Mein Ausflug in die Welt der Krustentiere

Vor ein paar Wochen fand ich in meinem Briefkasten eine Einladungen von der Deutschen See - Fischmanufaktur. Es handelte sich dabei um einen Kochworkshop zum Thema Krustentiere. Nachdem ich mir das Ganze durchgelesen hatte, legte ich das Blättchen erstmal wieder zur Seite, denn ich war mir nicht wirklich sicher, ob ich daran teilnehmen sollte.

Ich sags mal so, ich bin nicht unbedingt ein Fan von Krustentieren, Muscheln & Co. und demzufolge hielt sich meine Begeisterung auch in Grenzen. Auf der anderen Seite hatte ich auch keine Ahnung was dieses Thema betrifft.. also wäre es vielleicht ganz gut wenn ich etwas mehr darüber erfahren würde.

Zu meiner großen Freude war ich auch nicht die einzigste Bloggerin, die zu diesem Event geladen wurde. Julia von German Abendbrot nahm ebenfalls teil und ich war froh darüber, denn ich bin nicht unbedingt jemand, der auf solche Veranstaltungen geht, wenn ich dort niemanden kenne.

Am 13.Oktober war es dann soweit. Julia und ich trafen uns pünktlich um 18 Uhr vor der Kochschule ess-art, welche direkt am wunderschönen Viktualienmarkt im Herzen von München liegt. Hier handelt es sich übrigens um die erste zertifizierte Bioland-Kochschule und hier werden nur Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet.

Zum Workshop waren ca. 20 Leute geladen, hier war u.a. die Abendzeitung, Dine & Fine, das kochrezept  und einige andere vertreten.  Der Kochworkshop wurde von den "Deutsche See -Experten" Andreas Hanke und Peter Gohl durchgeführt, unterstützt von Reinhard Angerer, dem Leiter der Kochschule.

Der Taschenkrebs

Bevor es richtig losging, wurde uns mit einer Präsentation alles notwendige erklärt, was man über Krustentiere wissen sollte und vor allem welche Arten es gibt. Für mich persönlich sehr interessant, weil ich ja keine Ahnung hatte und mich auch nie mit diesem Thema beschäftigt hatte. Auch haben wir gelernt, was man beim Kauf von Krustentieren beachten sollte u.a. was die Kennzeichnungen auf den Verpackungen bedeuten. (hier gibt es für Euch evtl. noch einen Nachtrag, da ich die Infos bei der PR-Agentur noch angefordert habe) weil ich denke, dass das viele nicht wissen.

Anschließend ging es wieder zurück in die Küche und wir konnten uns persönlich mit den Krustentieren bekannt machen. Viele der Produkte habe ich an diesem Tag zum ersten Mal live gesehen ;-) und ich muss sagen, dass es teilweise auch ein bisschen gruselig war *lach* da ja viele der Tiere noch lebendig waren, auch wenn man dies auf den ersten Blick nicht gesehen hat. Z.b. der Taschenkrebs oben auf dem ersten Foto war quicklebendig, nur unter dem Panzer regte sich nur manchmal etwas.


Auf diesem Foto könnt Ihr Jakobsmuscheln und eine der beliebtesten Garnelenarten, den Kaisergranat bewundern. Den Kaisergranat kennt man in Deutschland unter dem gängigen Namen Scampi. Dies führt oft zu Verwechslungen, denn fälschlicherweise werden in Deutschland Garnelen auch oft als Scampi verkauft. In Frankreich nennt man den Kaisergranat zum Beispiel Langoustine. Der von Natur aus lachsrosafarbene Panzer verfärbt sich beim Kochen kaum. Da der Kaisergranat mit dem Hummer verwandt ist, spiegelt sich dies auch im Geschmack wieder - das Fleisch hat ein sehr reines Aroma und eine süßliche Note.



Bei dieser roten Garnelenart handelt es sich um die Carabinero, die als Königin der Garnelen gehandelt wird und dementsprechend noch teurer ist als die gängigen Arten...

Unter anderem wurde uns auch gezeigt, wie man Austern richtig öffnet und anschließend verzehrt. Da konnte ich mich allerdings nicht überwinden und ich habe den anderen Teilnehmern den Vortritt überlassen *g* - das ist ja auch irgendwie Geschmackssache....


Dann hätten wir noch den Flusskrebs, der ebenfalls mit dem Hummer verwandt ist. Da der Flusskrebs jedoch im Süßwasser lebt, ist sein Fleisch feiner.


Nachdem wir dann alle Arten begutachtet hatten ging es an die Verarbeitung. Da es meiner Meinung nach etwas viele Teilnehmer gab, konnte nicht jeder selbst etwas machen, aber mir war das ganz recht und ich habe alles beobachtet und ein paar Fotos geschossen. Vielleicht bin ich da auch ein bisschen komisch, aber ich muss das nicht haben. Eine Jakobsmuschel in dem mir bekannten Zustand zu erhalten ist auch nicht wirklich einfach und alles andere als schön anzusehen *grins*


Und auch die Zubereitung eines Taschenkrebses ist gar nicht so einfach. Wenn man sich das doch recht große Tierchen so anschaut und man hinterher nur ein kleines bisschen Fleisch aus den Scheren herausbekommt, frag ich mich wirklich ob das sein muss und ob ich das selber machen soll... aber Reinhard Angerer war hier sehr geduldig und pulte mit Hilfe eines Schaschlikspiesses alles fein säuberlich heraus :)


Dann wurden die Garnelen und Muscheln auf verschieden Weise zubereitet. Die Jakobsmuscheln gab es beispielsweise roh als Carpaccio mit Salz. Pfeffer und Olivenöl. Die großen Garnelen wurden auf dem bereitgestellten Grill gegrillt usw. leider bekamen wir keine Rezepte in Papierform zur Verfügung, sonst hätte ich diese jetzt an Euch weitergegeben.

Fazit:

Ich hatte mir wohl ein bisschen was anderes unter einem Kochworkshop vorgestellt - dachte wir kochen alle zusammen und hinterher wird gemeinsam gegessen (so kenne ich es von anderen Events, an denen Blogger teilnehmen durften) - aber ich fand das jetzt nicht so schlimm ;-) Ich habe an diesem Abend wirklich viel über Krustentiere gelernt, was ich bis jetzt noch nicht wusste und ich danke der Deutschen See - Manufaktur und der Agentur a+o und natürlich auch der Kochschule ess-art, dass sie mir diese Möglichkeit der Teilnahme möglich gemacht haben. Und natürlich habe ich mich auch sehr gefreut Julia von German Abendbrot kennenlernen zu dürfen. :-)

Auch wenn mir dieser Workshop sehr viel Spaß gemacht hat, wird es wohl trotzdem kaum Krustentiere & Co. bei mir zu Hause geben und erst recht keine Muscheln *grins* aber ich habe viel probiert und festgestellt, dass ich auch ohne diese Tierchen auskomme. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich ein leckeres Schnitzel dann doch lieber vorziehen :-)

Aber jedenfalls weiß ich jetzt, wo man in München eine gute Kochschule findet. Hier werden ganzjährig Kochkurse aller Art angeboten und das auch noch zu einem vernünftigen Preis! Ich denke das ich in Zukunft mal wieder vorbeischauen werde :-)

Kommentare:

  1. Mich hat es auch sehr gefreut, dass wir uns getroffen haben. Und Du hast den Abend toll eingefangen. Da muss ich stark überlegen, was für mich noch zu posten bleibt ;-) Und: Ich finde es ganz toll, dass Du Dich bei einigen Schalentieren "überwunden" hast. Super!! Auf hoffentlich bald, Julia

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  2. Schaumer mal ob noch ein paar weitere Schritte folgen Heike *g* :)

    @Julia: wenn Du mal wieder in München bist geht bestimmt mal wieder was zam ;)

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