Gulyásleves és Krumplis pogácsa

Was ist denn heute mit der Überschrift los? Tastatur kaputt, oder sowas in der Art? Natürlich ist alles in bester Ordnung, ich wollte Euch nur die ungarische Sprache etwas näher bringen, denn Gulaschsuppe und Brötchen aus Kartoffel-Hefeteig hören sich ja irgendwie nicht so spektakulär an.... ;-)

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Erinnert Ihr Euch noch an meine recht regelmäßigen "Ungarn-Posts"? Hier habe ich Euch ja bereits einige Spezialitäten und auch die dazu passende Literatur vorgestellt. Es gab richtigen Gulasch, so wie wir ihn in Deutschland kennen, oder fluffige Kakaoschnecken u.v.m, aber die typische, ungarische Gulaschsuppe hatte ich bis jetzt nicht wirklich auf dem Schirm. Schade, denn die ist wirklich richtig lecker!


Zutaten:

2 Zwiebeln
600g Rindergulasch
3 Knoblauchzehen
2 Möhren
2 Petersilienwurzeln
1 kleines Stück Sellerie
500g Kartoffeln
1 TL gemahlenen Kümmel
3 EL süßes ungarisches Paprikapulver
Sonnenblumenöl
Salz

Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebeln geschält und in kleine Würfel geschnitten. Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin solange anbraten, bis sie leicht braun sind. Jetzt die Fleischstücke dazugeben und alles so lange dünsten lassen, bis das Fleisch eine hellere Farbe angenommen hat. Wenn der entstandene Fleischsaft komplett verdampft ist, wird das Paprikapulver, der Kümmel und 200ml Wasser hinzugefügt. Alles gut verrühren und so lange warten, bis die Flüssigkeit komplett verkocht ist. Jetzt werden weitere 200ml Wasser dazu gegeben und das ganze Spiel wird ca. 3-4 mal wiederholt, bis das Fleisch weicher geworden ist. (Das hört sich jetzt ziemlich langwierig an, aber genau so habe ich die Fleischzubereitung auch in Ungarn gelernt, haltet durch! Es lohnt sich!) Jetzt wird der klein gehackte Knoblauch, Salz und 2 Liter Wasser in den Topf gegeben. Jetzt kommt noch das klein gewürfelte Gemüse dazu und alles darf ca. 20 Minuten köcheln, so lange bis alles gar ist. Vor dem Servieren nochmals mit Salz und evtl. etwas Kümmel abschmecken.

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Aber das ist nicht die einzige Köstlichkeit aus Ungarn, die ich Euch heute zeigen möchte. Wenn man beispielsweise in Budapest durch die Straßen schlendert sieht man an fast jeder Ecke kleine Bäckereien, oder unscheinbare Geschäfte in denen frisch gebackene Pogácsa verkauft werden. Es gibt diese fluffigen "Brötchen" in vielen verschiedenen Sorten, mit Käse, Kräutern usw. und man isst sie meistens zwischendurch als Snack, aber man kann sie auch zur o.g. Gulaschsuppe essen. Ein wahres Allroundtalent :-)


Und das ist sogar eines der wenigen Rezepte mit Hefe, wo ich keine Probleme mit dem Teig hatte ;-)

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Zutaten:
(für ca. 25 Stück) - ich habe das Rezept durch 3 geteilt und es hat super geklappt

Achtung: Der Teig muss über Nacht im Kühlschrank ruhen, Ihr müsst also auch hier ein bisschen Geduld haben!

35g Hefe
30g Puderzucker
50ml Milch
400g gekochte Kartoffeln
400g Butter
40g Salz
3 Eigelb
700g Mehl

Zubereitung:

Zuerst wird die Hefe, zusammen mit dem Puderzucker in lauwarme Milch eingerührt und diese Mischung darf dann an einem warmen Ort ca. 1/2 Stunde ruhen. 

In der Zwischenzeit könnt Ihr die gekochten Kartoffeln schon mit einem Stampfer zerdrücken und mit Butter, Salz und den Eigelben vermischen.

Mehl und die Hefe-Mischung zur Kartoffelmasse geben und mit den Händen zu einem Teig verkneten. Die Schüssel abdecken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag wird der Teig noch einmal kurz durchgeknetet und wird dann anschließend ca. 1cm dick ausgerollt. Mit einem runden Ausstecher, oder einem Saftglas werden nun Scheiben ausgestochen, die an einem warmen Ort nochmals ca. 30 Minuten ruhen dürfen. Vorm Backen werden die Teigscheiben noch kreuz und quer mit dem Messer eingeschnitten, so entsteht das typische Muster :-)

Backofen auf 180°C vorheizen und die Pogácsa ca. 10-15 Minuten backen lassen, bis sie eine schöne Bräune haben.


Am besten schmecken die Pogácsa übrigens, wenn sie noch leicht warm sind - Butter drauf und mehr braucht's eigentlich ned!

Und wisst Ihr was? Als wir vor ca. 2 Wochen durch Erding geschlendert sind, standen wir auf einmal vor einer kleinen ungarischen Bäckerei!! in der lauter landestypische, traditionelle Gebäckspezialitäten verkauft werden - ich konnte es gar nicht glauben und habe mich natürlich auch gleich umgeschaut und eine leckere Kakaoschnecke vernascht! Toll das es sowas gleich bei mir ums Eck gibt!!

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Beide Rezepte stammen übrigens aus dem Kochbuch Ungarische Küche , welches ich im Rahmen von Jeden Tag ein Buch ebenfalls noch detaillierter vorstellen werde.

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