*8* - Spaghetti mit 3 Stunden - Bolognese / Spaghetti con ragu alla bolognese

Nachdem ich gestern so meinen Kühlschrank durchforstet hatte und dabei noch auf frisches Rinderhack stieß (das klingt jetzt so als ob ich das zufällig gefunden hätte *lach* - so war es dann doch nicht) entschloss ich mich die schon längst geplante 3 Stunden Bolognese aus Mille Sughi zu kochen. Unter der Woche fehlt mir momentan dazu leider die Zeit.

Doch bevor ich loslegte, versuchte ich in den Weiten des Internets eine Erklärung zu finden, warum die originale Bolognese eigentlich so lange kochen muss? Ein zufriedenstellendes Ergebnis konnte ich leider nicht finden, aber egal... es wird schon seine Gründe haben :-)

Ich war gespannt ob sich der ganze Zeitaufwand lohnt.


Zutaten:

350g Rinderhackfleisch
1 große Zwiebel
2 Karotten
2 Stangen Bleichsellerie
2 EL Olivenöl
50g Butter
2 EL Tomatenmark
100ml Milch oder Sahne
250ml Weißwein
400g geschälte Tomaten
1 EL getrockneter Oregano
Muskat
Salz und Pfeffer aus der Mühle
frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Die Zwiebel und die Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Sellerie längs halbieren und in feine Scheiben schneiden. Olivenöl und Butter in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin goldgelb anschwitzen. Karotten und Sellerie dazugeben und das ganze ca. 5 Minuten schmoren lassen.

Das Hackfleisch dazugeben und bei mittlerer Hitze krümlig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend das Tomatenmark,welches mit 1 EL warmen Wasser verrührt wurde, sowie die Milch oder die Sahne unterrühren. Das Ganze dann so lange einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit einer Prise Muskat würzen und mit dem Weißwein ablöschen.

Die Tomaten inklusive Flüssigkeit dazugeben und 2-3 Minuten kochen lassen. Den Oregano einstreuen und nochmals mit den restlichen Gewürzen kräftig abschmecken. Die Hitze herunterdrehen und das ganze ca. 3,5 Stunden unter gelegentlichem Rühren vor sich hinköcheln lassen.

Als Pasta passt meiner Meinung nach dazu am besten Spaghetti und der frisch geriebene Parmesan darf natürlich auch nicht fehlen.

Tip: Die Bolognese eignet sich auch hervorragend zum Aufbewahren. Ein Teil wurde von mir eingefroren. Manche wecken die Bolognese auch ein, man kann Sie dann bis zu einem Jahr aufbewahren. Dieses war mir bis jetzt auch nicht bekannt, aber nachdem ich am Freitag mal wieder bei Lanz kocht reingeschaut habe, war ich dank Cornelia Poletto mal wieder etwas schlauer :-)

Fazit: Wer die Zeit hat, sollte dieses Rezept auf alle Fälle einmal ausprobieren, geschmacklich kann man dies mit diversen Fertigprodukten, Tütchen etc. nicht vergleichen. Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, es schmeckt einfach phantastisch.

Und zum Schluss noch ein kleines Resümee meines gestrigen Flohmarktbesuches am Münchner Flughafen. Ich mag es über Kruschelmärkte zu schlendern und auf Entdeckungsreise zu gehen. Meistens finde ich ja nicht wirklich etwas, aber ab und zu wandert dann doch ein kleines Schätzchen in meine Tasche. So war es auch gestern, ein kleines blaues Krüglein grinste mich sozusagen an und ich musste es einfach haben :-) Weiterhin gabs eine verzierte Terrinenform (ich möchte ja schon seit langer Zeit mal eine Terrine oder Pastete ausprobieren!) und ein Mini-Römertopf für den Singlehaushalt. :-)


Und so ließ ich meinen Samstagabend ausklingen:


Kommentare:

  1. So, Laptop in die Küche und dann werde ich jetzt die 3-Stunden Bolognese probieren! Zutaten habe ich alle da! Liebe Grüße Kathrin

    AntwortenLöschen
  2. Viel Spaß und viel Erfolg :) und dann später guten Appetit :)

    AntwortenLöschen
  3. Die Bolognese muss so lange kochen, da sie erst dadurch ihren "weichen" Geschmack bekommt und die Säure der Tomaten sich raus kocht. Außerdem verbinden sich die Aromen besser durch die lange Kochzeit, so dass man ein harmonisches Geschmackserlebnis erhält.

    Grüße
    Amber

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Alice...stöbere grade durch Deine Rezepte, die Blognese mache ich auch immer - auch für Lasagne. Mein Sohn findets doof, der is dem Fix verfallen, aber ich liebe es und mache keine andere Blognese mehr ;-)

    glg Nadine

    AntwortenLöschen
  5. Das mit dem Vertippseln macht doch nix ;) ich verholpere michauch gern mal beinm schnellen Schreiben *g*

    AntwortenLöschen