Ein wahrhaft kaiserlicher Schmarrn mit fürstlicher Begleitung

Es ist schon sehr lange Zeit her, als ich zum letzten Mal einen Kaiserschmarren gegessen habe. Ich glaub es war zu der Zeit, als ich noch auf einer Allgäuer Berghütte gearbeitet habe und da stand diese süße Hauptspeise ja fast immer mit auf dem Tisch. Irgendwann hing er mir dann aber zum Hals heraus und dabei ist er doch sooo lecker!!

Ich wäre vermutlich auch nicht allein auf die Idee gekommen, einfach mal selbst einen zu machen, aber als gestern kurz vor Feierabend mein Kollege auf mich zu kam und mich fragte: Duuuuuuu? Du als Meisterköchin kennst doch bestimmt ein Original österreichisches Rezept für nen richtig guaten Kaiserschmarrn, oder? NA KLAR! :o) Kannte ich zwar auf Anhieb nicht, aber ich machte mich auf die Suche und ich bin auch fündig geworden. Es gibt ja unendlich viele Rezepte für einen Kaiserschmarrn, aber dieser hier steht ab heute auf meiner persönlichen Topliste. Ist mit Sicherheit nicht der Originale, aber des is mir wurscht, weil der einfach geil phantastisch schmeckt!

Und dann musste noch eine Begleitung für diesen Schmarren her.... hmm... in Bayern gibt es meistens irgendein Zwetschgenkompott oder etwas mit Äpfeln dazu, aber der Kaiser hatte etwas besseres verdient fand ich! Also gab es dazu ein leckeres außergewöhnliches Erdbeer-Rhabarberkompott mit Ingwer, Vanille und ganz viel Rum :o)


In diesem Rezept werden natürlich auch Rosinen verwendet, da diese bei einem echten Kaiserschmarren nicht fehlen dürfen. ABER ich mag keine Rosinen! also habe ich gestern Abend noch schnell ein paar Cranberries in richtig gutem Jamaika-Rum eingelegt, um die ungeliebten Rosinen einfach zu ersetzen.

Das Rezept habe ich übrigens HIER gefunden und wie immer leicht abgewandelt.

Der ultimative Kaiserschmarrn

Zutaten:

125ml Milch
1 EL Saure Sahne
5 Eier
60g Zucker
125g Mehl
Salz
in Rum getränkte Cranberries
Butterschmalz und Puderzucker

Zubereitung:

Milch, Mehl, Sauerrahm, Zucker und die Eigelbe mit dem Schneebesen gut verrühren und leicht salzen. Das Eiweiß steif schlagen und zusammen mit den Cranberries vorsichtig unter den Teig heben.

In einer großen Pfanne Butterschmalz schmelzen und den Teig hineingiessen. Von beiden Seiten goldgelb anbacken lassen. Mit dem Wenden das hat bei mir irgendwie ned so geklappt, aber es ging auch so :) außerdem ist es ja ned so schlimm, weil der Schmarren ja am Ende sowieso mit 2 Gabeln zerstückelt wird. Kurz vor dem Servieren mit Puderzucker berieseln.

Und hier kommt noch das Rezept für das außergewöhnliche Kompott, wo ich mir eigentlich mal nen kurzen Namen einfallen lassen müsste......



Rhabarber-Erdbeer-Ingwerkompott mit Vanille und ganz viel Rum

Zutaten:

ca. 500g Rhabarber
500g Erdbeeren
ca. 4 cm frischen Ingwer
500ml Wasser
200g Zucker
1 Vanilleschote
und ein großer Schwapper Jamaikarum

Zubereitung:

Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden, Erdbeeren entstielen und halbieren. Den Ingwer in kleine Würfelchen schneiden und alles in einen Topf geben.
Die Vanilleschote auskratzen und zusammen mit der Schote dazugeben. Das Wasser und den Zucker dazugiessen und das ganze Kompott ca. eine halbe Stunde kochen lassen. Nach der Hälfte der Kochzeit den Rum dazugiessen.

Das Ganze habe ich dann über Nacht gut durchziehen lassen.


Fazit: Hab ich schon erwähnt, dass das der Beste Kaiserschmarrn war, den ich je gegessen habe? :o)

Kommentare:

  1. Ui, das ist echt mal ne richtig tolle Begleitung zum Kaiserschmarrn, die ihm eigentlich fast die Aufmerksam streitig macht... :)

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  2. Es gibt nix besseres als Kaiserschmarrn!!! Der geht bei mir immer! Ich zerstückel den Teig schon relativ früh, wenn er innen noch nicht ganz durchgebacken ist und bestreu die Stücke mit etwas Zucker oder Puderzucker. Dann noch bisle in der Pfanne hin und her wenden, bis der Schmarrn richtig schön glänzt! Ich könnt mich über diesen Schmarrn ;-) echt richtig auslassen! Hab ich schon erwähnt, dass ich Kaiserschmarrn liebe?! :-)
    Dein Kompott hört sich auch sehr sehr lecker an!

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  3. Aloha Simone & Ina :o) ich bin auch immer noch am schwärmen :-) ich hab ihn dann gezwungenermaßen auch früher zerstückelt, weil er einfach zu groß war zum wenden :-) aber das hat ihm und mir erst recht nix ausgemacht *g*

    Ja des is scho a scheener Schmarrn!!! :)

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