Drei Sesamkringel für Bushi

Ja ich weiß!! Der Titel ist wieder mal etwas außergewöhnlich, aber ich wollte die Themen der zwei Blogevents, um die es heute hier geht in einem Satz zusammenfassen und das kam dann heraus :-)

Als Vorlage dienten dann irgendwie Drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder 3 Engel für Charlie *lach* ja ich weiß, dass ich ne blühende Phantasie habe.... aber da ich die beiden Sachen gut finde, passt das ja perfekt!

Und wie fange ich jetzt am besten an?

Beim monatlichen Event vom kochtopf geht es dieses Mal um Köstlichkeiten aus Sultans Küchen, speziell um Türkische Genüsse. Ein tolles Thema hat sich Ninive von music, dream & more da ausgedacht. Da die türkische Küche der griechischen recht nahe kommt, mag ich die meisten Sachen schon recht gerne, wenn man die zuckersüßen Sachen am Abschluss des Essen mal weglässt ;-)

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Doch es gibt in der Türkei nicht nur Döner und Baklava, sondern es gibt unzählige Fleischgerichte (meist mit Lamm) und es wird auch viel mit Gemüse, insbesondere Auberginen & Co. herumexperimentiert und alles wird mit tausenden von Gewürzen verfeinert.


Zuerst wollte ich etwas mit Hackfleisch machen, denn auch hier gibt es viele Varianten, z.B. im Filouteig, oder Blätterteig, aber dann entschied ich mich für Simit. (ich weiß gar nicht genau, ob es hier eine Mehrzal gibt... Simits?)

Ich kenne diese knusprigen Sesamkringel noch von unserem letzten Türkeiurlaub im Jahre 2010 (die Fotos in diesem Beitrag wurden damals noch mit meiner alten Kamera geknipst). An jeder Straßenecke fand man einen kleinen klapprigen Stand mit Simit-Türmen. Und so ein kleiner Kringel hat natürlich immer Platz im Magen. Die waren aber auch lecker!!!


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Die will ich haben!! Nur hatte ich ein kleines Problem.... ich und Hefe.. wir sind wirklich keine guten Freunde und wenn es irgendwie geht, vermeide ich Rezepte, bei denen Hefe verwendet wird. Aber STOP! Ich hatte letztens von Dr. Oetker ein tolles Zutatenpaket bekommen und in diesem befanden sich auch 2 Tütchen mit Hefeteig Garant - sozusagen ein Hefefix für Backdeppen wie mich *lach* - bei diesem Produkt entfällt die übliche Gehzeit und der Teig muss nur 15 Minuten ruhen. Perfekt! Aber jetzt gab es auch schon das nächste Problem, denn auf dem Tütchen stand, dass es für 375g Mehl reicht... und mein Rezept, wenn man das überhaupt so bezeichnen kann war in Gläserangaben *schmunzel* ... naja wird schon irgendwie gehen. (Rezept findet Ihr am Ende des Beitrages)

Es hat funktioniert! Ich musste zwar nach der Ruhezeit noch etwas Mehl dazugeben, aber das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen. Auch die Zubereitung mit dem Backhelferlein hat gut geklappt und ich hatte keine Teigbatzen an den Händen kleben und war nicht am Rande des Wahnsinns! Für mich ein Grund öfters mal etwas mit Hefe zu machen!


Die Sesamkringel haben wir dann noch lauwarm zum gestrigen Brunch gegessen und wir waren beide begeistert! Außen knusprig und innen fluffig. Das einzige was bei diesem Gebäck etwas stört ... man hat hinterher überall Sesamkörnchen liegen, denn die bleiben bei der Menge natürlich nicht alle kleben, aber es gibt schlimmeres. Ich hatte dann noch 4-5 Stück übrig und habe diese nach dem Auskühlen in ein Leinentuch gewickelt und anschließend in eine Plastiktüte gegeben, weil ich der Meinung war, dass dies die beste Aufbewahrungsmöglichkeit wäre..... aber heute früh war ich gar nicht mehr so erfreut... klar konnte man sie noch essen, aber so richtig fluffig und weich waren sie nicht mehr... hab ich was falsch gemacht? Habt Ihr einen Tipp für mich wie man Hefegebäck, Osterzöpfe usw. am besten aufbewahrt?


Und was hat jetzt Bushi mit diesen Kringeln zu tun? Die liebe Dorothée hat ebenfalls ein tolles Event am Start und wünsch sich von uns Köstlichkeiten, die man zu einem Open Door Event - in diesem Falle ihr Geburtstag , zubereiten kann. Eine Voraussetzung sollte sein, dass die Köstlichkeiten auch noch nach mehreren Stunden gut ausschauen, denn viele Sachen verlieren ja nach einigen Stunden ihre Ansehnlichkeit.

Open Door Geburtstags-Event (Einsendeschluss 24. März 2013)

Auch hier hatte ich sehr lange überlegt, über was sich Dorothée freuen könnte... und da ich weiß, dass sie die orientalische Küche liebt, dachte ich, dass die Sesamkringel eine gute Idee wären. Diese kann man in kleinen Körben auf den Tischen verteilen und dazu diverse Dip's, Oliven oder Käse reichen.  Ich denke, dass dies von den Gästen sehr gut angenommen wird. Oder was meinst Du liebe Dorothée? ;-)


Zum Schluss habe ich dann noch das Rezept für Euch, ich habe die Mengen auf 375g Mehl heruntergerechnet, hat soweit ganz gut geklappt. Das Original-Rezept findet Ihr hier.

Zutaten:

375g Mehl (ich habe nach der Ruhezeit noch etwas dazu gegeben)
1 Päckchen Hefeteig Garant (alternativ natürlich frische oder trockene Hefe)
150g Wasser
150g Sonnenblumenöl
150g Naturjoghurt
1/2 EL Salz
1 EL Zucker
schwarzen und weißen Sesam
1 Eiweiß - (hab ich im Eifer des Gefechts vergessen - deshalb haben die Sesamkörnen vermutlich nicht ganz so gut gehalten....)

Zubereitung:

Mehl, Hefeteig Garant, Salz, Zucker in eine Schüssel geben und gut vermischen. Jetzt in der Mitte eine Vertiefung schaffen und das Wasser, Öl und den Joghurt hinein gießen. Nun arbeitet man sich mit einem Holzlöffel von außen nach innen vor und vermischt die Zutaten miteinander, so dass ein nicht zu feuchter Hefeteig entsteht. Sollte der Teig zu feucht sein, einfach noch etwas Mehl dazugeben, bis man die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und ca. 15 Minuten ruhen lassen. Nun den Teig nochmals durchkneten und bei Bedarf noch etwas Mehl unterkneten. Jetzt werden mit den Händen kleine Teigkugeln geformt, in die Mitte ein Loch hinein pulen und dann einen Ring daraus formen. Der ring sollte nun eigentlich in eine Eiweiß-Wasser-Mischung getaucht werden und anschließend im Sesam gewälzt werden. Ohne Eiweiß ging's auch *hust*

Die Sesamringe auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen und im vorgeheiztem Backofen bei 180°C knusprig braun backen.

Uns haben die Simit leicht warm mit etwas Butter, oder mit frischem Obatzdn am besten geschmeckt :-)

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Und nun noch ein paar Fotoimpressionen eines türkischen Wochenmarktes, ich wünsche Euch noch einen sonnigen Sonntag (ja ich weiß.. im Norden herrscht totales Schneechaos...) und morgen einen ruhigen Wochenstart.

Nüsse & Kerne in allen Varianten

Granatapfelsaft - sehr vitaminreich!

Hier gibt's auch noch Fisch, frisch auf den Tisch


Kommentare:

  1. Vielen Dank liebe Alice. Da hast Du genau meinen Geschmack getroffen, wie Du weißt :-).
    Zur Aufbewahrung kann ich wenig sagen, da es bei uns kaum solche Backkunstwerke gibt.

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  2. Da krieg ich ja Fernweh, bei deinen schönen Bildern... danke sagt Ninive

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  3. ach, und wegen der Aufbewahrung- vielleicht einfach in den Backofen legen, ohne Tüte, da bleiben sie weich ohne kätschig zu werden. Dann auf dem Toaster aufbacken... so würde ichs machen.

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  4. Boah sind die toll geworden. Ich hatte neulich Doughnuts gebacken, reden wir nicht über die Optik ;-)

    Ist noch was übrig? Ich nehm ich auch schlapperig oder hart...

    Ich schlage mein Brot immer nur in ein Küchentuch ein, kein Brotkasten, kein Tüte - nix. Klappt eigentlich sehr gut.

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  5. Die sehen ja wunderbar, duftend und so türkisch aus wie ich sie noch in Erinnerung habe. Ich denke nicht, dass die da Aufbewahrt werden. Die werden einfach frisch gegessen. So und jetzt würde ich mich am liebsten in den Orient Express setzten...

    Liebe Grüße
    Anna

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