- Astrid Lindgren -


Kommentare:

  1. Hallo Alice,
    das klingt ja interessant, ich wusste gar nicht, dass es einen solchen, traditionellen schwedischen Käsekuchen gibt. Nette Idee zum Blogevent. Und schöne Seite!
    Gruß,
    Sarah

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