Kochbuchrezension: Brasilianisch feiern - festa brasilera

Als Claudia von Dinner um Acht vor einigen Tagen zum brasilianischen Blogevent aufgerufen hatte, steuerte ich zielsicher auf mein Kochbuchregal zu, um ein passendes Buch für dieses tolle Event herauszusuchen. Doch ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich gar keins besitze! Das gibt es ja nicht!

Nachdem ich bei Amazon herumstöberte, fiel mir auf, dass es kaum brasilianische Kochbücher gibt... wieso eigentlich? Ist diese Küche nicht so beliebt, oder nicht international? Ein Buch weckte bei meiner Recherche dann doch mein Interesse und das lag nicht nur an der passenden CD mit feurigen Samba-Klängen, die dem Buch beiliegt.

Macht Euch auf etwas gefasst und vergesst nicht die Lautsprecher anzumachen, denn die Musik darf bei dieser kulinarischen Reise nicht fehlen!


von Monika Graff
136 Seiten inkl. Audio CD
ISBN 9783775004411
EUR 28

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Bei diesem Buch handelt es sich nicht um ein klassisches Kochbuch, es ist eine abenteuerliche Reise durch dieses wundervolle Land, welches von passenden Klängen begleitet wird. Die Musikstücke auf der Audio-CD entführen Euch auch in die abgelegensten Ecken Brasiliens.

Das Buch ist auch nicht in standardmäßige Kapitel, wie Hauptspeisen, Desserts u.a. unterteilt, sondern man lernt in jedem Kapitel eine andere Region und ihre Spezialitäten kennen. Umrahmt von kurzen Geschichten und interessanten Fakten. Und das besondere daran ist, dass quasi jeder Abschnitt einem Musiker, wessen Song man auf der CD findet, gewidmet ist.

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1. silvia torres: take saravá



Rund um Bahia

In dieser Region werden die meisten Gerichte mit Fradinho-Bohnen zubereitet, welche im Normalfall zu Püree verarbeitet werden, aber auch Chilis und Zwiebeln dürfen hier nicht fehlen.

  • Bohnenpäcken - Abará
  • Stockfisch-Bällchen - Bolinhos de bacalhau
  • u.v.a.
2. celso machado: despedida




Rund um Sao Paulo

Das maritime Leben spielt in dieser Region auch heute noch eine große Rolle und demnach gibt es hier jede Menge Fisch und Meeresgetier.

  • Krabben-Pastetchen - Empadinhas de camaroes
  • Lelés Fischeintopf - Moqueca de Lelé
  • u.v.a.

3. nazaré pereira: clarao de lua



Rund um Belem

Wusste Ihr, dass in diesem abgelegenen Dorf im Norden Brasiliens der Lambada entstanden ist? Ich nicht, aber man lernt ja täglich etwas neues dazu. In dieser Region leben heute noch zahlreiche Viehhüter, die ziemlich hart arbeiten müssen. Die Küche dagegen ist relativ einfach und es gibt fast täglich Bohnen und Reis.

  • Bohnen, einfache Art - Feijao caseiro
  • Weißer Reis - Arroz branco
  • u.v.m.

4. joao bosco: vatapa


Rund um Ponte Nova

Dieser Song passt quasi wie die Faust aufs Auge! Vatapa ist nämlich eine traditionelle bahianische Speise, welche in verschiedenen Varianten zubereitet werden kann. Ihr findet hier z.b. eine Variante mit Fisch.

"Mit 10 Dollar und einer Frau aus Bahia kann man Vatapá machen"

  • Vatapá
  • Geflügel-Xinxin - Xinxin de galinha


5. rosa passos: águas de marco



Rund um Manaus

Wer einmal in diese Region reist, der sollte unbedingt eine Flussfahrt auf dem Amazonas bzw. eine, seiner vielen Nebenflüsse machen. Hier gibt es unzählige Tiere und man kann eine Pflanzenvielfalt bestaunen, die es wohl nirgendwo auf der Welt gibt. 

  • Klippfisch nach Art der Capixaba - Bacalhau a Capixaba
  • Fisch im Bananenblatt - Peixe na folha de bananeira
  • u.a.
Aus diesem Abschnitt habe ich auch bereits ein Rezept nachgekocht, welches Ihr dann in den nächsten Tagen auf meinem Foodblog finden werdet (Link folgt!). Einen kleinen Vorgeschmack kann ich Euch aber schon mit diesem Foto bereiten:

Zum Rezept: KLICK


6. jorge ben: o namorado de viuva



Rund um Rio

In dieser Region merkt man stark die portugiesischen Einflüsse des Landes, welche sich auch in der Küche wiederfinden. So wird der Cozido - ein portugiesischer Eintopf ziemlich oft in sehr großen Mengen zubereitet.

  • Bohnen-Fleischeintopf - Feijoada completa
  • Cozido - Fleisch-Gemüse-Eintopf - Cozido


7. clara nunes: canto das tres racas




Rund um Minas Gerais

Wer sich in dieser Gegend einmal aufhalten sollte, der wird an der Stadt Ouro Preto nicht vorbeikommen, denn dieser Ort wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Ein Ort an dem man die Zeit vergisst, denn es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten und schöne Sachen zu bestaunen. Und wenn sich der sternenklare Himmel aufgetan hat, dann ist es hier Zeit zum Essen und es werden deftige und großzügige Speisen aufgetafelt.

  • Geschmorter Schweinebraten - Lombo de porco assado
  • Fleisch vom Grill - Churrasco
  • u.a.

8. chico césar: mama áfrica



Im Nordosten Brasiliens

Brasilien ist so vielseitig, das konnte ich mir bis jetzt gar nicht vorstellen! In diesem Abschnitt fließen afrikanische und jamaikanische Aromen, gemixt mit den passenden Klängen, zusammen. Faszinierend!

  • Innereien-Eintopf - Sarapatél
  • Geschmorter Ochsenschwanz - Rabada
  • u.a.

9. zeca blaeiro: essas emocoes!




Ein weiterer Blick in die Nordost-Küche Brasiliens

An kaum einen Fleckchen Erde findet man so viele verschiedene Früchte, Gemüsearten, Kräuter und Gewürze wie hier! Zu den beliebtesten zählen hier definitiv Mangos und Chashewfrüchte.

  • Ambrosia
  • Baba de moca - eine Art Schaumspeise
  • u.a.

10. martinho da vila: visco da jaca




Rund um Vila Verde

Auch die Kokosnuss zählt in Brasilien schon fast zu den Grundnahrungsmitteln, daraus werden meist exotische Nachspeisen gezaubert.

  • Tapioka-Kokos-Speise - Cuscuz de tapioca
  • Eier-Kokos-Leckerei - Quindins de Yaya

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11. beth carvalho: danca de solidao



Im Hinterland von Bahia

Brasilianer werden auch als "Süßschnäbel" bezeichnet - sie zaubern üppige und süße Kuchen in allen Varianten. Aber auch ungewohnte Backwerke, die erst süß und dann pikant schmecken kann man hier finden.

  • Gepfefferter Kokoskuchen - Bolo pimentado
  • Cashew-Kuchen - Bolo de caju
  • Schokoladenkuchen mit Paranüssen - Bolo de chocolate com castanhas do Pará


12. chico buarque: cantando no toró




Die fruchtige Seite Brasiliens

Wie bereits kurz erwähnt gibt es in Brasilien eine Vielzahl an exotischen Früchten. Bananen, Limetten, Mangos, Ananas, Kokosnüsse u.v.m. lassen keine Wünsche mehr offen.

  • Ananas-Sorbet - Sorvete de abacaxi
  • Avocado-Sorbet - Sorvete de abacate
  • u.a.
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13. geraldo azevedo: berekeké



Rund um den Äquator

In den zahlreichen malerischen Küstenstädten bummelt man am besten durch die kleinen Gässchen und lässt sich dann in einem romantischen Cafe nieder und genießt dort frisch gepresste Säfte in den ausgefallensten Geschmacksrichtungen.

  • Annonen-Saft - Suco de cherimoya
  • Limetten-Batida de limao
  • und er Klassiker - ein Caipirinha darf natürlich auch nicht fehlen!

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Am Ende des Buches findet man noch ein sehr ausführliches Stichwortverzeichnis, welches man bei diesem Buch auch braucht. Die brasilianischen Begriffe werden hier wirklich sehr gut und vollständig erklärt.

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Ja was soll ich sagen! Ich bin grade fix und fertig, denn so eine abenteuerliche und musikalische Kochbuch-Rezension hatte ich noch nie! WOW! Während die passende Musik beim Schreiben immer im Hintergrund lief, wackelte ich wie ferngesteuert auf meinem Bürostuhl herum. Ich glaube langsam auch, dass diese Musik etwas magisches hat.....

Das Buch ist klasse, auch wenn ich mich mit der brasilianischen Küche an sich etwas schwer tue. Ich bin ja nicht so der Fischesser und sobald es etwas scharf wird, verkrümle ich mich ins hinterste Eck. Aber wie das nachgekochte Rezept zeigt, gibt es auch Gerichte die mir schmecken! Ihr dürft Euch also freuen :-)

Wer gerne reist, neugierig ist und Interesse an anderen Kulturen hat und vor allem neugierig auf die landestypische Musik Brasiliens ist, der sollte sich dieses Buch zulegen.

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Meine Bewertung:




Vogtländischer Kartoffelsalat

Julia von German Abendbrot möchte wissen, in welcher Region bzw. in welchem Land es wohl den besten Kartoffelsalat gibt, klar dass ich bei diesem Blogevent dabei bin, denn unser vogtländischer Kartoffelsalat schmeckt uns am besten! Klar habe ich in den letzten Jahren auch schon viele andere Salate ausprobiert - mit Brühe, mit Öl und Essig usw. - aber Mama's Salat bleibt nun mal an Nummer 1 stehen. Heute gibt es bei mir das klassische Rezept ohne großen Schnickschnack. Manchmal werden kleinere Sachen variiert, so kann man diesem Salat beispielsweise noch gekochte Eier, oder auch einige grüne Erbsen zugeben. Aber das Grundrezept bleibt immer gleich und dafür benötigt Ihr folgendes:

#kulinarischeswunderland

Festkochende Kartoffeln (am besten vom Dorfbauern ums Eck *g*), saure Gurken - inklusive Gurkenwasser!, Fleischsalat, Zwiebeln, Senf, Salz und Pfeffer. Ich gebe gerne noch etwas frische, oder getrocknete Petersilie dazu. Und mehr braucht's ned und Ihr werden sehen das es schmeckt! Ich muss mich ja schon immer beherrschen, dass ich mich nicht immer wieder an der Schüssel vergreife, während der Salat durchzieht.  (zu den Mengen kann ich leider keine Angaben machen, denn das passiert bei der Zubereitung stets aus dem Handgelenk, aber wer täglich in der Küche steht, für den dürfte das kein Problem sein)

Zur Zubereitung muss ich glaube nicht viel erzählen, oder?

Kartoffeln kochen, inzwischen die Gurken und die Zwiebeln kleinschneiden und alle Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. Der Salat sollte dann mindestens 2 Stunden in einer verschließbaren Schüssel, wie z.B. diese hier, durchziehen. Achtet darauf das dieses nicht im Kühlschrank geschieht, denn es gibt meiner Meinung nach nichts Schlimmeres als eiskalter Kartoffelsalat! Geht für mich überhaupt nicht, denn so schmeckt man die einzelnen Komponenten gar nicht heraus.

#kulinarischeswunderland

Der Salat ist der perfekte Begleiter zu Grillfesten, oder auch bei spannenden WM-Spielen darf er bei uns nicht fehlen. Auch Nichtvogtländer sind bereits mehrmals in den Genuss dieser regionalen Köstlichkeit gekommen und was soll ich sagen - die Schüssel war immer als erstes leer - also so schlecht kann er dann nicht sein, oder?

#kulinarischeswunderland

Ich freue mich sehr, dass ich Julia zu einem Kartoffelsalat-Event inspirieren konnte und ich bin schon sehr gespannt auf die vielen Rezepte, die Ihr zu diesem tollen Event beisteuert. Das wird sicherlich eine grandiose Sammlung werden! Ihr könnt übrigens noch bis zum 13. Juli 2014 mitmachen und Euer liebstes Rezept bei Julia einreichen, die Details findet Ihr HIER.


Blogevent – Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen


Das Wichtigste bei diesem Kartoffelsalat ist definitiv der Fleischsalat und das Gurkenwasser, denn dadurch spart man sich eine Menge an Gewürzen und es schmeckt phantastisch. Probiert es einfach mal aus! :-)


"Behind the Scenes" - Ein Blick hinter die Kulissen des Wunderlands

Könnt Ihr Euch noch an das tolle Blogevent von Steph erinnern, bei dem viele Foodblogger die Türen ihrer Küche geöffnet haben? Das ist mittlerweile schon über 2 Jahre her und bei vielen hat sich einiges geändert. Und sind wir mal ehrlich -> neugierig sind wir doch alle, oder? Auch ich hatte Euch damals meine Chaosküche gezeigt, in der ich mich kaum drehen und wenden konnte, aber dieses Kapitel ist mittlerweile abgeschlossen, denn wir sind Ende letzten Jahres aufs Land gezogen und hier ist alles viel schöner! :-) Bevor ich Euch aber in den neuen heiligen Hallen herumführe, möchte ich noch sagen, dass ich immer noch der Meinung bin, dass man keine Hochglanzküche, keine Highendgeräte usw. braucht und ich finde auch, dass es nicht unbedingt authentisch herüberkommt, wenn die eigenen 4 Wände ausschauen, als wäre man mitten in einer Design-Möbel-Ausstellung und der nix rumliegt. Ich persönlich finde das auch nicht gemütlich, aber muss ja jeder selber wissen. Es gibt soviel wichtigere Dinge im Leben und genau das merken wir in den letzten 3 Wochen extrem, dass ist auch der Grund warum es hier so ruhig ist, denn unsere Gedanken und unsere ganze Kraft geben wir momentan einem Familienmitglied! Scheiß doch auf ne Designerküche! Seid froh dass Ihr gesund seid, es kann so schnell etwas passieren und dann nützt Euch das alles nichts mehr.....

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Da es in unserem neuen Heim keine Küche gab, mussten wir in den sauren Apfel beißen und uns eine neue kaufen... praktisch sollte sie sein, nicht zu teuer, aber trotzdem schick - gibt es sowas? Aber klar doch! Weil wir eine Dachgeschosswohnung haben, hatten wir leider nicht die Möglichkeit unendliche Hochschränke einzubauen, aber das war auch kein Problem, denn es war genug Platz für die unteren Schränke und somit gab es auch eine wirklich große Arbeitsfläche, von der ich in der alten Küche immer wieder geträumt habe. Eigentlich wollte ich auch gar keine dunkle Küche haben, aber da die Wände in unserer neuen Kombüse grün waren und wir uns für eine helle Arbeitsplatte im Vintagelook entschieden haben, wurde sie dann doch anthrazit ;-)


Das erste was man in meiner Küche sieht, sind wohl die Unmengen an Gewürzen, die sich zum größten Teil in diversen Regalen angesammelt haben. Ich muss aber dazu sagen, dass es hinter den Türen noch mehr gibt, aber dort stehen nur die, die ich nicht so häufig verwende. Ich mag Gewürze die eine tolle Verpackung haben, egal ob bunte Döschen, oder regionale Illustrationen, die irgendwo drauf gedruckt sind - je ausgefallener desto besser!


Im kleinsten Regal befinden sich hauptsächliche Grillgewürze, diverse Rubs usw.


Auf der linken Seite des Herdes (übrigens ein ganz normaler) seht Ihr meine geliebten Herbaria Gewürze, die ich fast täglich zum Kochen verwende.


Direkt über der Spüle hängen dann meine tollen Holzschuber-Regale, die es bereits in der alten Küche gab, hier standen sie allerdings hinter der Spüle, da ich keine Möglichkeit hatte, diese an der Wand zu befestigen.  Rechts neben der Spüle beginnt dann auch unsere Kaffe-/Geräte-Ecke. Da wir Kapselkaffee-Trinker sind hatte ich lange nach einer Lösung für die Kapseln gesucht und wurde dann letztendlich beim Dänischen Bettenlager fündig - die bunten Zigarrenkisten passen ja auch farblich optimal, oder? :-)

Und weil wir ja gerade dabei sind, oute ich mich mal als total Lock und Lock Fan (siehe beispielsweise den pinken Shaker), die Frischhaltedosen kann ich wirklich empfehlen und sie sind im Vergleich zu Tupper sehr viel stabiler, hochwertiger, sehen besser aus und sind auch noch günstiger! (Das ist meine persönliche Meinung, da ich diese Dosen schon jahrelang verwende!)


Weiter geht es mit allerlei elektrischen Geräten. Am wichtigsten ist hier natürlich die Kaffeemaschine , die wir aber nur am Wochenende verwenden, da wir auf Arbeit schon genügend Koffein zu uns nehmen ;-) - dann wäre da noch mein Blender , den ich erst letzte Woche ausgepackt habe - er stand seit dem Umzug noch herum. Als ich letzte Woche jedoch meinen ersten Erdbeershake darin zubereitet habe, war ich total begeistert von diesem Teil, vor allem von der Qualität. Der Krug ist aus massivem Glas und die Leistung - Ohlala! Da qualmt nix nach 1 Minute Gebrauch ;-)  - das hatten wir alles schon *zwinker* - und dann gibt es noch eine ganz normale Filter-Kaffeemaschine, die aber nur benutzt wird, wenn mal viele Gäste im haus sind, denn dann ist das Hantieren mit den Kapseln schon recht nervig :-) zu guter letzt ist da noch meinen Magic Chopper , den ich auch schon seit Jahren verwende und auch hier bin ich sehr zufrieden und ich habe bis jetzt keinen anderen Zerkleinerer gefunden der besser war. 


Immer in Reichweite findet man bei mir auch jede Menge Messer, Holzlöffel und andere Küchengerätschaften. Warum erst in Schubladen wühlen, wenn man die Sachen dekorativ auf die Arbeitsplatte stellen kann? Gehört für mich einfach zu einer lebendigen Küche dazu :) genauso wie ein klein wenig Schnickschnack.


Mein Herd hat seit kurzem übrigens auch einen Namen, mit dem passenden Magneten *kaputtlach* - Ein Kleiner Prinz der großes leisten muss! :-)


Und auch Frau Kampi ist immer mit dabei, wenn ich den Kochlöffel schwinge!

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Ich denke das waren die wichtigsten Sachen in meiner Küche und beim aktuellen Event, sollen wir Euch ja noch ein wenig mehr verraten. Viele fragen sich z.B. immer wieder, wo die Fotos zu einem Foodblog entstehen. Da ich nun endlich auch einen richtigen Esstisch besitze, kann es schon einmal vorkommen, dass mit dem Handy gleich dort ein Foto geschossen wird.


Wenn ich jedoch ein gutes Foto benötige, dann dauert es schon ein bisschen länger und ich verziehe mich in unser Gästezimmer, wo ich mir ein kleines Fotostudio aufgebaut habe. Vor allem wenn es draußen nicht mehr so hell ist, machen sich so ein paar günstige Tageslichtlampen wirklich gut.


Als dunklen Standard-Hintergrund habe ich mir hier einfach im Baumarkt zwei Regalbretter zurechtschneiden lassen und wenn ich den Hintergrund einfach mal wechseln möchte, verwende ich hier Bastelbücher (keine Ahnung wie die richtig heißen) - sind so ähnlich wie Tapetenbücher - hier hat man für wenig Geld eine sehr große Auswahl an unterschiedlichsten Hintergründen. 


Wenn dann alle Fotos im Kasten sind und die gekochten Sachen aufgegessen wurden, geht es weiter mit dem Schreiben des Blogbeitrages, denn Ihr wollt ja schließlich auch etwas zum Lesen haben. Und hier geht es dann im Arbeitszimmer, oder auch dem Kochbuchzimmer weiter. Eigentlich gibt es hier gar nicht soviel zu sagen, ein Schreibtisch, ein Laptop und nen Lampe und einige Stapel an Kochbüchern, Verlagsvorschauen usw.


Meine Kochbuchsammlung kennt Ihr ja bereits, denn diese hatte ich bei der Kochbuchparade schon vorgestellt (allerdings gibt es mittlerweile ein Regal mehr...)


Sooooo.... ich glaube das reicht für heute und ich denke, dass Ihr Euch jetzt gut vorstellen könnt, wie es im kulinarischen Wunderland wirklich aussieht. Falls Ihr noch irgendetwas wissen wollt, fragt mich einfach :-)

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Das war mein Beitrag zum Blogevent "Behind the Scenes"
welches aktuell im Kleinen Kuriositätenladen stattfindet.

Behind the Scenes vom 01.06.-30-06-2014


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Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Abend und eine geruhsame Nacht!

Eure Alice

Kochbuchrezension: JUMBOS Grillbuch

Zum Glück schüttet es im Moment draußen wie aus Kannen, denn bei so einem Wetter fällt mir das Schreiben besonders leicht, denn wenn die Sonne scheint, dann sitze ich viel lieber auf meinem Balkon herum und genieße bei einer Tasse Cappuccino meinen Feierabend. Und seit neuestem wird bei uns zuhause auch so richtig gegrillt, denn das Elektrogrillen war gestern und wir können nun auch endlich unserer Rauchschwaden durch die Siedlung ziehen lassen :-)

Und wenn jetzt schon ein neuer Grill eingezogen ist, dann darf die passende Kochbuchliteratur natürlich nicht fehlen. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich hatte bis jetzt kein einziges Grillbuch zu Hause - mittlerweile hat sich das aber auch geändert *zwinker* Falls Ihr Interesse habt, kann ich Euch in nächster Zeit gerne noch einige andere Bücher zu diesem Thema vorstellen, schreibt mir einfach einen Kommentar, ob Ihr Lust darauf habt!

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Das heutige Buch habe ich mir aus dem Grund für Jeden Tag ein Buch ausgesucht, weil es anders ist als die ganzen Bücher von bekannten Grillherstellern - meiner Meinung nach werden diese eh nur überbewertet ;-) und man muss auch kein Profi sein und das war für mich sehr wichtig, denn ich bin ja blutige Junggrillerin ^^

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Jumbo Schreiner kennt Ihr, oder?
Wer öfters mal Reportagen auf Pro7 schaut, der dürfte wissen, dass es bei Jumbo meistens nur um gutes Essen geht - sei es die größte Pizza der Welt, oder die längste Currywurst - Jumbo weiß Bescheid! Es wundert mich eigentlich, dass er bis jetzt noch kein eigenes Kochbuch veröffentlicht hat - aber rechtzeitig vor der Grillsaison ist es nun auf dem Markt erhältlich:




von Jumbo Schreiner
192 Seiten
ISBN 978 3 86883 399 7
EUR 19,99

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Bevor Jumbo die Funken fliegen lässt, erklärt er uns im ersten Teil des Buches seine Jumbologie des Grillens, welche aus Feuer, Fleisch, Fisch und dem Würzen besteht. Kurz und knapp erfährt man hier wirklich die wichtigsten Basics, die man beim Grillen beachten sollte. Es wird sich hier wirklich auf das Wesentliche beschränkt was ich sehr gut finde - klar kann man damit auch ein halbes Buch füllen, aber wir wollen ja schließlich was essen und nicht stundenlang trockene Fakten lesen!




1. Rubs und Marinaden

Ohne die richtige Würze geht beim Grillen fast gar nix, es sei denn man kauft sich im Supermarkt, oder beim Metzger bereits fertig mariniertes Fleisch, aber selbstgemacht schmeckt doch viel besser und günstiger ist es auch noch! Also nehmt Euch einfach die Zeit und legt Euer Grillgut selbst ein, Ihr werdet den Unterschied schmecken! Das richtige Würzen ist auch kein Hexenwerk, man braucht dafür meist nur wenige Zutaten und nach einigen Stunden haben sich die Aromen vollkommen entfaltet und das schmeckt eindeutig nach mehr! Probiert es einfach mal aus, wie wäre es z.B. mit:

  • Zitronen-Kräuter-Rub
  • ProvenzalischerKnoblauch-Rub
  • Orangen-Petersilien-Marinade
  • oder einer klassische Biermarinade



2. Rind und Lamm

Jetzt wird es richtig fleischig! Jumbo zeigt uns in diesem Kapitel, wie man ohne großen Aufwand wirklich tolle Burger bastelt, oder wie man ein richtiges Steak brät. Es handelt sich hier meist nicht um klassische Rezepte, sondern um Fleischgerichte, die man so wahrscheinlich nicht auf dem Grill machen würde. Ich finde die Gerichte wirklich abwechslungsreich und auch sehr ansprechend, oder was sagt Ihr zu:

  • Wildkräuter-Burger-Sandwich
  • Sirlon-Steaks mit Anchovis und Oliven
  • Rinderfilet mit Speckaprikosen
  • Lammspieße Schisch Kebab
  • Lammkoteletts mit Petersilien-Senf-Butter
  • u.v.m.




3. Schwein

Ich würde mal behaupten, dass bei den meisten "Normalgrillern" Schweinesteaks und Bratwürste am häufigsten auf dem Grill landen, oder? Jedenfalls war es bis vor kurzem bei uns so, aber das ändert sich ja in den nächsten Wochen ;-) und wer weiß vielleicht gibt es dann:

  • Jumbos Hotdog mit Meerettichschmand
  • Fackelspieße mit Rosmarin, oder
  • Schweinefilet mit Kokos-Chili-Marinade und Erdnusssauce



4. Geflügel

Am vergangenen Wochenende hatte ich zum ersten Mal Drumsticks auf den Grill gelegt und da wir ja mit unserem neuen Grill noch nicht vertraut sind, wurden diese gleich mal relativ schwarz gegrillt *schmunzel* glücklicherweise konnte man die Haut aber gut abziehen und das darunterliegende Fleisch war trotzalledem sehr lecker und saftig - vielleicht hätte ich mir die Basics doch vorher mal durchlesen sollen.... aber aus Fehlern lernt man und das nächste Federvieh wird dann perfekt, so wie bei Jumbo:

  • Chilihähnchen mit Kürbis
  • Buttermilch-Ingwer-Hähnchen mit Pfirsich Chutney
  • Hähnchenbrust in pikanter Kokosmarinade
  • u.a.



5. Fisch und Meeresfrüchte

Auch das Meeresgetier kommt in Jumbos Buch nicht zu kurz. Wir werden auf alle Fälle in den nächsten Tagen versuchen etwas mit Lachs zu kredenzen, denn das ist ja fast der einzige Fisch den wir essen ;-) aber auch für die richtigen Seafood-Freunde gibt es hier die passenden Rezepte:

  • Teriyaki-Lachs mit Mangold
  • Dorade Thai-Style
  • Scampi aus Barbados
  • u.a.



6. Beilagen

Was wäre eine Grillparty ohne Salate, geröstetes Brot, Dips, Saucen, Kräuterbutter usw.? Sehr sehr traurig würde ich sagen, denn ohne die passenden Beilagen fehlt beim Grillen definitiv etwas. Oder esst Ihr Eure Wurscht nackig? ;-) Bei uns darf z.B. ein selbstgemachter Kartoffelsalat nicht fehlen (Achtung! Wer auf Kartoffelsalat steht, sollte demnächst mal bei Julia vorbeischauen!)  In diesem Kapitel findet Ihr z.B:

  • Maiskolben mit Chili-Koriander-Butter
  • Bayerischen Kartoffelsalat
  • Ratatouille-Salat
  • Ananas-Chili-Salsa
  • Verbenenbutter
  • u.v.m.


Habt Ihr nur freundliche Nachbarn, oder gibt es hin und wieder mal jemanden der meckert, wenn die Rauchschwaden am Fenster vorbeiziehen? Sollte sich bei Euch so ein Exemplar herumtreiben, dann könnt Ihr ja bei der nächsten Grillparty einen Aushang a la Jumbo ans Schwarze Brett heften. Ich finde die Idee ganz witzig und auf den letzten Seiten findet Ihr hier einige Vorlagen, die man im Handumdrehen kopieren kann ;-)


Am Schluss des Buches findet man ein alphabetisches Rezeptverzeichnis, da das Buch jetzt kein Megawälzer ist, finde ich, dass man hier kein extra Zutaten-Register benötigt, da man alles gut im Blick hat.

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Zwischen den einzelnen Kapiteln findet man immer wieder lustige Aussagen von Jumbo, die immer irgendwas mit dem Grillen zu tun haben. Wer keinen Spaß versteht, der wird hier evtl. manchmal anecken, aber mir gefällt das ganz gut und es gibt dem Buch eine persönliche Note.


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Ausprobierte Rezepte:





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Meine Bewertung:



Ich finde das Buch toll! Das liegt wohl in erster Linie daran, dass ich so einiges mit Jumbo gemeinsam habe, ich bin wohl auch eher Größe XXL, als Size zero... ich esse wahnsinnig gerne und habe auch öfters mal die große Klappe. Das Buch ist sicherlich nix für die Profigriller unter Euch, aber wer nur ab und zu einmal grillt und dennoch seine Gäste beeindrucken möchte, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Auch für Anfänger finde ich das Buch sehr gut und dazu zähle ich mich ja auch noch. :-)

Und ein bisserl jammern darf man auch, oder? Ich hätte mich noch sehr über 2-3 Desserts gefreut, die man auf dem Grill zubereiten kann, aber nach den ganzen Leckereien, die ich oben erwähnt habe, ist mein Bauch eh schon kugelrund und voll.....und es wäre gar kein Platz mehr dafür - also alles gut! :-)

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