Ein kleiner Mann möchte die Weltherrschaft an sich reißen...

Watt is das denn jetzt wieder für ein komischer Titel für einen Post? Und was hat er mit kulinarischen Genüssen zu tun? 

Ok... wie schon im letzten Beitrag angekündigt, bin ich seit einigen Tagen auch im Besitz des neuen "Kochbuches" Vegan for Fit von Attila Hildmann.


Wenn man den Namen Attila hört, denkt man eigentlich zu erst an einen groooßen starken Mann, der die Weltherrschaft an sich reißen will, so war es jedenfalls mal, wenn man im Geschichtsbuch etwas zurückblättert. Aber nichts desto trotz haben diese 2 Personen etwas gemeinsam, sie verändern die Welt! (oder versuchen es zumindest *grins*)

Ok... man muss Attila mögen, denn er ist seinem Auftreten schon recht speziell... ich weiß auch manchmal ned so recht was ich davon halten soll, aber egal... letztendlich hat er mittlerweile eine ziemlich große Fanbase und ist sozusagen auch der bekannteste vegane Koch in Deutschland. Moment Koch? Ich weiß ehrlich gesagt grad ned, ob er überhaupt ein richtiger Koch ist... Wiki hilft mir da jetzt auch ned wirklich weiter.... egal weiter mit dem Buch.

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Ich habe mir das Kochbuch nicht wegen der 30-Tage Challenge gekauft, sondern in erster Linie wegen den Rezepten. Irgendwie finde ich das große TamTam um die Challenge auch ein bisschen übertrieben. ;-) In diversen Facebookgruppen komme ich mir manchmal vor, als wäre ich in einer Attila-Sekte *lach* aber ich kann mich da natürlich auch täuschen...... *hust*
In diesen Gruppen, die extra dafür gegründet worden sind, wird auch teilweise recht heftig diskutiert, auch ich hab da schon öfters Mal meinen Senf dazu gegeben und wurde dann gleich recht massiv mit Worten beschossen, was ich jetzt nicht verstehe, denn was ist daran schlimm, wenn man statt Tofu - Tempeh verwendet, oder statt Mandelmus - Chasewmus ... oder was ist wenn man ein Produkt nicht isst, oder verträgt und ersetzt? NEIN das geht natürlich gar nicht....! Leute geht's noch? Ihr habt doch alle nen eigenen Kopf - muss man sich denn so 100% an ein Buch halten? Meiner Meinung nach nicht. Was mich weiterhin ziemlich ärgert ist, dass anscheinend ziemlich viele Buchbesitzer sehr naiv sind und so ziemlich alles glauben..... im Buch wird zum Beispiel der Vitamix hochgepriessen und in den letzten Tagen habe ich so oft mitbekommen, dass dieses Teil auch noch bestellt wird. HALLO? das Teil kostet um die 700 € .... und dabei braucht man es nicht unbedingt, ein handelsüblicher guter Blender, Küchenmaschine & Co tun es auch!  Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich hier ziemlich viele einfach mitreissen lassen und sich (ich hoffe nicht!) in die Schuldenfalle katapultieren. Ich brauch das Ding jedenfalls nicht!! 

Soooo aber jetzt genug negative Kritik, denn das Buch hat auch sehr viele positive Seiten! :-) und die Rezepte die ich bis jetzt ausprobiert habe (natürlich ned 1:1) waren total lecker.


Normalerweise zeige ich Euch ja immer ein paar Ausschnitte bzw. Fotoschnipsel wenn ich ein Kochbuch vorstelle, aber da der Verlag nicht so wirklich freundlich ist (davon kann Valentinas-Kochbuch auch ein Lied singen *g*), werde ich das diesmal nicht tun. (Sorry!)

Das Buch ist vom Layout her klasse, die Fotos sind ansprechend und die Rezepte durch die Bank empfehlenswert. Nur sollte man sich vorher erstmal einen langen Einkaufszettel schreiben, denn viele Zutaten hat man standardmäßig gar nicht im Haus.. oder man ersetzt sie halt einfach, so wie ich! ;-)

Genug geschrieben, jetzt hab ich Hunger und möchte Euch zwei Rezepte zeigen, die ich nachgebastelt habe. So wie es sich gehört, gibt's zuerst ne Vorspeise, die im Originalrezept mit Tofu zubereitet wird, aber da ich und der Tofu nicht wirklich Freunde werden.. habe ich Tempeh verwendet und war total begeistert von diesen fermentierten Sojabohnen.


Tempeh Caprese

Zutaten:

3 Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 TL getrockneter Oregano
1 TL Agavendicksaft
frisches Basilikum
Olivenöl & Balsamico
Pfeffer, Salz

Zubereitung:

Zuerst wird der oder das Tempeh in dünne Scheiben geschnitten.


Jetzt etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Scheiben rundherum gut anbraten. Nun den Agavendicksaft und den Oregano dazugeben und alles ein paar Sekunden karamellisieren lassen. Die Scheiben nun auf Küchenpapier legen und von beiden Seiten salzen und pfeffern.

Tomaten in dicke Scheiben schneiden und zusammen mit dem Tempeh dekorativ auf einem Teller anrichten.

Basilikum und Knoblauch sehr fein hacken, mit etwas Olivenöl vermischen und darüber verteilen. Zum Schluss noch Balsamico darüberträufeln und fertig.

Fazit: Sehr lecker! Der angebratene Tempeh schmeckt leicht nussig und hat eine süß saure Note. Gab es sicherlich nicht das letzte Mal bei mir.


Beim zweiten Rezept habe ich ebenfalls einige Sachen abgewandelt, wer das Originalrezept haben möchte, kann mich gerne fragen, aber glaubt mir... auch meine Version war megalecker ;-)



Blumenkohl-Curry-Crunch

Zutaten:

1 kleiner Blumenkohl
30g geröstete Chashewkerne
1 TL mildes Curry
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst wird der Blumenkohl in kleine Röschen zerteilt und in Salzwasser etwa 6 Minuten bissfest gekocht.

In der Zwischenzeit die Chashew-Kerne grob hacken und in einer fettfreien Pfanne goldbraun anrösten. Kurz abkühlen lassen und dann mit dem gepoppten Amaranth und etwas Olivenöl vermischen.

Cashewcreme zusammen mit dem Curry und 100ml Wasser vermischen und kurz in einem kleinen Topf erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Blumenkohl gut abtropfen lassen und mit der Soße übergießen und mit dem Knusper-Crunch bestreuen.


Fazit: Auch dieses Essen hat mir total gut geschmeckt, die leichte Currynote mit dem nussigen Beigeschmack und dann noch das knusprige Topping - Sehr empfehlenswert!

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Unterm Strich kann ich nicht wirklich etwas negatives über dieses Kochbuch berichten - ich beziehe mich hier nur auf die Rezepte und diese sind wirklich klasse. Wer einmal in die vegane Küche hineinschnuppern möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen, denn man bekommt hier wirklich tolle Inspirationen. Und wie Ihr seht geht es auch mit kleinen Abwandlungen hervorragend ;-) und auch wenn man sich nicht an die Challenge hält purzeln die Pfunde ohne das man Hungern muss :)


Kommentare:

  1. Liebe Alice,
    ein sehr schöner Beitrag. Genau so sehe ich das mit dem Buch auch - es ist auch ohne Challenge sehr gut nutzbar und dafür liebe ich es. Die Basis ist eine Ernährung auf viel frischem Gemüse: Und ja, da kann man gerne etwas abwandeln, wie in jedem anderen REzept eben auch. :)

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  2. Huhu Alice,

    ich kann dir da nur zustimmen. Ich finde das Buch auch ziemlich gut und die Rezepte lecker, allerdings mache ich die "Challenge" nicht mit. Anfangs wollte ich das, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich mich zu sehr einschränken würde und das ist mir mittlerweile, dank den gefühlten 100 Diäten, die ich hinter mir habe, einfach zu blöd. Außerdem schmeckt mir das Mandelmuß nicht. :O

    Trotzdem finde ich das Buch gut, weil man zu einer gesunden Ernährung hingeführt wird und weil es eben auch in der "fleischlischen" Welt Anklang findet. Ich glaube Attila schafft es über den Umweg "Abnehmen & gesünder leben", die Leute auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen und das ist gut. :)

    Liebe Grüße,
    Linda von Vegancomics

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  3. Noch nie von Tempeh gehört, werde mich aber schlau machen, scheint eine traumhafte Alternative zu Mozarella sein!

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