Ich und die Hefe - A NeverEnding Story

Ich kann es halt einfach nicht lassen! Immer wieder krame ich meine Hefe hervor und versuche mein Glück auf ein Neues....

Aber es zeigen sich so langsam kleine Fortschritte und ich bin sicher, dass ich in einigen Monaten ein Hefeprofi bin! ... der war gut!

In der Vergangenheit habe ich Euch ja schon bereits öfters von meinen, meist missglückten Backversuchen mit Hefe berichtet und auch meinen Versuch einen fast klassischen Osterzopf zu backen, möchte ich Euch nicht vorenthalten....

Und so schlecht sieht er doch gar nicht aus, oder? Klar ist er im Inneren noch ein bisschen schlief, aber mei..... wir haben ihn trotzdem gegessen und uns hat er auch ganz gut geschmeckt. Das fehlende Fluffige krieg ich auch noch hin!!


Das größte Problem mit dem ich bisher zu kämpfen hatte, war einfach, dass der Teig nie so wirklich aufgehen wollte und das obwohl ich diesen immer ins Badezimmer gestellt habe - das ist bei mir sozusagen der wärmste Raum. Aber anscheinend war es doch noch zu kalt.....

Jetzt habe ich mich in den letzten Tagen ein bisschen belesen und bin darauf gestoßen, das viele den Teig zum Gehen einfach in den Backofen stellen - hätte ich ja auch mal draufkommen können.... bei meinem Brot das ich gestern Abend noch schnell gebacken habe, hat das schon ganz gut funktioniert, aber auch das ist noch ausbaufähig.

Aber zurück zu meinem Hefezopf, ich habe ihn so zubereitet:

Zutaten:

500g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
325ml Milch
1 EL Zucker
6 EL Olivenöl
etwas gemahlene Vanille
Salz
1 Eigelb

Zubereitung:

Zuerst wird die Milch leicht erwärmt und die Hefe darin aufgelöst. 

Mehl, Zucker, Salz und Vanille in eine Schüssel geben, gut vermengen und in der Mitte eine große Vertiefung formen. Nun wird die Hefemischung und das Olivenöl dazu gegeben und von außen nach innen wird alles zu einem Teig vermischt. Alles gut verkneten und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. (also so sollte es natürlich sein...)

Jetzt den Teig in 3 Stränge teilen und daraus einen Zopf flechten. Den Zopf auf ein Backblech setzen und zugedeckt nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen.

Bevor es in den Ofen geht, das Eigelb noch verquirlen und den Zopf damit einpinseln.

Im vorgeheiztem Backofen bei 175° (Umluft 150°C) ca. 25 Minuten backen lassen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

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Und wie isst man jetzt so einen Osterzopf am besten? Natürlich mit einer leckeren Marmelade. Und hier möchte ich Euch heute etwas Besonderes vorstellen. Vor einiger Zeit bekam ich eine sehr nette Anfrage von einem kleinen Unternehmen namens Vinos Galicien. Unternehmen klingt hier vielleicht etwas steif und unpersönlich ... es geht um Diana und Luis, einem deutsch -galicisch Pärchen, welche ausgewählte Produkte von kleinen Manufakturen aus Galicien ins kalte Deutschland bringen. Schon beim Emailkontakt habe ich gemerkt, das hier Liebe & Leidenschaft zu den Produkten im Vordergrund stehen.

Im Onlineshop der Beiden findet man eine kleine, spezielle Auswahl an galicischen Spezialitäten, wie z.B. Weine, Olivenöl, Marmeladen und andere Leckereien.

Ich durfte mir eine kleine Auswahl an Produkten heraussuchen und entschied mich unter anderem für 2 Marmeladen. Die Produkte von Solal Sana Confitura werden übrigens mit sehr wenig Zucker hergestellt und sind alle glutenfrei.


Meine Wahl fiel hier absichtlich auf Sorten, die nicht alltäglich sind, denn Erdbeermarmelade & Co. bekommt man ja in jedem Supermarkt. Bei der ersten Sorte handelt es sich um Melone-Ananas-Vanille, welche sich auch als unser persönlicher Favorit herauskristallisiert hat. Sehr fruchtig, nicht zu süß und auch nicht so fest. Sehr köstlich!


Die zweite Marmelade ist dann noch etwas außergewöhnlicher, jedenfalls für mich. Die Orangen-Karotten Variante hat eine leicht bittere Note durch die Orange, die durch die Möhre abgerundet wird. Wer die typischen englischen Zitrus-Marmeladen mag, für den ist dieses Produkt sicherlich sehr interessant. Mir schmeckt sie ganz gut, würde sie jetzt aber nicht zu meinen Favoriten zählen. Meinem Freund schmeckt sie z.B. überhaupt nicht, aber so ist das nun mal mit den Geschmäckern. :-)


Auf alle Fälle merkt man bei diesen Marmeladen, dass sie keine 0815-Produkte sind, das schmeckt man auch und wenn man diese mit einem herkömmlichen Supermarktprodukt vergleicht, schmeckt man den Unterschied. Auch für diejenigen die sich nicht wirklich sicher sind und erstmal kosten möchten gibt es hier eine Lösung - ein Geschenkset mit allen Marmeladensorten in kleinen Gläschen. Das wär doch was oder?

Die Marmeladen wurden uns zur Verkostung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank

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Ach.. um nochmal auf die Hefe zurückzukommen, ich habe ja vorhin kurz erwähnt, dass ich gestern ein Brot gebacken habe. Also nicht so komplett selbst, sondern eine Backmischung, die ich mittags beim Edeka entdeckt habe, hat mir dabei geholfen. Eher gesagt hat mich die Verpackung so sehr angesprochen, dass ich es mitgenommen habe. Hier handelt es sich um das Odenwälder Bauernbrot von Seitenbacher und so schaut's aus:


Die Zubereitung ist kinderleicht und auch das Gehen im Backofen hat ganz gut funktioniert. Die Kruste war gestern Abend so richtig schön knusprig, wie frisch vom Bäcker und jetzt werde ich gleich noch den TagDanachTest machen, aber ich glaube ich steigere mich so langsam *lach*

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Ich wünsche Euch einen schönen Tag. Und falls Ihr Euch wundert, warum ich um diese Zeit blogge.... ich muss mich gerade gewaltig ablenken, da ich dann gleich einen Zahnarzt-Termin habe.... und diejenigen die mich etwas kennen, wissen, dass es für mich nichts Schlimmeres gibt!

Kommentare:

  1. Schnucki, das wird schon! Backen ist ganz viel Routine, Ausprobieren, Erfahrung und vor allem Zeit nehmen und dem Teig Zeit geben. Das habe ich in den letzten Wochen und Monaten (2013 = Brotbackjahr!) herausgefunden. Und ich bin (war?) echt ein Backlegastheniker! Bleib am Ball! Der Hefezopf sind doch superhübsch aus!

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  2. Genau, wie Julia schon sagt - dran bleiben, dass wird :)

    Und schön das Licht vom Backofen anmachen, gelle?!

    Es geht doch nichts über den Duft von Brot im Ofen, oder? Da könnte man sich daran gewöhnen!

    Zahnarzt? Pfui, aber Dir wird es gehen, wie mir - man überlebts doch ;-)

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  3. winke-winke
    ich stell die Schüssel immer in ein mit sehr warmen Wasser gefülltes Waschbecken
    Backrohr fällt bei mir weg, da Gasherd und schwer regulierbar...
    Die Marmelade von Vinos Galizien find ich toll!
    liebe Grüße aus einem schneeigen Wien
    Michaela

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  4. Excelente entrada, Alice! Tenemos que probarlo, muy bien explicado todo!
    Besos, que pases un buen dia!

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  5. Ich stell die Schüssel auf ein Backblech und das dann auf einen Kasten rauf. Oben ist die Luft ja wärmer.

    LG, Ulrike

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  6. Das sieht doch beides schon ganz gut aus. Ein absolut anfängertaugliches Hefe-Rezept habe ich neulich gebacken: Focaccia (in zwei Varianten mit Rosmarin und mit Chili). Fladenbrot muss ja schließlich nicht stark hochgehen.

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  7. Sieht für mich perfekt aus! Lecker auch die Marmeladen, die Du vorgestellt hast.

    Liebe Grüße
    Anna

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  8. jaja...die Hefe. Ich kann dich so gut verstehen. Ich versuch mich auch immer wieder. Zwar nicht in Süß, aber in Herzhaft. So langsam taste ich mich ran. Ich hab festgestellt, dass ich wohl zu ungeduldig bin. Aber Zwiebelkuchen und Focaccia kann ich schon recht gut...

    Ich bin fest überzeugt, dass du immer besser wirst. Wie ich sehen kann, bist du auf einem guten Weg. Sieht echt klasse aus!

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  9. Der Sieht doch super aus. Da würde ich sofort reinbeißen.

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  10. ich kenn das recht gut, manche sachen wollen einfach so gar nicht klappen. aber es wird.
    ich stell meinen hefeteig immer auf die heizung, da kommt er vorher in so eine alte tupperschüssel mit deckel und wenn der deckel plopp macht weiß ich es kann weitergehen.

    das mit dem ofen hab ich auch schon gehört.
    du kommst schon noch dahinter :-)

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