Rindergulasch mit grünen Bohnen und versauter Weinbegleitung

Na? Habt Ihr die Feiertage gut hinter Euch gebracht?

Ich musste heute im Büro schon etwas schmunzeln, denn die meisten meiner Kollegen waren am Rumjammern, weil es in den vergangen Tagen bei Verwandschaft & Co. Unmengen an Köstlichkeiten gab. Und das selbstverständlich im 2 Stunden Takt! Mittagessen, Kaffeetrinken mit üppigen Torten usw.

War es bei Euch genauso?

****

Bei uns ging es ziemlich entspannt zu, da wir dieses Jahr auch nicht im Vogtland waren, konnten wir uns die Zeit ganz nach unserer Laune bzw. nach unseren Schlafgewohnheiten anpassen. Und riesige Ostermenü's mit Lamm, oder dem klassischen Karfreitagsfisch gibt es bei uns sowieso nicht, da wir uns nichts aus Fisch machen und auch die Lämmchen lieber auf der Weide grasen lassen, gab es bei uns nichts spektakuläres. Eigentlich wollte ich ja die diesjährige Spargelsaison in meiner Küche eröffnen, aber da hat uns wohl das Wetter und die Kälte einen Strich durch die Rechnung gemacht....

****

Am Samstag entschied ich mich für ein Rezept, welches ich in einer tollen Rezept-Zeitschrift gefunden hatte. Es handelt sich hierbei um eine Sonderausgabe von Hörzu mit dem Namen: Gesund kochen mit Kräutern. Hier findet man zu jedem Küchenkraut das passende Rezept, gefällt mir sehr gut. Falls Ihr das Heftchen im Zeitschriftenhandel noch seht, greift zu, es lohnt sich!

****

Und passend zum Osterfest gab es von Weine.de eine phantastische Bloggeraktion. Interessierte konnten dem sehr netten Team, den geplanten Speiseplan übermitteln und man wurde dann mit den passenden Weinen zu den Speisen ausgestattet. Da ich hier immer etwas hilflos bin und nicht so richtig weiß, welcher Wein wozu passt, nahm ich dieses Angebot sehr gerne an. Details später.


Zutaten:

600g Rindergulasch
100g Frühstücksspeck
2 Zwiebeln
150ml Rotwein
300g frische grüne Bohnen
Bohnenkraut
Salz, Pfeffer, Paprika, Majoran
etwas Öl zum Anbraten

Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebeln geschält und in kleine Würfel geschnitten. Den Speck in in Streifen schneiden.

Öl in einem großen Topf erhitzen und den Rindergulasch darin von allen Seiten scharf anbraten. Jetzt Zwiebeln und Speck dazugeben und alles gut anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind und der Speck knusprig braun ist.

Mit Rotwein und ca. 350ml Wasser ablöschen und kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprika und Majoran würzen. Den Gulasch aufkochen und zugedeckt ca. 90 Minuten köcheln lassen. 

Nach 70 Minuten Kochzeit werden die geputzen und klein geschnittenen Bohnen dazu gegeben und mitgegart. Reichlich Bohnenkraut in den Topf geben und alles gut verrühren. Die Bohnen sollten noch einen leichten Biss haben.

Nochmals mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Am besten passen Knödel oder Kartoffeln zu diesem deftigen, leckeren Gulasch.

****

Kommen wir nun zum Wein. Zu diesem Gericht wurde uns ein kräftiger Rotwein empfohlen und als Auswahl erhielten wir eine Flasche Phaia, mit dem wunderbaren Beinamen "Die Drecksau". Ja Ihr habt richtig gelesen! Der Wein heißt wirklich so und ich war schon von der Bezeichnung geflasht. Wo hat man das schon.....


Der Rotwein stammt vom Weingut Villa Wolf und hat mir persönlich sehr gut geschmeckt. Ich versuche ja immer wieder die Aromen vorm Trinken herauszuriechen, aber so ganz klappt das noch nicht. Bei der Phaia war ich mir ziemlich sicher, dass ich eine ziemlich starke Schokoladennote, gepaart mit dunklen Beeren herausschmeckte... naja nicht ganz ;-)

Folgende Aromen finden sich in der Drecksau wieder:

Brombeere, Holz, Karamell, Kirsche, Minzen und Pfeffer

... immerhin war ne Beere dabei *zwinker*

Der Wein passt hervorragend zu:

dunklem Fleisch (also z.B. Rindergulasch), Gerilltem, Geschmortem, Wildfleisch, aber auch zu Pizza

Auch meinem Schatz, der normalerweise nur Bier trinkt, hat dieser Wein sehr gut geschmeckt und das will schon was heißen ;-)

Der Preis für ein Flasche beträgt EUR 12,00  - ein stolzer Preis, aber dieser Wein ist es mit Sicherheit wert. Zu besonderen Anlässen, oder als Geschenk - absolut empfehlenswert!

****

Der Wein wurde uns zur Verkostung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen