Kulinarischer Ausflug in die Schweiz - Älplermagronen mit Apfelschnitzen

Einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr ist es ja, mehr aus meinen Kochbüchern zu kochen und deshalb habe ich mir jetzt etwas einfallen lassen, um dieses Vorhaben auch zu erfüllen. André und ich werden uns jetzt immer im Laufe der Woche ein Rezept aus einem Buch heraussuchen, welches dann am Wochenende gekocht wird. Das hat auch den Vorteil, dass der Einkaufszettel für Freitag steht und ich muss mir kurz vorm Wochenende nicht noch den Kopf zerbrechen.

Die Rezepte die sich André aussucht (also wahre Männergerichte *lach*) laufen dann unter der Kategorie AKW (André's kulinarisches Wunschkonzert), die ich letztes Jahr schon ins Leben gerufen habe.

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Und gestern ging es auch schon los! Ich entschied mich für ein Rezept, dass ich so noch nie gekocht bzw. gegessen habe, denn die Kombi aus Pasta und Kartoffeln konnte ich mir bis gestern gar nicht vorstellen. Aber wenn man bedenkt, dass die Schwaben Spätzle und Linsen kombinieren..... heutzutage gibt es ja nichts was es nicht gibt... ;-)

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Das Rezept stammt übrigens aus einem Betty Bossi Kochbuch namens Schwiizer Chuchi und ich hatte es damals bei einer Gewinnaktion von BB gewonnen. Bis jetzt hatte ich daraus noch nichts nachgekocht, warum? ... keine Ahnung....

Wenn ich an die Schweizer Küche denke, fällt mir ehrlich gesagt auch nicht viel ein... ok Züricher Geschnetzeltes kennt ja jeder und der Berner Rösti ist auch sehr bekannt, aber dann?


Jedenfalls entschied ich mich für die Älplermagronen. Der Name setzt sich übrigens wie folgt zusammen: Älpler steht für die Bewohner der Alpen und Magronen ist nichts anderes als Makkaroni.

Diese Spezialität aus der Schweiz entstand damals, als der bekannte Gotthardtunnel - 1872 gebaut wurde. Da an diesem Projekt auch Bauarbeiter aus Italien beteiligt waren, brachten diese aus dem Süden die bekannte Pasta mit in die Schweiz. Und da diese Pasta ja nicht ständig vorhanden war, wurde das Gericht einfach mit Kartoffeln gestreckt und somit wurde ein neues Gericht geboren, welches auch heute noch sehr beliebt ist - vor allem auf Berghütten wird dieses deftige Essen sehr gerne bestellt.

Der Gotthardtunnel - Wikipedia

Älplermagronen mit Apfelschnitzen

Zutaten:

500g festkochende Kartoffeln
200g Makkaroni (Magronen)
200g geriebener Bergkäse
2 Zwiebeln
3 EL Milch
3 EL Sahne
Butter
Salz

Für die Apfelschnitze:

4-5 Äpfel
500ml Apfelsaft (oder auch Apfelwein)
etwas Zimt

Zubereitung:

Zuerst werden die Kartoffeln geschält und in ca. 2 cm große Würfel geschnitten. Kartoffeln weich kochen und abtropfen lassen.

Die Makkaronis ebenfalls nach Packungsanleitung kochen und gut abtropfen lassen.

Beides wird nun in eine leicht gefettete Auflaufform gegeben und dort vorsichtig vermengt. Der Bergkäse wird nun großzügig darüber gestreut.

Die Form in einen Backofen bei ca. 120° Grad geben, das Ganze sollte warm gehalten werden, aber der Käse sollte nicht zu braun werden.

Jetzt die Zwiebeln in Scheiben schneiden und in etwas Butter hellbraun anbraten und anschließend über die Magronen geben.

Milch, Sahne und etwas Salz in die "Zwiebelpfanne" geben, aufkochen lassen und ebenfalls über die Auflaufform gießen.

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Etwas Butter in einen Topf geben und die Apfelspalten (Schale kann dran bleiben) darin kurz andünsten. Mit Apfelsaft ablöschen, Zimt dazugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Die Äpfel können warm, oder auch kalt zu den Älplermagronen serviert werden.


Unser Fazit:

Dieses Gericht ist ja mal total oberlecker, auch wenn wir uns das vorher nie vorstellen konnten. Mich erinnert dieses Essen etwas an Kässpätzle, auch vom Geschmack her. Die braunen Zwiebeln, die süßen zimtigen Äpfel passen so gut zusammen, dass man dieses Essen einfach lieben muss.

Wer Kässpätzle mag, der sollte diese Kombi unbedingt einmal ausprobieren!

Kommentare:

  1. hi,

    bin sehr früh über dein Fazit, weil ich hab mir das jetzt auch nicht so wirklich vorstellen können, also ich bin ja nicht so mutig was süß & deftig in Kombi angeht aber wenn du sagst es passt, dann wird es schon.

    Habe letztens auch mal eine Apfel-Sellerie-Suppe gemacht, konnte ich mir vorher auch ned vorstellen, aber passt gut zusammen.

    lg Netzchen

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  2. Ja genau so was essen wir Schweizer Eidgenossen :)
    Was ich persönlich immer weg lasse sind die braunen Zwiebeln...
    Bin schon gespannt aus welchen Kochbuch ihr nächste Woche kocht.

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  3. Liebe Manuela, das mit den Zwiebeln ist wohl Geschmackssache, wie ich bereits mitbekommen habe ;-)

    Am Wochenende haben wir aus "Einfach. Gut. Bachmeier" und aus "Curry" gekocht ;-) und beides war total lecker ;-)

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  4. Ja, wir Eidgenossen lieben die Kombi Herhaft und Süss, auch z.B. G'hackets und Hörnli mit Apfelmus. Schau mal ob es auch in der Schwiizer Chuchi zu finden ist. Und das i-Tüpfelchen und etwas abgewandelt bei den Älplermakkronen: die Kartoffeln anbraten statt im Salzwasser kochen und richtig viel Zwiebeln drauf...

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