Mein phantastisches Kürbis-Menü

Jetzt geht's also los, auch wenn alles anders geplant war. Normalerweise sollten ja erst einmal meine Rezepte verbloggt werden, die seit Wochen hier herumliegen, aber da Ihr so begeistert von meinen Kürbisfotos seid, welche ich bereits bei Facebook gepostet habe, werde ich mein gestriges Kürbismenü vorziehen, um Euch nicht länger warten zu lassen.

Kürbis ... das is ja auch immer so ne Sache.... bis vor ca. einem Jahr gab es bei mir eigentlich nie Kürbis, aber zwischenzeitlich hat sich das glücklicherweise geändert und ich mag ihn sogar sehr. Viele wissen gar nicht was man damit alles anstellen kann, ob süß oder herzhaft, alles ist möglich.

Und so kam auch die Idee für mein kleines Kürbismenü, dass ich gestern meinem Besuch kredenzte. Ich muss vorweg noch sagen, dass ich das gesamte Menü wirklich phantastisch fand und sich das stundenlange Kürbiszerhäckseln definitiv gelohnt hat!


Ursprünglich wollte ich ne ganz normale klassische Bruschetta mit Tomaten als Vorspeise servieren, aber  dann kam mir die spontane Idee, dass dies sicherlich auch mit Kürbis machbar ist. Und wie das geht!! Die Kürbis-Bruschetta war mein absolutes Highlight an diesem Abend! 


Kürbis-Bruschetta

Zutaten:

250g Kürbisfleisch (ich habe einen Hokkaido verwendet)
2 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
frisches Basilikum
Salz, Pfeffer, Muskat
Olivenöl
einen großen Schuss Apfelsaft
etwas Balsamico
Kürbiskernöl

Ciabattabrot

Zubereitung:

Zuerst wird das Kürbisfleisch in kleine Würfelchen geschnitten. (Den Hokkaido Kürbis müsst Ihr übrigens nicht schälen, er kann bis auf das Innenleben komplett verwendet werden). Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls in kleine feine Würfel schneiden. 

Olivenöl in einer Kasserole erhitzen und den Kürbis zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben und anschließend alles mit etwas Apfelsaft ablöschen und kurz einköcheln lassen.

Das Ganze etwas abkühlen lassen und dann noch 1-2 EL Balsamicoessig unterrühren. Alles ca. 1 Stunde durchziehen lassen.

Ciabattabrot in Scheiben schneiden und mit etwas Olivenöl in einer Pfanne goldgelb anrösten. Die Kürbismasse darauf verteilen und mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl beträufeln.


Als Hauptgang servierte ich eine italienisch angehauchte Kürbisbolognese, in der ich das standardmäßige Hackfleisch durch Soja-Granulat ersetzt habe. Aber dieses hat man am Ende überhaupt nicht gemerkt. Selbst mein Mitesser, der nicht vegan ist, war begeistert davon und hat sich die Finger danach abgeschleckt.


Kürbis-Bolognese

Zutaten:

ca. 600g Kürbisfleisch (Hokkaido)
2 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
ca. 150g Soja-Granulat
500g gestückelte Tomaten aus der Dose
1 TL mildes Currypulver
1 TL Orangenthymian
Salz, Pfeffer, Muskat
Olivenöl
ca. 100ml veganen Rotwein (ich habe den Pasión Delinat verwendet)

Zubereitung:

Bevor es losgeht wird das Soja-Granulat ca. 10 Minuten in heißem Wasser eingeweicht. Dieses wird dann ausgedrückt und kann wie herkömmliches Hackfleisch weiterverwendet werden.

Dann wird der Kürbis in kleine Würfel gehackt. Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls würfeln. Nun Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und darin anbraten. Jetzt den Kürbis und das Sojagranulat dazugeben und alles gut anbraten lassen. Mit Curry bestäuben und nochmals kurz anschwitzen lassen.

Jetzt die Tomaten dazugeben und alles kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskat und Thymian abschmecken und etwas einkochen lassen. Jetzt den Rotwein dazugeben und alles ca. 30 Minuten köcheln lassen. Ab und zu einmal umrühren.

Pasta al dente kochen und zusammen mit dem Kürbissugo servieren.

Die Kürbis-Bolognese schmeckt auch am nächsten Tag noch hervorragend!


Und was wäre ein Menü ohne Dessert... aber was kann man Süßes mit Kürbis basteln. Hier fiel mir die Entscheidung ziemlich schwer.... zuerst dachte ich an ein Kürbiseis, das hätte sich ja auch angeboten, den meine Eismaschine, die ich bei Snuggs-Kitchen gewonnen habe, kam rechtzeitig am Samstag bei mir an, aber auf die Schnelle hatte ich kein passendes Rezept gefunden. Also entschloss ich mich diese Kürbistarte nachzubacken. Ich habe das Rezept jedoch gedrittelt, da eine große Tarte zuviel gewesen wäre. Ich schreibe Euch unten aber das Rezept für eine 26cm Tarteform mit den veganen Alternativen die ich verwendet habe auf. Das Ei habe ich übrigens durch Apfelmus ersetzt, so kommen auch Veganer in den Genuss dieser tollen Tarte. :-)



Kürbis-Vanille-Kokos-Tarte

Zutaten:

250g Mehl
125g Alsan
110g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 EL Apfelmus
800g Kürbisfleisch (hier kam dann ein Butternut zum Einsatz)
25g Kokosraspel
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
400ml Apfelsaft

Zubereitung:

Zuerst werden die Kokosraspel in einer Pfanne ohne fett goldbraun angeröstet und beiseite gestellt. 

Mehl, 60g Zucker, Vanillezucker, Apfelmus, Salz und Alsan mit den Händen zu einem Teig verkneten. In Alufolie geben und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

In der Zwischenzeit den Kürbis schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fleisch in grobe Würfel schneiden.

Puddingpulver mit 50g Zucker und 100ml Apfelsaft verrühren.

Den restlichen Apfelsaft in einen Topf geben und aufkochen lassen. Kürbiswürfel dazugeben und ca. 4 Minuten köcheln lassen. Jetzt das angerührte Puddingpulver einrühren und kurz aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen, die gerösteten Kokosraspel unterrühren und alles etwas abkühlen lassen.

Nun den Teig aus dem Kühlschrank holen und 3/4 davon auf dem Boden einer Tarteform verteilen. Hier nimmt man am besten ein Nudelholz zur Hilfe, aber es geht auch sehr gut mit den Fingern. 1/4 des Teiges wird für die Streusel benötigt.

Jetzt den Kürbis auf dem Boden verteilen und vom restlichen Teig Streusel abzupfen und auf dem Kuchen verteilen.

Im vorgeheiztem Backofen bei 200°C (Umluft 175°C) auf der untersten Schiene ca. 30 Minuten fertig backen und gut auskühlen lassen.


Die Tarte hat mir persönlich sehr gut geschmeckt, sehr vanillig und fruchtig. Meiner Meinung nach könnte sie aber noch ein bisschen mehr Süße vertragen, aber das ist wohl Geschmackssache, denn mein Mitesser fand sie so perfekt.

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Das war also mein erstes 3 Gänge Menü was ich überhaupt auf die Reihe bekommen habe und klar bin ich stolz auf mich, denn es hätte ja auch alles schiefgehn können, oder was hätte ich getan wenn es nicht geschmeckt hätte?... nicht auszudenken.....

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachkochen/-backen und würde mich sehr über ein Feedback freuen. :-) Und jetzt geniesse ich noch die Abendsonne und lasse das tolle Wochenende (was wieder viel zu kurz war...) ausklingen.

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Und nächste Woche habe ich auch wieder ein bisschen mehr Zeit zum Bloggen, denn ab Mittwoch habe ich mal ein paar Tage frei und ich kann die restlichen Sachen aufarbeiten. Unter anderem dürft Ihr Euch dann auch auf die ersten Rezepte aus dem neuen Kochbuch Vegan for Fit von Attila Hildmann freuen. Da sind einige leckere Sachen dabei!


Ach bevor ich es vergesse... letzte Woche war ich zum ersten Mal auf einem Holifestival. Für alle die sich nix darunter vorstellen können, habe ich ein kleines Video gedreht, mehr gibts dazu wohl ned zu sagen *zwinker*  - Es war toll!! Und ich hab noch nie soviele fröhliche und glückliche Menschen auf einem Haufen gesehen! 


Bis später dann :-)
Eure Alice




Kommentare:

  1. Das ist aber sehr schön geworden, Dein Menü. Ich habe auch gerne Menüs aus einem Hauptprodukt und der Kürbis ist dafür ideal. Das hätte ich auch alles mit Genuß gegessen.

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  2. Oh, wie lecker das wieder aussieht, Alice! Und das Festival scheint lustig gewesen zu sein ;)

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  3. Tolle Bilder hast du gemacht! Leider mag meine Familie keinen Kürbis. Muss immer alles alleine essen ;-)
    Liebe Grüsse
    Himbeeri

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  4. Moaaaaaaaaaaaaaahrrrr, sieht das alles LECKER aus!
    Ich hatte zwar grad ne Riesenportion Kürbis"gulasch", aber ich würd trotzdem gerne alles probieren! :)

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  5. Traumhaft schön; die Bilder und auch die Rezepte. Hast Du toll gemacht liebe Alice. LG

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  6. hm lecker. das lässt sich auch in china nachkochen *lach

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  7. ziemlich cool meine liebe!!! kürbis rockt total :-)

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  8. Grade einen Butternut-Kürbis gekauft. Damit werde ich morgen mal eins Deiner tollen Rezepte ausprobieren :) Wenn ich dran denke, schreibe ich Dir auf jeden Fall wie es mir geschmeckt hat, liebe Alice.

    Übrigens: tolle Fotos!!

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  9. @Bushcooks: Du wärst natürlich herzlich willkommen gewesen! :)

    @Linda: Vielen lieben Dank liebe Linda, jaa das Festival war wirklich lustig und alles sooo schön bunt *g*

    @Himbeeri: Danke Dir! Man kann ja auch kleine Portionen machen und die Bolognese lässt sich auch ziemlich gut einfrieren, bei mir war ja auch noch einiges übrig...

    @Gourmande: Dankeschön :-)

    @Paule: Danke liebe Paule, da wrd ich ja gleich rot, aber bei den Fotos hatte ich dieses Mal Glück das die Sonne schien, sonst wäre das eher bei Heikes Ugly Food gelandet *kicher*

    @Jana: Na dann los! :)

    @Marlise: Ich kann jetzt erstmal keinen mehr sehen, auch wenn noch ein kleiner auf dem Balkon herumkugelt ;) aber der wird ja zum Glück ned so schnell schlecht.....

    @Charlotte: Danke Dir, ja und gib mal Bescheid was Du nachgebastelt hast und obs geschmeckt hat ;-)

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  10. Liebe Alice,

    das sieht alles fantastisch aus - bei diesem Menü hätte ich auch sehr gern mitgegessen :-) Ich weiß gar nicht, welchen der drei Gänge ich zuerst nachmachen möchte... aber es wird wohl die Tarte werden, denn was Süßes habe ich mit Kürbis bisher noch nie probiert!

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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  11. Hi Alice,
    hier kommt die versprochene Rückmeldung :)

    Ich habe die Kürbis-Bolognese ausprobiert - wenig Zeit, da eignete sich das am besten. Es hat suuuper lecker geschmeckt und auch mein Mitbewohner, Mitkoch und Mitblogger Lukas war begeistert! Wir haben statt Hokkaido einen Butternut genommen.

    Vielen Dank also für dieses tolle Rezept, dass wird es in der Kürbissaison bestimmt noch das ein oder andere mal geben =)

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  12. Alice Babe,

    gestern hab ich die Bolognese nachgekocht. Frag mich nicht, welche Kürbissorte das war. Auf jeden Fall war er orange. Hier in China gibt es eher die grünen. Ich hab noch bissl Ingwer dazu gegeben. Es war phantastisch.
    Gerade ist die Tarte im Ofen. Ganz schön viel Belag nach Deinem Rezept. Ich bin gespannt.

    LG aus Shenyang
    Jana

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