Von Zuckertoast bis Haute Cuisine

Viele lieben SIE, aber es gibt auch einige, die SIE nicht mögen (was ich gar nicht verstehen kann...), denn was SIE alles so auf die Beine stellt und möglich macht, ist meiner Meinung nach bombastisch!

In den Foodbloggerkreisen nennt man SIE auch zurecht "Rampensau" - was hier ein absolutes Kompliment sein soll! 

Nicht ohne Grund gehört SIE zu einer der erfolgreichsten Foodbloggerinnen in Deutschland und da gehört wirklich so einiges dazu. Da können sich viele (mich inbegriffen) wirklich ne dicke Scheibe abschneiden.

Aber bevor ich hier weiterschreibe, möchte ich das SIE gerne durch IHREN Namen ersetzen, dann ist das Ganze auch gleich bisserl persönlicher finde ich.

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Die Rede ist von:

Astrid Paul
Im Netz wohl eher bekannt als Arthurs Tochter kocht (AT)

Roman Knie / Collection Rolf Heyne

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Wenn man den Blog von AT regelmäßig verfolgt, erlebt man dort so allerlei kulinarische Highlights, die von AT stets mit einer Prise Humor präsentiert werden. Spontan fällt mir da die Geschichte mit dem Einbrennen einer Pfanne ein, was zur Folge hatte, dass die Feuerwehr anrückte. 

Ein weiterer Höhepunkt des letzten Jahres, war das grandiose Blogevent "Ein Löffel geht auf Reisen"  - auf so ne Idee muss man erstmal kommen. Da werden mal schnell zig Holzlöffel in die weite Welt verschickt, mit dem Ziel diesen in verrückten, außergewöhnlichen Posen zu fotografieren. Wahnsinn!  

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Doch es ist eben nicht alles Gold was glänzt und um dahin zu kommen, wo AT heute steht hat sie so einiges durchgemacht. es waren nicht nur schöne Dinge, aber AT hat sich durch's bewegte Leben gebissen und hat gewonnen. Und im April diesen Jahres war es dann soweit! 

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wurde im renommierten Verlag Collection Rolf Heyne veröffentlicht.

Copyright: Collection Rolf Heyne

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Als ich das Buch in den Händen hielt, war ich irgendwie schon ein bisschen stolz, denn wenn es um ein Buch geht, wo man die Autorin ja doch irgendwie kennt, ist das schon was besonderes. Ich hatte das Buch auch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, denn es zieht einen wirklich mit. Zwischendrin musste ich mir sogar manchmal ein Tränchen aus dem Auge wischen z.B. wenn Astrid von ihrer Kindheit, Zuckertoast und Haferbrei erzählt. Es war keine einfache Zeit für das kleine dünne Mädchen, in der Schule wurde sie von ihren Kameraden ausgelacht und keiner gab sich mit ihr ab.

Mit 18 zog Astrid dann in ihre erste eigene Wohnung und machte eine kaufmännische Ausbildung. Alles schön und gut, aber glücklich war sie mit dieser Situation nicht und was für sie am schlimmsten war - das Alleinsein....

Aus Verzweiflung begann A. dann eine gastronomische Ausbildung und lernte hier die ersten kulinarischen Schätze kennen. So ganz nebenbei zwischen Lernstress & Co schmiss A. dann nachts auch noch eine Bar, um sich über Wasser zu halten.

Kurz Zeit später eröffnete sie dann ihr erstes eigenes Cafe und war in der Altstadt als Rühreierqueen bekannt. Astrid war zum ersten Mal richtig glücklich!

Dann kam das Kind, das Hotel und das Restaurant dazu und im Leben von A. ging es weiter auf und ab.

Im Jahre 2004 begann dann sozusagen die kulinarische Leidenschaft von A. und von da an wollte sie einfach alles übers Kochen, Essen und deren Hintergründe wissen. Und sie wollte es auch mit anderen teilen und somit entstand dann 2009 der Blog Arthurs Tochter kocht - der Anfang einer großen Karriere würde ich mal so spontan sagen.

Und so ein Bloggerleben kann ganz schön aufregend sein und teilweise auch sehr anstrengend, so dass  man Gefahr läuft sich zu übernehmen. Im Buch beschreibt Astrid so ziemlich alle Stufen, die man als Blogger so durchlaufen kann, sei es der Kleinkrieg unter den Bloggern oder teils heftige Auseinandersetzungen mit Werbefirmen, oder Leute die einem irgendwas "Gutes" tun wollen...

Man erfährt viele persönliche Dinge aus Astrids Leben, die man sich so nie vorgestellt hätte und sie gibt einen tiefen Einblick in die verwirrte Bloggerwelt. Meiner Meinung nach eine sehr gute Mischung. Zwischen den einzelnen Kapiteln, werden einige ihrer Lieblingsrezepte vorgestellt.

Ich könnte jetzt noch stundenlang über das Buch weiterschreiben, aber ich möchte ja auch nicht zuviel preisgeben. Am besten ihr lasst Euch dieses tolle Buch zum Nikolaus oder zu Weihnachten schenken und Ihr werdet es nicht bereuen.

Auch Leuten, die mit Essen jetzt nicht so wirklich viel am Hut haben, kann ich dieses Buch empfehlen, denn wo bekommt man sonst einen so ausführlichen Blick hinter die Kulissen eines Foodblogs?

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Ich danke Astrid für dieses tolle Buch und bin echt stolz auf sie! Irgendwie ist sie mittlerweile ja auch schon sowas wie ein Vorbild für mich geworden und beim Lesen des Buches, konnte ich erstaunlicherweise auch einige Gemeinsamkeiten feststellen. Womit wir wieder bei Rampensau und Stehaufmännchen wären.... eine starke, bewundernswerte Frau mit einem bewegten Leben.

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Zitat: "Nenn mich Arthurs Tochter. Das bin ich."



Kommentare:

  1. Danke für die Buchbeschreibung, ich hab es bei Astrid schon entdeckt, war aber irgendwie nicht neugierig genug um es mir auch zu bestellen. Klingt gut, sie hat ja auch wirklich einen tollen Blog und so viel erreicht. Hut ab!

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  2. Ja da kann ich vieles bestätigen. Auch ich habe das Buch verschlungen, im Liegestuhl am Strand von Sizilien. Ich habe immer gehofft, dass es nicht so schnell durchgelesen sein möge.
    Sogar mein mann las es. Er hat mit Foodbloggern nichts am Hut, war auch begeistert.

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  3. Das hast Du schön geschrieben :-)

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  4. Ich hab es bis jetzt dreimal gelesen...
    Ich les es noch mal und noch mal und noch mal. Immer wieder entdeck ich jene, mir vertraute, Arthurs Tochter neu. Und immer wieder ist sie mir die altvertraute.

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