Bald ist es wieder soweit....

Ich bin vielleicht etwas früh dran, aber irgendwann muss man ja mal anfangen ... es sind ja nur noch 57 Tage bis Weihnachten! Und bevor die ganze Hektik wieder ausbricht, habe ich dieses Jahr mal etwas früher mit der aufwendigen Backerei begonnen.

Sonst gibts ja bei mir meistens nur Plätzchen, Pfefferkuchen und so Kleinkram was relativ schnell fertig ist. Letztes Jahr gabs dann mal ne Ausnahme und eine Panforte di Siena kam auf den Tisch. (Bei Sylvia von rock the kitchen! gibts die übrigens jetzt schon! *g*) Und da man sich ja immer bisserl steigern sollte gibt es dieses Jahr den ersten selbstgebackenen Stollen!!

Aber nicht nur so einen stinknormalen, sondern einen echten Vogtländischen Quarkstollen. Ok... so ganz echt ist er vielleicht nicht, weil ich etwas geschummelt hab, aber ich kann doch auch nix dafür das ich keine Rosinen mag! Aber das muss ja keiner wissen und Ihr habt nix gehört und gelesen - Versprochen? ;-)

Fällt doch auch gar nicht auf, dass da noch was anderes drin ist oder?


Die Zubereitung ist eigentlich ganz einfach und wenn ich das hinbekomme, dann schafft Ihr das mit links!


Für einen Stollen braucht Ihr folgende Zutaten:

375g Weizenmehl
250g Speisequark
125g Speisestärke
5 Eier
250g weiche Butter
250g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker oder selbstgemachten
1 Päckchen Backpulver
30ml Zitronensaft
1 Prise Salz
50g Zitronat
50g Orangeat
50g Sultaninen
50g Cranberries
125g gemahlene Mandeln
1 EL Jamaika-Rum oder auch etwas mehr *hicks*

Butter, Zucker und Puderzucker für die weiße Haube

Tip: Bevor Ihr mit dem Stollenbacken beginnt, würde ich Euch raten die Cranberries und die Sultaninen 1-2 Wochen vorher in Rum einzulegen ;-) dann schmeckt das Ganze gleich vieeeel besser! :-) Wer Kinder im Hause hat, kann alternativ dann irgendwelches Aroma verwenden, oder die Zutaten ganz normal verarbeiten.

Zubereitung:

Zuerst müsst Ihr die Eier, die weiche Butter und den Zucker schaumig rühren. Anschließend den Quark, Vanillezucker, Zitronensaft und Salz dazugeben und alles gut vermengen. Mehl, Stärke und Backpulver in einer Schüssel vermischen und nach und nach zu der Eiermasse geben und zu einem Teig verarbeiten.  Am Besten verwendet Ihr dazu Knethaken, weil die normalen Rührbesen schaffen das nicht so wirklich....

Am Ende kommen dann die Mandeln, Sultaninen, Cranberries, und das Orangeat-Zitronatzeugs dazu und alles wird mit Rum abgeschmeckt.

Ich habe die ganzen "fruchtigen" Zutaten übrigens nochmals mit dem Messer zerkleinert, weil mir die Stücke einfach viel zu groß sind! 

Da der Teig vom Quarkstollen nicht ganz so fest ist wie bei einem herkömmlichen Stollen, habe ich zum Backen eine große Auflaufform verwendet, die in etwa die Form eines typischen Stollens hat. Die Form habe ich mit etwas Öl ausgepinselt und den Boden mit Semmelbröseln ausgestreut, damit das gute Stück nach dem Backen auch ganz herauskommt...
Den Teig in die Form geben und in der Mitte der Oberfläche mit einem Holzlöffel eine kleine Furche ziehen. Sieht halt besser aus :)

Im vorgeheiztem Backofen wird der Stollen nun bei ca. 160°C Umluft ca. 70-80 Minuten gebacken. 

Nachdem der Stollen aus dem Ofen genommen wurde, sollte er ein bisschen abkühlen und dann aus der Form gestürzt werden. Das sieht dann ungefähr so aus:


Aber es fehlt ja noch die Schneehaube!

Dazu Butter in einem Topf schmelzen und den Stollen damit kräftig einpinseln.Gleich danach normalen Zucker darüberstreuen und das Ganze erneut mit Butter einpinseln - am Schluss kommt dann je nach Geschmack eine Schicht aus Puderzucker oben drauf. Dann lasst Ihr den Stollen komplett auskühlen und wickelt ihn in weiße Windeln Aluminiumfolie ein und lasst ihn mindestens eine Woche ruhen.

Fazit:

Ich muss sagen das mir dieser Quarkstollen total gut geschmeckt hat und das obwohl ich ja ned wirklich ein Fan von diesen Teilen bin. Aber wahrscheinlich liegts auch daran, dass die gekauften vielleicht ned so gut sind? Auch die kleine Schummelei mit den Cranberries fand ich eine klasse Alternative zu den Rosinen, ich denke man kann diese auch ganz durch die roten Beeren ersetzen. Auch bei meinen Kollegen im Büro kam der Stollen sehr gut an und was soll ich sagen - ich hab nix mehr und es ist kein einziges Krümelchen mehr übrig... also muss ich wohl noch einen basteln. ;-)

Nachwort:

Sorry das es im Moment eher wenig selbstgekochtes bzw. selbstgebackenes von mir gibt, aber ich hab grade echt wenig Zeit dazu :(  Deshalb nehmt es mir bitte nicht übel, wenn hier in den nächsten Wochen vielleicht öfters mal ein Event auftaucht, oder einfach nur ein Erfahrungsbericht oder ähnliches... 

Kommentare:

  1. liebe Alice,
    Ich komme schon richtig in Weihnachtsstimmung, wenn ich mir diesen Quarkstollen (und die Engelchen) anschaue - wie schön! Das Rezept klingt auch gut, kann sein, dass ich mich der vor-vor-weihnachtlichen Bäckerei bald anschließen ;-)
    gruss,
    Sarah

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  2. muss nicht der Stollen erst ein paar Wochen ruhen und wir dann gebuttert und gezuckert? So kenn ich es zumindest von Oma.
    Deiner sieht echt gut aus. Ich mag aber trotzdem keinen. Und das liegt nicht an den Rosinen, sondern daran, dass meine ehemalige Kollegin einen so fetten gebacken hat, dass ich regelmäßig sodbrennen bekam. Und sie bringt uns jedes Jahr welchen ins Geschäft. Bald wieder. Möschd isch nischd.

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  3. Huhu Ihr Zwei, Danke für Euren Kommentar :-)

    @Sandra: Soweit ich weiß hat das auch etwas mit der Konservierung zu tun und durch das Buttern und Zuckern wird der Stollen aromatischer. So hats mir jedenfalls meine Mama erklärt und im Vogtland wurde das früher so gemacht - isch hab doch ooch keene Ahnung *g* und wegen der Lagerzeit... Eine Woche ist ein sozusagen ein Muss und dann verändert sich der Geschmack nicht mehr wirklich - hatte hier auch Bernd Neuner um Hilfe gefragt :-) aber ich kann Dich verstehen Sandra - bin auch kein Stollenfan, aber selbstgebacken ist echt ein Unterschied wie Tag und Nacht :)

    @Sarah: Ich bin gespannt was Du uns in Deiner Backstube alles zaubern wirst... Du bist ja da schon eher ne Backprinzessin im Gegensatz zu mir :D

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