Jetzt gibt's endlich das Ossinudel-Rezept!

Und weil wir gerade bei Rezepten aus der Kindheit sind, gibt es gleich noch einen Nachschlag. Ich hab den Begriff Ossinudeln sicherlich schon gefühlte 100x auf meinem Blog und auf meiner Facebookseite erwähnt, aber verbloggt hab ich das Rezept noch nie... wird ja dann langsam mal Zeit!

Am Sonntag Abend war es mal wieder soweit. In meinem Kühlschrank war nicht wirklich viel los, aber die Grundzutaten für dieses typisches DDR-Gericht habe ich natürlich meistens im Hause :-) - dieses Mal konnte ich die Nudeln sogar noch ein bisschen tunen, denn ich hatte noch frische Champignons und einige Schinkenwürfel im Vorrat. Also los gehts!


Ich schreibe Euch hier mal mein "Standardrezept" auf, welches man dann nach Lust und Laune abwandeln kann.

Zutaten:

1 Fleischwurst
(normalerweise verwendet man hier Jagdwurst am Stück, aber die bekomme ich hier eher selten... )
1 Zwiebel
1 Packung passierte Tomaten
Ketchup
Salz, Pfeffer
Brauner Zucker
Tessiner Kräuter (die gab's damals bei uns natürlich noch nicht, Basilikum tut's auch *g*)
Wasser

(alternativ kann man noch frische Champignons und ein paar geräucherte Schinkenwürfel mit dazugeben, auch ein paar Erbsen machen sich in der roten leckeren Sauce sehr gut)

Zubereitung:

Zuerst schneidet Ihr die Fleischwurst in grobe Würfelchen. Die Zwiebel wird ebenfalls klein gewürfelt.

Jetzt etwas Margarine in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen lassen. Die Fleischwurstwürfel dazugeben und kurz mitbraten lassen.

Nun die passierten Tomaten dazugeben und alles gut durchrühren. Einen grooooßen Spritzer Ketchup aus der Flasche und etwas Wasser dazugeben und alles mit Zucker, Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken. (Die Sauce hat typischerweise einen leichten süßlichen Geschmack)

Die Sauce darf nun ca. 15 Minuten vor sich hinköcheln und dieser Zeit könnt Ihr auch schon die Nudeln kochen.

Um dieses Gericht zu vollenden wird kurz vor dem servieren noch geriebener Käse (Edamer, oder Emmentaler) darübergestreut.

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Mein Freund und ich wir lieben dieses Gericht abgöttisch und somit gibt es diese Ossinudeln bei uns wöchentlich ;-)

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Falls Ihr weitere Rezepte aus der ehemaligen DDR entdecken wollt, kann ich Euch nachfolgende Kochbücher empfehlen, die in meiner Sammlung natürlich nicht fehlen dürfen:





Und wer etwas tiefer in die kulinarische Welt der ehemaligen DDR versinken möchte, dem kann ich dieses Buch ans Herz legen:


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Wir hatten zwar nicht viel, aber wir wussten das was wir hatten zu schätzen!

Kommentare:

  1. Ich muss auch mal probieren.
    LG Nesrin

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  2. Ja, da gab's schon ein paar soulfoodmäßige Klassiker. :-)

    Gab's echt frische Champignons? In meiner Kindheit (ja, im Westen) nicht bzw. kaum, aber ich bin ja auch etwas älter.

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  3. Neee frische Champignons gab's damals natürlich nicht, deshalb hab ich das ja mit dem Tunen dazu geschrieben :) - die Pilzchen durften wir erst im goldenen Westen geniessen :D

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  4. Eigentlich komisch, daß wir in der DDR keine Zuchtpilze kannten. Andererseits haben wir unseren Pilzkonsum damals komplett aus dem Wald (Dresdner Heide) bestritten. Heute ist es bei mir umgekehrt. Eigentlich schrecklich, oder? (Die vor 2 Monaten in meinem Garten vom Gärtner umgepflügten Wiesenchampis sind übrigens nicht wieder aufgetaucht. :-( )

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  5. Das stimmt! Wir haben damals auch körbeweise Schwamme aus dem Wald geholt, die schmecken ja auch viel besser ;) aber heutzutage hat man ja dafür auch nicht mehr wirklich Zeit bzw. gibt es hier wo ich wohne weit und breit keine Schwammerl :( und so gibts bei mir auch meist nur Champignons.

    Das mit den Wiesnchampis ist ja blöd :( aber wer wei0 vielleicht kommen sie ja doch noch wieder!!

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  6. Ach ja, die guten alten Ossinudeln... ich mag die auch sehr gern und koche sie recht häufig :-) Der einzige Unterschied in meiner Vorgehensweise ist, dass ich die Jagdwurst separat mit Zwiebelwürfeln brate und nicht in die Sauce gebe. Wir mögen es ganz gern so, weil die Wurst dann schön knusprig wird.

    Boah, jetzt will ich sofort dieses Essen haben ;-)

    LG Kirsten

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  7. Echt witzig. Mein Vater macht noch heute die Spaghetti mit Jagdwurstwürfel. Ich find das bis heute extrem lecker. Das ist wohl die Alternative zu der Fleischwurst gewesen. :P

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  8. @Kirsten: Mit dem Braten das kenn ich auch noch, aber ich mags lieber, wenn die Wurscht gleich in der Soße köchelt :)

    @Tobias: Ich kann auch nicht ohne! :) So lecker, so günstig, so gut - leichter kann man mich kaum glücklich machen :D

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  9. Klingt nach Kindheit! Muss ich unbedingt mal ausprobieren ob es auch so schmeckt.

    Pilze hatten wir im Herbst, musste man nur in den Wald fahren. ;-)

    Hast du zufällig ein Rezept für die Tomatensoße die es immer zu Jägerschnitzel oder diesen Fischfrikadellen gab? Ich suche da schon ewig nach einem Rezept. LG Cinni

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