Kochbuchrezension: Arme Ritter und Errötende Jungfrauen

Es gibt ja eine Menge an Rezepten, bei denen man aufgrund des Namens meist etwas ins Stutzen gerät. Oder wisst Ihr auf Anhieb was z.B. ein Holländischer Hochzeitsmacher, ein Schwarzer Magister, oder Teufel zu Pferde sind?

Ich wusste es nicht, bis dieses wunderbare Büchlein bei mir einzog. Klar weiß ich was ein Strammer Max, oder ein Rehrücken ist, aber wie diese Namen entstanden sind, weiß man nur selten. Und bei den meisten dieser meist merkwürdigen Titel, gibt es in diesem Buch die Erklärung inklusive Rezept dazu. In diesem Buch findet man keine perfekten Fotos, sondern passende Illustrationen zur jeweiligen Speise.


ISBN 3517008206
144 Seiten

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Menschlich - allzu menschlich

Im ersten Kapitel dieses Buches dreht sich alles um Rezepte, deren Titel in irgendeiner Weise etwas mit einem Menschen zu tun hat.

Beispiele:

  • Aposteltorte
  • Ausgezogene
  • Großer Hans
  • Jan im Sack
  • Mohrenköpfe
  • Ohnmächtiger Priester
  • u.v.m.

Hier wird auch deutlich, dass manche Namen aus anderen Ländern übernommen wurden und schließlich leicht abgewandelt wurden. Ein gutes Beispiel ist hier der Ohnmächtige Priester, der auch als Imam der in Ohnmacht fiel bekannt ist. Es handelt sich hier um eine türkische Nationalspeise, die bei den Griechen als Kleine Schuhe bezeichnet wird. Wirklich höchst interessant!


Wilde und zahme Tiere

Auch Tiere kommen oft in Rezept-Titeln vor so gibt es beispielsweise ein klassisches Weihnachtsgebäck, welches den Namen Bärentatzen trägt - Warum? Weil die Form dieser Kekse einer Bärenpfote nachempfunden wurde. Alternativ wird dieses Gebäck auch als Hahnenkämme bezeichnet.

Weitere Beispiele:

  • Bamberger Spatzen
  • Hummelkuchen
  • Katzenzungen
  • Ochsenaugen
  • Storchennester
  • u.v.m.



Aus der Pflanzenwelt

Auch die Natur hat einigen Rezepten ihren Namen gegeben. Wisst Ihr warum die Kichererbsen eigentlich Kichererbsen heißen. Nein man muss sich davon nicht kaputtlachen und man bekommt auch keinen Lachanfall - eigentlich ganz einfach, denn der Name leitet sich von der lateinischen Bezeichnung cicer ab, was Kichererbse bedeutet.

Weiterhin findet Ihr in diesem Abschnitt z.B. Äpfel im Schlafrock, eine Baumwollsuppe, Tannenzapfen und mehr.


Haus und Hof

Ja auch hier kann man so einige Speisen finden bzw. ableiten. So gibt es den Elf-Löffel-Strudel, Hobelspäne, Schuhsohlen, ein Kopfkissen und noch andere kuriose Sachen zu entdecken. Ja wir sind immer noch beim Kochen & Backen! *zwinker*

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Von Himmel, Erde und Hölle

Als ich diese Überschrift zum ersten Mal gelesen habe, fiel mir natürlich sofort das Gericht Himmel und Erde ein, denn das ist ja in ganz Deutschland bekannt und das darf in diesem Buch natürlich nicht fehlen!

Weitere Beispiele:

  • Engelskuchen
  • Feenspeise
  • Goldene Passauer Haube
  • Liegnitzer Bomben
  • Windbeutel
  • u.v.m.


Allerlei

Und jetzt sind wir schon beim letzten Kapitel angelangt. Schade eigentlich, denn es macht viel Spaß in diesem Buch zu blättern. Auf den abschließenden Seiten findet Ihr Rezepte, die nicht so wirklich in eine der o.g. Abschnitte passt. 

Beispiele:

  • Handkäs mit Musik
  • Kladderadatsch
  • Liebesknochen
  • Schillerlocken
  • Verschlungene Gedanken
  • und mehr

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Was soll ich jetzt noch großartig sagen, Ihr habt sicherlich beim Lesen schon gemerkt, wie toll ich dieses Buch finde! Und Ihr wolltet doch schon immer mal wissen, was sich hinter so manchem komischen Rezept-Namen verbirgt, oder? Dieses Buch wird Euch dabei eine große Hilfe sein.

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Meine Bewertung:



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