Warum eigentlich immer so hochgestochen?

Ich hab lange überlegt, ob ich dieses Rezept überhaupt verbloggen soll, aber da sich gestern dann noch ein paar Interessenten gefunden hatten, habe ich mich dazu entschlossen es doch zu tun. :-)

Ein richtiges Rezept gibt es dazu eigentlich nicht, weil ich mal wieder alles zusammengeschmissen habe *g* und da ich momentan ja ziemlich viel Senf im Haus habe, musste der natürlich auch irgendwie mit verarbeitet werden.

Aber Ihr wundert Euch sicher über den heutigen Post-Titel - richtig? Ich weiß ja nicht, ob es nur mir so geht.... aber als ich gestern auf meiner Facebook-Seite das Foto vom Gericht veröffentlicht hatte und über einen Rezepttitel nachgedacht habe, kam das heraus: Blumenkohl-Hähnchen-Ragout mit Kartoffelstampf.

Warum eigentlich Kartoffelstampf? Also wenn ich ehrlich bin kenne ich dieses Wort noch nicht so lange, aber wenn man sich doch ab und zu mal eine Kochsendung anschaut oder auch auf Rezeptseiten herumstöbert, wird man von Kartoffelstampf und Co (Möhrenstampf usw...) ja fast erschlagen. Wieso ned einfach Kartoffelbrei? Letztendlich ist es nichts anderes und mit diesem Brei sind wohl auch viel von uns aufgewachsen, oder? Ok .. ne Alternative wäre noch Kartoffelpüree, obwohl ich dieses Wort eigentlich auch nie verwende ;-)

Also hier dann meine gestrige Mahlzeit: Kartoffelbrei mit Blumenkohl-Hähnchen-Senf-Ragout



Ich kann Euch leider keine genauen Mengenangaben geben, aber ich denke das dürfte man auch so hinkriegen ;-)

Zuerst habe ich den Blumenkohl in Salzwasser bissfest gekocht und beiseite gestellt. Nebenbei die Kartoffeln aufgesetzt, um daraus einen Kartoffelbrei zu basteln. ;-)

Inzwischen habe ich Zwiebeln in dünne Halbringe geschnitten und diese dann mit kleinen Speckwürfelchen angebraten. Jetzt kommt in Würfel geschnittene Hühnerbrust dazu und das ganze wird noch ein wenig leicht angebraten.

Ein Becher Schlagsahne dazu und 3 EL grobkörnigen Senf. Ich habe dieses Mal die Sorte Columella I aus dem Hause Mostarda verwendet, da dieser Senf etwas kräftiger ist und sich somit hervorragend zum Kochen eignet. Hab ich schon erwähnt, dass dieser Senf echt ne Wucht ist? Und ich bin ja eigentlich nicht so die große Senfesserin, aber der is wirklich gut und lecker!

Das Ganze wird dann kräftig mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und darf dann noch ein wenig vor sich hinköcheln. Kurz vor Schluss werden dann die gekochten Blumenkohlröschen untergehoben und bis zum Servieren kann dann alles ein bisschen durchziehen.

Kartoffeln abgiessen und mit einem Breistampfer gut zerdrücken. Ein kleines Stück Butter dazu, Salz, Pfeffer und Muskat und dann wird noch Milch dazugegeben und alles gut vermengt. Ich mag den Brei gerne etwas fester, aber hier kann ja jeder selbst über die Konsistenz entscheiden :-)

Auch wenns optisch mal wieder ned so der Knaller war, geschmeckt hat mir das Ganze supergut, auch die Kombi mit dem Senf war gut. (hatte ich vorher noch nie so ausprobiert)



Kommentare:

  1. Ich habe es so kennengelernt, daß es einfach zwei verschiedene Dinge sind. Kartoffelpüree oder -brei ist die Zubereitung, wie Du sie gemacht hast, mit Milch und Butter. Ein Stampf wird es dann, wenn die Kartoffeln eben gestampft und mit anderen Zutaten aromatisiert werden, wie z. B. ein Petersilienöl oder ein anderes Gemüse.

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  2. Aber Kartoffelbrei wird ja auch gestampft ;-) so hab ich es zumindest schon als Kind gelernt *g*

    Aber normaler Kartoffelbrei, wird heutzutage ja meistens auch nur noch als Stampf betitelt, nur weil er manchmal ein bisserl fester ist :)

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  3. Kartoffelpüree wird eigentlich nicht gestampft, sondern durch die Presse gedrückt und dann möglichst wenig und sanft gerührt, damit es durch die Kartoffelstärke nicht verkleistert.

    Wobei rein visuell betrachtet Deine Beilage schon eher ein Stampf ist, als ein Brei. Es gibt handwerkliche Unterschiede, die auch anders benannt werden.

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  4. Aber das Wort Kartoffelstampf gibts doch ned schon immer oder?

    Also bei uns damals im Osten gabs keine Kartoffelpressen ;-) es wurde alles mit nem Breistampfer gestampft und den hab ich heut auch noch. Und wenn man es bisschen flüßiger wollte (also Püree) dann kam einfach mehr Milch dran :)

    Schon intressant ;-)

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  5. Karfiol und Stampf und ich bin im 7. kulinarischen Himmel :o)
    Zum KaPü: auf luxemburgisch heisst alles Püree. Im Deutschen nenne ich es Stampf wenn die Masse mit einem Stampfer bearbeitet wird und ein Püree/Brei wenn die Kartoffeln durch die Flotte Lotte oder Presse zermalmt werden. Aber egal, ich liebe Kartoffelbrei/Stampf/Püree, so oder so - nur aus der Tüte sollte er nicht kommen ;-)

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  6. Muss grad schmunzeln über: "auf luxemburgerisch heisst alles Püree" ;-) im Osten war dann alles sozusagen Brei *grins* ;-)

    Aber hast recht Paule, letztendlich ist da jede Variante lecker, nur selbstgmacht sollte es sein :)

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  7. Gute variation mit Kartoffeln.Also Ich habe keine Kartoffelpresse aber mein Puree gelingt immer gut:)

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  8. Ich habe auch keine Kartoffelpresse Dzoli ;-) und es wird auch immer gut :)

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  9. und bei uns heisst es Härdöpfustock :)))) klingt leckere dein zusammengewürfeltes Essen, so entstehen aber oft leckere neue Gerichte.
    Grüessli

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