Aromatic Meat Lo(af)ve - Amerikanischer Hackbraten

Ja ich weiß.... ich wollte Euch dieses Knaller-Rezept bereits vergangene Woche zeigen, aber wie so oft kommt da hin und wieder mal etwas dazwischen und das Bloggen bleibt auf der Strecke, aber was erzähl ich Euch das überhaupt... Ihr kennt das sicherlich alle, wenn nicht mach ich irgendwas falsch...

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Bevor es los geht, möchte ich mich aber zuerst bei Zorra und bei Bella für das aktuelle Blogevent "Kulinarischer Roadtrip durch die USA" bedanken, denn ohne dieses hätten wir wohl nie dieses phantastische Rezept ausprobiert!

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

USA und das Essen, das ist ja auch so ne Geschichte. Wenn man gefragt wird, was so typisch amerikanisch ist, dann allen einem zuerst Burger, Hot Dogs, Brownies, Cookies und der berühmte New York Cheesecake ein, aber dann wird's schon etwas dünne....

Als ich 2004 zum ersten Mal (bis jetzt gab es auch keine Wiederholung) in Kalifornien war, habe ich mich ehrlich gesagt auch noch nicht wirklich für gutes Essen interessiert. Damals futterten wir uns von einem Burgerhaus zum nächsten Sandwichladen durch, wobei man sagen muss, dass es dort wirklich die besten Burger gibt!! Wenn ich an die riesigen Supermärkte zurück denke, in denen man sich aufgrund der sehr kühlen Temperaturen am besten mit einem Pelzmantel ausrüsten sollte, kann ich mich auch nur noch an sehr teures, frisches Gemüse und Unmengen an Bier erinnern. Da wundert es mich auch nicht, dass viele Amerikaner auf günstiges Fast Food zurückgreifen, denn das Gemüse wäre mir auch zu teuer!

Ich muss gerade etwas schmunzeln.. als ich mir eben noch einmal die Fotos von damals durchgesehen habe, musste ich feststellen, dass es Kein einziges!! Foodfoto gibt - unglaublich aber wahr!

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Während meiner Blogzeit habe ich dann auch schon einige amerikanische Rezepte ausprobiert, die ich auch heute noch hin und wieder zubereite. Zum einen wäre das der typische Krautsalat namens Cole Slaw, aber auch der Cheesecake fasziniert mich jedes Mal aufs Neue und deshalb gibt es diesen schon in mehreren Varianten bei mir. (New York Cheesecake und California Cheesecake mit Pekannüssen).

Aber das war's dann auch schon, aber glücklicherweise habe ich ja mehrere Kochbücher zum Thema USA, die ich in den letzten Tagen sehr lange durchforstet habe. Schon am Beginn meiner Recherche fiel mir auf, dass es in den USA unzählige Varianten von Hackbraten gibt, was mich auch irgendwie etwas erstaunte. Seit der Kolonialzeit, Mitte des 19. Jahrhunderts, ist der Hackbraten aus Amerika nicht mehr wegzudenken. Einst wurde dieser meistens aus Kalbfleisch zubereitet, aber heutzutage empfiehlt sich eine Mischung aus Kalb-, Schweine- und Rindfleisch, weil dadurch der Braten aromatischer und lockerer wird. Auch auf eine kräftige Gewürzmischung sollte man nicht verzichten, denn der Geschmack wird während der Backzeit weniger und das wollen wir ja nicht! Hackbraten wird meist in größeren Mengen zubereitet, da man ihn hinterher auch noch gut weiterverwenden kann, z.B. für Sandwiches usw.


Und nun zum Rezept, welches aus dem Buch USA Kochbuch von Sheila Lukins (Rezension folgt) stammt. Wie immer habe ich einige Zutaten ersetzt, oder komplett weggelassen. :-)

Zutaten:

1 kg gemischtes Hackfleisch (Schwein/Rind)
1 Zwiebel
2 Möhren (ich hab hier 2 Purple Haze genommen) 
2 Knoblauchzehen
1 Ei
Semmelbrösel
220g Frühstücksspeck in Streifen (Bacon)
1 TL getrocknetes Basilikum
1/2 TL Chiliflocken
1 TL Zimt
1 TL Musaktnuss gemahlen
1/2 TL Piment
3 EL HEINZ Ketchup
3 EL Barbecue Sauce
125ml Schlagsahne
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

(weggelassen habe ich: 1 Selleriestange, 1 grüne Paprikaschote und Tabasco)

Zubereitung:

Zuerst wird die Zwiebel, die Möhren und der Knoblauch in kleine Würfelchen geschnitten. Dann erhitzt Ihr etwas Öl in einer Pfanne und lasst darin das Gemüse etwa 10 Minuten garen.


Inzwischen wird die Gewürzmischung für den Hackbraten hergestellt. Dafür gebt Ihr Basilikum, Muskat, Zimt, Chili, Piment, Salz und Pfeffer in eine kleine Schüssel und vermengt das Ganze. Die Gewürze werden nun zum Gemüse in die Pfanne gegeben und gut durchgeführt und alles wird dann beiseite gestellt.

Das Hackfleisch nun in eine große Schüssel geben. Sahne, Ei, Ketchup und Barbecuesauce in einer separaten Schüssel verrühren und dann zum Hackfleisch geben. Semmelbrösel darübergeben und alles gut mit den Händen vermengen. Jetzt kommt das Gemüse noch dazu und alles wird gut vermischt. Sollte die Masse noch zu feucht sein, einfach noch ein paar Semmelbrösel untermischen. Sollte die Masse zu fest sein, einfach noch etwas Ketchup, oder Barbecuesauce dazu geben.

Backofen auf 180° Umluft vorheizen.

Aus der Hackfleischmasse wird nun ein großer, ovaler Laib geformt, der in eine passende Auflaufform gesetzt wird. Bevor das Ganze in den Ofen wandert, wird der Hackbraten noch mit Speckstreifen umhüllt. Das sieht dann in etwa so aus:


Der Hackbraten darf nun ca. 1 Stunde im Backofen fertig backen bis der Speck richtig schön knusprig ist.


Bei uns gab es dazu Kartoffelbrei und noch einen Rest Sauerkraut. Für viele ist unser Kartoffelbrei wohl eher Kartoffelstampf, aber auch das ist von Region zu Region verschieden. ;-)


Unser Fazit:

WOW! Das ist der beste Hackbraten den wir bis jetzt gegessen haben. Schon alleine die Vielfalt der Gewürze ist wahnsinnig toll, der Zimt und das Piment und auch die rauchigen Aromen harmonieren zusammen einfach megamäßig! Der Hackbraten ist total saftig und hat durch die Chili auch noch eine ganz leichte Schärfe. Auch am nächsten Tag war der Braten noch total lecker! Das ist definitiv ein Rezept, dass wir beim nächsten Besuch der Eltern bzw. Schwiegereltern servieren werden.

Kommentare:

  1. Liebe Alice, Du hast mir soeben DEN perfekten Tipp fürs Mittagessen gegeben. Ich liebe Hackbraten.
    Herzlichst, Renat

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  2. Vielen Dank für deinen Beitrag!
    Wow, dass ist ja mal ein ordentlicher Fleischklops ;-)
    Ich habe übrigens wirklich noch nie Hackbraten gemacht, dass wäre ja jetzt mal ein Anlass, mit ner schönen Portion Coleslaw und Mashed Potatoes dazu, warum nicht?
    VG Bella

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  3. Sehr lecker! Hackbraten könnte ich auch mal wieder machen :)
    Rezept ist schon gespeichert.

    Und nach Amerika könnte ich auch mal wieder, wann starten wir?

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  4. Freut mich sehr, dass Euch das Rezept so gut gefällt!

    Solltet Ihr in ausprobieren, würde ich mich über ein kleines Feedback freuen.

    @Sandra: Ich wäre sofort dabei, wenn wir nen Sponsor finden! :D

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