Schokopfefferkuchen

Ich bin heut etwas spät dran, aber das liegt wohl daran, dass ich den 1. Advent heute so richtig traditionell mit dem ersten Stollen, Lichterschein usw. weiter verbracht habe. Ich hoffe, dass Ihr es Euch ebenfalls schön heimelich gemacht habt?

Zum Thema Weihnachtsbäckerei werdet Ihr dieses Jahr nicht soviel auf meinem Blog finden, aber ein Rezept habe ich heute für Euch und wer diese Schokopfefferkuchen backen möchte, der sollte sich sputen, denn sie sollten vor dem Verzehr ca. 2-3 Wochen ruhen, damit sie richtig würzig und saftig werden.




Viele werden ja immer etwas stutzig, wenn ich von Pfefferkuchen rede. Nein da ist kein Pfeffer dran und sie sind auch nicht scharf. 😃 Es handelt sich hier quasi um die ostdeutsche Bezeichnung der Lebkuchen. Warum das so ist, kann ich jetzt spontan auch nicht sagen, jedenfalls kenne ich Pfefferkuchen seit Kindesbeinen und wurde mit dem Begriff Lebkuchen erst nach der Wende vertraut gemacht.

Die schokoladigen Pfefferkuchen sind auch in Windeseile zubereitet und man muss hier nicht stundenlang irgendwelchen Teig ausrollen, Figuren ausstechen usw.

Zutaten:
für ca. 30 Stück

100g Honig
75g Zucker
75g Zartbitterschokolade
50g Orangeat
50g Zitronat
100g gemahlene Haselnüsse
1 Ei
1 EL Rum 
1 TL Zimt
1 TL Backpulver
125g Mehl

Zartbitter-Kuvertüre zum Dekorieren

Zubereitung:

Zuerst wird der Honig und der Zucker in einem Topf bei leichter Hitze, unter ständigem Rühren erwärmt. Die zerbröckelte Zartbitterschokolade dazugeben und schmelzen lassen und anschließend vom Herd nehmen.

Das Orangeat und Zitronat nochmals mit einem Messer fein zerhacken, da die meisten Stücke einfach immer viel zu groß sind. Haselnüsse in einer Pfanne leicht anrösten.

Nun werden alle Zutaten gut miteinander vermischt. Das geht am besten mit einem Holzlöffel, auch wenn es teilweise ziemlich beschwerlich ist die klebrige Teigmasse zu bändigen, aber es lohnt sich!

Die Masse wird nun mittig auf die Oblaten gegeben und mit einem Teelöffel in Form gebracht. Die Ränder der Oblaten sollten frei bleiben, da sich die Pfefferkuchen beim Backen ja noch etwas ausbreiten.

Die Pfefferkuchen auf ein ungefettetes Backblech geben und im vorgeheiztem Backofen bei ca. 180° Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten backen.

Pfefferkuchen gut auskühlen lassen und dann mit Kuvertüre bepinseln.

Das Rezept stammt übrigens aus dem Backbuch Feines Gebäck in Thüringer Art *, welches im Buchverlag für die Frau erschienen ist. Ich liebe ja diese Kochbuchreihe abgöttisch und hab die fehlenden Bände vor ein paar Tagen zum Geburtstag bekommen! 💗💗





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Schlesischer Mohnkuchen


Kann mir mal bitte jemand verraten, warum die Zeit zum Jahresende immer so schnell verrennt? Es ist zum verrückt werden.... jetzt ist der November schon bald rum und hier auf dem Blog ist wieder nicht viel passiert. Hinter den Kulissen aber schon, denn ich hab gebacken, leckeren Kuchen und Pfefferkuchen nach Thüringer Art, aber die zeig ich Euch in den nächsten Tagen.

Heute kommt erstmal der Mohnkuchen dran, auf den Ihr schon so lange wartet. Das ist wieder ein Rezept aus der Kategorie Kindheitserinnerungen. Mohnkuchen begleitet mich quasi schon mein ganzes Leben - daheim im Vogtland gibt's den bei jedem Bäcker und meine Oma, die ursprünglich aus Schlesien stammte hat uns früher auch immer mit den regionalen Köstlichkeiten verwöhnt. Da sie ja leider schon einige Zeit nicht mehr da ist, dürfen solche Rezepte natürlich nicht in Vergessenheit geraten. Es gibt zwar mittlerweile tausend verschiedene Mohnkuchen-Varianten, aber die alten finde ich immer noch am besten.

Ich hab davon gleich ein ganzes Blech gebacken und die Hälfte eingefroren, dann hat man immer einen kleinen Vorrat zuhause.





Zutaten:
für ein Standard Backblech

Für den Hefeteig:

300g Mehl
60g Butter
60g Zucker
90ml Milch
15g Frischhefe
1 Prise Salz
1 Ei

Für den Mohnbelag:

390g gemahlener Mohn *
120g Butter
120g Zucker
40g Weichweizengrieß
400ml Milch
2 Eier
1 Prise Salz
Zitronenabrieb
ca. 250g Rumrosinen (am besten selbst eingelegte)
Rum nach Belieben (bei mir war es schon ein großes Schnapsglaserl..)

Für die Butterstreusel:

150g Butter
150g Zucker
170g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker



Zubereitung:


Alle Zutaten für den Hefeteig mit der Küchenmaschine ca. 5 Minuten kneten lassen und dann abgedeckt, an einem kühlen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen.

Den Teig ausrollen und auf einem gefetteten Backblech ausbreiten.

Für die Mohnmasse wird zuerst Milch, Butter und Zucker aufgekocht. Dann den Mohn unterrühren, Topf von der Herdplatte nehmen und dann die restlichen Zutaten untermischen. Das Ganze dann ca. 15-20 Minuten abgedeckt stehen lassen, dass der Grieß schön quellen kann.

Inzwischen macht man dann die Butterstreusel - einfach alle Zutaten gut verkneten - Streusel sind ja kein Hexenwerk und innerhalb von 2 Minuten fertig ;-)

Nun die noch lauwarme Mohnmasse auf dem Hefeteig verteilen und mit den Butterstreuseln bestreuen. Ich hab dann noch etwas Vanillezucker auf die Streusel gemahlen.

Im vorgeheiztem Backofen bei 190°C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten backen und dann auskühlen lassen.


Inspiration:

Sächsisches Spezialitäten-Backbuch * (Rezept wurde von mir abgewandelt, denn Rum und Rosinen kamen darin nicht vor)

Fazit:

Sehr lecker und fast wie früher! Die Streusel sind der Knaller - das wird ab jetzt mein Standardrezept für Butterstreusel! Der Kuchen kann nach dem Backen auch super eingefroren werden. nachmachen zack zack! :-)




Für alle Kochbuchjunkies gibt es zum Schluss noch einen Tipp! Schaut ab 01.12.2016 bei Kochbuchsüchtig vorbei, denn dort erwartet Euch ein prall gefüllter Adventskalender! Mehr wird noch nicht verraten.




Wir freuen uns auf Euch! :-)



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{Klosterküche} Kürbisrisotto

Na habt Ihr Halloween alle gut überstanden? 

Bei uns hier auf dem Land wird dieser Hype ja glücklicherweise nicht so "gefeiert" und deshalb standen die Klingeln gestern Abend auch still. Ich glaub ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass ich Halloween auch ziemlich doof finde. Immerhin gibt es den Fasching einmal im Jahr und das reicht mir persönlich auch.

Wir haben ja heute in Bayern Feiertag - Allerheiligen, quasi den höchsten Feiertag in Bayern. Ich bin ja nicht katholisch, aber dank diesem Tag hab ich Zeit, um für Euch zu bloggen und das heutige Rezept passt ja irgendwie auch zur Kirche. Warum?

Das Rezept fürs Kürbisrisotto habe ich im Kochbuch Klosterküche * aus dem Otus Verlag gefunden. 




Ich mag ja solche Kochbücher total gerne, egal ob es sich um die Mittelalterküche, oder um andere spezielle Themen dreht. Und das die Geistlichen hinter ihren dicken Klostermauern nicht am Hungertuch nagen, ist ja auch kein Geheimnis mehr. 

Im Buch selber erfährt man nicht nur etwas zu den Rezepten, sondern auch über die Klöster im deutschsprachigen Raum. Mir gefallen die enthaltenen Rezepte besonders gut, weil hier werden keine Chia-Kerndln, oder sonstiger Humbug verwendet. Ehrliche Küche, mit recht einfachen Zutaten die schmeckt! Mehr braucht's ned zum Glücklichsein!

Und jetzt kommt auch gleich das Rezept für Euch, denn ich hab heut noch bisserl was zu tun. Ich wünsch Euch noch einen wunderschönen (Feier)Tag. 




Zutaten:
für 4 Portionen

450g Hokkaidio-Kürbis
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100ml Weißwein
1 Liter Gemüsebrühe
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 EL Creme Fraiche
50g geriebener Parmesan
frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl und Butter


Zubereitung:

Der Kürbis wird zuerst in kleine Stücke geschnitten. Die Stücke sollten nicht zu groß sein, denn sonst wird der Kürbis nicht weich genug.




Nun die Zwiebeln und den Knoblauch kleinhacken. Olivenöl und Butter zusammen in einer Pfanne erhitzen und den Kürbis, die Zwiebeln und den Knoblauch darin  andünsten.

Jetzt kommt der Reis dazu und wird ebenfalls kurz mit angeschwitzt.

Alles mit Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen.

Die Gemüsebrühe wird jetzt nach und nach dazu gegeben, bis der Reis die gewünschte Konsistenz hat. Ob Ihr hier ständig rührt, oder nur ab und zu, dass überlasse ich Euch - hier gibt es ja die verschiedensten Meinungen. Das dauert in der Regel so ca. 20-25 Minuten - kommt auch auf die Reissorte an.

Die Frühlingszwiebeln werden in kleine Ringe geschnitten und werden ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit untergerührt.

Kurz vor dem Servieren kommt dann noch der Parmesan und die Creme Fraiche dazu und fertig ist ein farbenfrohes Abendessen - ganz ohne Kurkuma & Co. :-)




Wir mögen Risotto total gerne, aber das man am Ende noch Creme Fraiche unterrührt war auch neu für uns. Dadurch wird das Risotto so richtig schön cremig, kann man sich auf alle Fälle im Hinterkopf behalten. Uns hat es super gut geschmeckt!


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{Rezension} Bake & The City + Guinness Brownies

Kennt Ihr Männer die backen können? Also ich mein jetzt nicht so nen 0815 Marmorkuchen, sondern so richtig? In meinem persönlichen Umkreis findet man so ein Exemplar leider nicht, aber unter den Foodbloggern gibt es hier wahre Backmeister und Tobias, den man mittlerweile als den Kuchenbäcker kennt, ist einer davon. Seit März 2013 präsentiert er uns in seiner virtuellen Backstube die leckersten Rezepte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Ja und jetzt hat Tobi sein erstes Backbuch herausgebracht und es ist wirklich klasse geworden! Backbücher lasse ich im Buchhandel ja eher links liegen, da ich mich lieber den herzhaften Sachen widme. Aber es gibt auch Ausnahmen! Als ich das Buch zum ersten Mal durchgeblättert habe, befand ich mich sofort auf einer süßen Reise quer durch Europa und so manch eine Kindheitserinnerung kam dabei auch zum Vorschein.




Süße Grüße aus 60 Städten
von Tobias Müller
ISBN: 9783835414020
144 Seiten
EUR 19,99




Wer die Koch- und Backbücher vom BLV Verlag kennt, der weiß, dass diese meistens recht klassisch daherkommen. Meist ohne großen Chichi und großes Tamtam. Doch bei den Büchern im aktuellen Herbst-/Winterprogramm wird hier eine ganz andere Linie erkennbar. Das Layout der Bücher kommt trendy und modern daher, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Fotos in Bake & The City sind einfach nur der Knaller! Andrea von Zuckerimsalz stand hier hinter der Kamera und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Neugierig geworden? Dann gibt es HIER für Euch einen Blick ins Buch.

Das Buch ist aufgebaut wie ein kleiner Reiseführer und somit gibt es keine klassischen Kapitel, sondern Reiserouten, die da wären:

  • Deutschland - Niederlande - Dänemark
  • England - Irland
  • Frankreich
  • Spanien - Portugal
  • Italien
  • Tschechien - Österreich - Ungarn
  • Schweden - Polen - Russland - Türkei

Auf den verschiedenen Touren findet Ihr lokale Gebäckklassiker, regionale Spezialitäten, aber auch einige typische Kuriositäten.

Zu jedem Rezept findet man ein Top Foto, dass mit landesspezifischen Details liebevoll entstanden ist. Weiterhin gibt es auch noch eine kleine Story zum Rezept. Wusstet Ihr z.B. das die berühmten Leipziger Lerchen aus einem Jagdverbot im Jahre 1876 hervorgingen? Wirklich sehr interessant! Aber keine Angst - diese Anmerkungen sind kurz und knackig und ziehen sich nicht über mehrere Seiten.

Um Euch den Mund noch etwas wässriger zu machen, hier einige Beispielrezepte:

  • Oldenburger Torfsteine
  • Irish Whiskey Gugl
  • Creme Brulee Cupcakes
  • Crema Catalana Trüffel
  • Prager Dalken
  • Bad Ischler Törtchen
  • Kladdkaka - Stockholms bester Schokokuchen
  • uvm.

Und am Ende geht es noch einmal kurz über den großen Teich nach New York, denn hier wurde die Idee zu Bake & The City geboren. Deshalb gibt es hier zum Grand Finale den oskarverdächtigen Cosmopolitan-Cheesecake à la Carrie Bradshaw.





Die Rezept-Auswahl für meine Rezension fiel mir mal wieder sehr schwer. Meine Entscheidung fiel dann letztendlich wohl auf das mächtigste Rezept aus dem Buch..... ein Stück Butter, gefühlte 2 Kilo Schokolade und das alles für ne kleine 23x23 Backform... ;-)




Guinness-Brownies sollten es werden! Im Buch werden diese noch mit einer Karamellsauce gekrönt, diese hab ich in weiser Voraussicht aber lieber gleich weggelassen, denn die Brownies sind so tödlich, dass ich mit der Sauce wahrscheinlich nen Zuckerschock bekommen hätte.... so gab es bei mir als Topping einfach nen Klecks ungesüßte Schlagsahne - quasi als Ausgleich :-)




Ihr benötigt folgende Zutaten:
(für eine 23x23 cm Backform * )

120ml Guinness Bier
340g Zartbitter Kuvertüre
230g Butter
3 Eier
300g Zucker
95g Mehl
1 TL Salz
1 TL Vanillezucker


Zubereitung:

Zu allererst wird das Guinness in einem Topf ohne Deckel in ca. 10 bis 15 Minuten auf die Hälfte eingekocht. Hier solltet Ihr Euch nicht so weit vom Herd entfernen, auch wenn man anfangs denkt das dauert ewig, geht es dann ruckzuck bis ein dunkler Sirup entstanden ist. Ich war einen Moment unachtsam und konnte dann nochmal von vorne anfangen.... Schussel halt..

Die Kuvertüre wird inzwischen gehackt und zusammen mit der Butter über dem Wasserbad eingeschmolzen.

Bier und Schokolade etwas abkühlen lassen.

Der Backofen kann inzwischen auf eine Temperatur von 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt werden.

Eier und Zucker mit dem Schneebesen, oder mit einem Mixer cremig aufschlagen und dann die Schokolade und den Guinness-Sirup unterrühren. Dann kommt noch Mehl, Salz und Vanillezucker dazu und alles wird gut vermischt.

Den Teig jetzt in die gebutterte Backform geben und ca. 30-35 Minuten auf der mittleren Schiene des Ofens backen. Ich werde die Brownies das nächste Mal aber ca. Minuten länger im Ofen lassen, denn sie waren im Inneren schon noch sehr sehr schlonzig, aber das seht Ihr auf den folgenden Fotos selbst. Der Kern sollte schon noch schön saftig sein - auf keinen Fall sollte der trocken sein, denn dann wäre es schade um diese köstlichen Brownies.




Die Brownies sollten bei Zimmertemperatur langsam in der Form auskühlen

Mit Topping nach Wahl servieren.




Fazit zum Rezept:

Ich hab noch nie in meinem Leben solche schokoladigen, saftigen Brownies gegessen, die den Zuckerspiegel innerhalb von 10 Sekunden hochschnellen lassen. Eigentlich sollte so etwas verboten gehören, aber alles was verboten ist, ist ja besonders geil, oder? Auch wenn man davon nur ein kleines Stück pro Tag essen kann, solltet Ihr dieses Rezept unbedingt ausprobieren.

Wir haben auch einige Kollegen mit diesem schwarzen Gold beglückt und sie waren hin und weg und wollten sofort das Rezept haben.

Fazit das Buch:

In meinem Regal befinden sich recht wenige Backbücher und die vorhandenen sind ehrlich gesagt auch schon etwas verstaubt. Mit Bake & The City * wird das definitiv nicht passieren, denn es sind noch einige Rezepte markiert, die ich unbedingt nachbacken möchte. Was ich auch gut finde ist, dass es hier kein so gehyptes Superfood-Backbuch ist, wo ohne weißen Zucker, ohne weißes Mehl usw,. gebacken wird. Kalorien und Hüftgold ohne Ende und so muss ein Kuchen, oder ein Gebäckstück schließlich auch sein! Ein ganz tolles Backbuch das auch für Backanfänger und Backmuffel geeignet ist. Auch als Geschenk für die Liebsten sehr zu empfehlen!


Das Buch wurde mir als kostenfreies Rezensionsexemplar vom BLV Verlag zur Verfügung gestellt.

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Indische Linsensuppe mit Spinat

Da ich das ganze Wochenende in der Küche stand und gewerkelt hab, gibt es heute "nur" ein Blitzrezept ohne großes Drumrumgerede für Euch. Aber ich denke mal, dass die meisten von Euch eh nur an dem Rezept interessiert sind, oder? :-)

Schnell gemacht und aus einem meiner Lieblingskochbücher ZUPPA Lecker *, welches ich bereits hier rezensiert habe. Die Suppe sind durch die Bank alle total lecker und auch ruckzuck fertig, kann man also auch mal schnell unter der Woche zum Abendessen zubereiten.




Für die Suppe braucht Ihr folgende Zutaten:

1 Liter Gemüsebrühe
1 Liter Wasser
500g rote Linsen *
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250g Blattspinat TK
1 Dose Kokosmilch
2 TL Kreuzkümmel
1 TL Kurcuma
1 TL mildes Curry
Salz und Pfeffer
Sonnenblumenöl


Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebel und der Knoblauch klein gehackt. Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin anschmoren.

Jetzt die Linsen, Kreuzkümmel und Kurkuma dazugeben, alles gut verrühren und kurz anschmoren lassen. Jetzt mit Wasser ablöschen und alles ca. 10 Minuten köcheln lassen.

Nun die Gemüsebrühe, den Spinat und die Kokosmilch in den Topf geben und alles nochmals 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Unser Fazit:

Eine super leckere Suppe für kalte Tage. Wird es hier definitiv öfters geben!

Das Rezept wurde von mir wieder leicht abgewandelt. Ich habe noch extra Curry hinzu, aber dafür das Chilipulver weggelassen :-)



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{Rezension} Herzhaft vegetarisch + Käsespätzle mit Haselnüssen und Röstzwiebeln

Vegetarische Kochbücher gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer und man sollte sich vor einem Buchkauf schon etwas informieren, nicht das man sich dann hinterher ärgert. Aber zum Glück gibt es ja zahlreiche Blogger, die wundervolle Rezensionen schreiben, um uns vor eventuellen Fehlkäufen zu bewahren.

Heute möchte ich Euch ein vegetarisches Kochbuch vorstellen, dass mich von Anfang an begeistert hat und das passiert in letzter Zeit leider nicht so oft, denn es gibt auch viel Schund zu diesem Thema.




Deftig, würzig, gut
Rezepte für echte Kerle und starke Frauen
von Iris Lange-Fricke und Stefanie Nickel
ISBN: 9783038009085
192 Seiten
EUR 24,95




In den meisten vegetarischen Kochbüchern geht es meistens leicht, gesund und salatlastig zu, dass ist ja ned so wirklich mein Ding, denn ich bevorzuge schon Rezepte mit Schmackes - würzig und deftig muss es sein. Also sprach mich der Untertitel des Buches auch sofort an!

Das Kochbuch enthält 88 Rezepte und die Entscheidung, welche Gerichte ich als erstes Nachkochen möchte viel mir ausnahmsweise mal richtig schwer, denn es waren einfach zu viele! Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist, das man von den Gerichten wirklich satt wird! Wir sind ja beide gute Esser und hier musste ich bei den Rezepten mal nix verdoppeln, oder verdreifachen. 

Jedenfalls vermisst man bei den Gerichten definitiv kein Fleisch! Vegetarisch genießen ohne Verzicht!




Zu den Autoren:

Iris Lange-Fricke ist Köchin und Ernährungswissenschaftlerin und arbeitet heute als Ernährungsberaterin, Foodredakteurin und Foodstylistin und entwickelt Rezepte für Kochbücher, Zeitschriften und Verlage. Auf ihrer Facebbookseite Gesunder Genuss könnt Ihr Euch einen Einblick in Ihre Arbeiten verschaffen und auch die ein oder anderen Rezepte entdecken.

Stefanie Nickel, ebenfalls Ernährungswissenschaftlerin war viele Jahre Ressortleiterin beim Magazin "Vital" und Redaktionsleiterin bei "kochen & genießen". Heute verdient sie ihre Brötchen ebenfalls als Autorin, Foodstylistin und Rezeptentwicklerin.


Der Aufbau des Buches:

Im Buch gibt es folgende Kategorien:

  • Burger, Sandwiches & Wraps
  • Pasta & Pizza
  • Klassiker in der Veggie-Variante
  • Grillen
  • Quick & Easy
  • Angeber-Rezepte
  • Salate
  • Suppen & Eintöpfe
  • Rezeptverzeichnis

Einen Überblick aller Rezepte des Buches findet Ihr direkt bei Kochbuchsüchtig.

Die Rezepte:

Jedes Rezept ist mit einem sehr ansprechendem Foto versehen. Das Foodstyling ist wirklich sehr authentisch, aber trotzdem top. Da können sich manch andere Stylisten, die ihre Foodfotos kaputtbearbeiten, mal ne Scheibe abschneiden! Weniger ist manchmal mehr und das ist bei diesem Buch der Fall.

Die Zutaten die im Buch verwendet werden, bekommt man alle auf dem Markt, oder im Supermarkt und es gibt kaum außergewöhnliche Sachen, die man erst bestellen muss.

Ausprobiert haben wir folgende Rezepte:

Grilled Cheese-Sandwich (Rezept folgt)



Dieses Sandwich war der absolute Knaller. Die Balsamico-Zwiebel-Champignons in Kombi mit Zucchini und Cheddar sind aber sowas von lecker! Wer bis jetzt noch keinen Kontaktgrill * zuhause hat, der sollte sich die Anschaffung vielleicht mal überlegen. :-)


Würziges Pilz-Stroganoff mit Bandnudeln



Auch dieses Rezept hat uns wunderbar geschmeckt und uns wieder gezeigt, dass man auch ohne Fleisch so richtig gut schlemmen kann.



Und da alle guten Dinge 3 sind, haben wir uns noch für die schnelle Variante für Käsespätzle, der anderen Art entschieden. Im Rezept wird der Spätzleteig natürlich selbstgemacht, aber wenn man dazu keine Lust hat, kann man hier auch welche aus dem Kühlregal verwenden.


Kässpätzle mit Kräutern,
gerösteten Haselnüssen und Röstzwiebeln




Zutaten:
(Das Rezept wurde von mir etwas abgewandelt)

1 Packung fertige Spätzle aus dem Kühlregal (500g)
4 Zwiebeln
50g grob gehackte Haselnüsse
200g geriebenen würzigen Bergkäse (ich hab mich für Appenzeller entschieden)
getrockneter Thymian
4 EL frische Kräuter nach Verfügbarkeit (bei mir Schnittlauch und Basilikum)
Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst werden die Zwiebeln geschält, halbiert und in Scheiben geschnitten. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin goldbraun anrösten. Nun die gehackten Haselnüsse und den Thymian dazugeben und kurz mitbraten lassen.

Jetzt die Spätzle und die frisch gehackten Kräuter dazugeben und alles gut verrühren.

Backofen inzwischen auf 200°C Umluft vorheizen.

Jetzt die 3/4 Menge vom gerieben Käse untermischen und den Rest darüber streuen. Komplette Pfanne in den Backofen geben und ca. 10 Minuten backen, bis der Käse schon goldgelb ist.

Fazit zum Rezept:

Es hat uns beiden total gut geschmeckt! Kässpätzle sind ja an sich schon ein Klassiker, aber in Kombination mit knackigen Haselnüssen schmeckt es gleich nochmal so gut.

Ich hab mich bei der Zubereitung übrigens für eine One-Pot-Variante entschieden und das ganze Rezept wurde nur in einem Bratentopf zubereitet. 

Hierzu ist eine Guss-Variante optimal, da man diese auch gleich im Backofen verwenden kann.

Fazit zum Buch:

Ich kann das Kochbuch Herzhaft vegetarisch * sehr empfehlen! Wer deftige, würzige Rezepte ohne Fleisch sucht, der wird das Buch so schnell nicht mehr aus den Händen legen. Das Buch ist sowohl für Kochanfänger und auch ambitionierte Hobbyköche geeignet. Alle Zutaten sind problemlos im Supermarkt bzw. auf dem Wochenmarkt erhältlich.






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Falls Ihr hier noch passendes Equipment benötigt, kann ich Euch die Produkte von Eurolux empfehlen. Kosten zwar etwas mehr, aber Qualität Made in Germany merkt man definitiv! Es klebt nix an, man kann problemlos darin anbraten, schmoren usw. und Backofenfest sind die Töpfe und Pfannen auch noch. Was will man mehr?

Der Guss-Bratentopf mit 28cm Durchmesser wurde mir zu Testzwecken kostenlos von Eurolux zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür.






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Pulled Pork aus dem Backofen

Für viele ist der Hype um Pulled Pork & Co. schon vorbei und wenn es um Streetfood usw. geht sind viele schon genervt, aber ich finde das ganze Thema immer noch sehr spannend und auch lecker!

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit wollte ich Pulled Pork selbst machen, aber irgendwie habe ich es immer wieder verschoben, denn die Zubereitung auf dem Grill hab ich mir irgendwie nicht zugetraut. Ich hab dann immer Angst, dass ich das Fleisch versaue und das es entweder furztrocken, oder komplett verbrannt ist.

Als dann Gabi vom Crocky Blog vor einigen Tagen zum Geburtstags-Blogevent, welches unter dem Motto "Langsam kocht besser" steht, aufrief, war mein Stündlein geschlagen.

Ich machte mich mal wieder auf die Suche nach einem Rezept für Pulled Pork und entschied mich dann für die Zubereitung in meinem Slowcooker*. Aber wie das meistens dann so ist, war das Heizelement zum Topf nicht auffindbar (ist vermutlich beim letzten Umzug irgendwo sehr gut verstaut worden....). Und nun? Fleisch war gekauft und auch bereits mit einem Rub vorbereitet.

Es musste also eine Notlösung her! Ich entschied mich dann für die Zubereitung im Backofen, in meiner gusseisernen Backform* von Staub. Ob das wirklich funktioniert, wusste ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht....

Könnte mir auch vorstellen, dass das Fleisch in einem normalen Bräter mit Deckel gelingt, der war mir persönlich aber zu groß.




Es hat funktioniert und es war köstlich!


Und die Zubereitung ist eigentlich auch ganz einfach, man muss halt nur einen Tag vorher damit beginnen das Fleisch vorzubereiten.

Für das Pulled Pork benötigt Ihr folgende Zutaten:
(Achtung Fleisch muss einen Tag vorher vorbereitet werden!)

ca. 1,2 kg Schweinenacken am Stück

Für den Rub:

Hier habe ich mehrere Komponenten zusammengemischt. Hauptbestandteil war der Hickory Rub von Just Spices, den es mittlerweile aber irgendwie nicht mehr gibt.... dazu kam noch geräuchertes Paprikapulver*, Knoblauchgranulat, Oregano, brauner Zucker und Salz.

Diese Zutaten werden alle miteinander vermischt und das Fleisch wird damit großzügig eingerieben und wird anschließend in einen Plastikbeutel gegeben und darf dann über Nacht im Kühlschrank durchziehen.

Am nächsten Tag:

170 ml Apfelsaft
25 ml Apfelessig

in die Form geben und das vorbereitete Fleisch hineingeben. Deckel der Form unbedingt auflegen.

Backofen auf 110° C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Fleisch darin dann ca. 4,5 Stunden fertiggaren.

Backform aus dem Ofen nehmen und das Fleisch ca. 1/2 Stunde in Alufolie ruhen lassen und dann auseinanderrupfen. Das ging quasi von alleine, denn das Fleisch war super zart! Jetzt wird je nach Geschmack noch etwas BBQ-Sauce unter das Fleisch gemischt.



Fleisch dann auf Semmeln, oder Sandwiches geben und mit Topping nach Wahl verfeinern. Ich habe hier einfach saure Gurken und Zwiebeln klein gewürfelt und vermischt. Man muss ja nicht alles überladen. Phantastisch!




Das Original-Rezept, welches für den Slowcooker gedacht ist, findet Ihr natürlich bei Gabi, ich habe es nur leicht abgewandelt.

Bis zum 26.10.2016 könnt Ihr übrigens noch an diesem tollen Blogevent teilnehmen, es gibt auch ganz tolle Preise zu gewinnen. Vielleicht hab ich ja Glück und gewinne den Slowcooker, dann brauch ich meine Elektroeinheit nicht mehr suchen :-)



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Herbstmuffins mit Pflaumen und Mohn

Ruhig war es die letzte Zeit hier...

Dieses Jahr ist auf meinem Blog leider nicht so viel passiert, aber das wird sich hoffentlich ab jetzt wieder ändern. Der Sommer ist vorbei, unser Urlaub auch und wenn ich ehrlich bin, dann macht mir das Kochen und auch manchmal das Backen viel mehr Spaß als im Sommer. Denn ich mag Suppen, ich mag Schmorgerichte und deftige Sachen viel lieber als irgendwelcher Salat, oder Obstgedöhns...

Und was ist sonst noch so passiert? Ich hab mich wieder mit ganzer Leidenschaft den Kochbüchern gewidmet und "Kochbuchsüchtig" weiter ausgebaut. Hierzu gibt es mittlerweile auch einen separaten Blog und die dazugehörige Facebookseite wird auch regelmäßig gefüttert. Das macht mir momentan so richtig Spaß!

Nun aber zurück zu meinen Herbstmuffins, die ich exklusiv für Zorra's Jubiläums-Blogevent gebacken habe. Gerade vorhin erst und ich glaube sie sind noch etwas warm und verströmen eine leichtes Zimtaroma in der Wohnung. Muffins werden eigentlich viel zu sehr unterschätzt finde ich und dabei braucht man für die Zubereitung nicht mal den Handmixer, oder die unhandliche Küchenmaschine herauskramen. Ein hölzerner Kochlöffel reicht hier vollkommen aus und der Teig ist im Normalfall auch in maximal 15 Minuten fertig. Und was die Zutaten angeht, kann man eigentlich alles zu Muffins verarbeiten, egal ob süß oder herzhaft. Schmecken tun sie jedenfalls meistens! Also los macht mit und backt Muffins!


Geburtstags-Blog-Event CXXIV - Muffins (Einsendeschluss 15. Oktober 2016 - Icons made by Freepik from www.flaticon.com)


Das Ursprungsrezept für die Herbstmuffins stammt übrigens aus dem brandneuen Kochbuch "Eine kleine Küche in New York" * von Deb Perlman, die wohl eher bekannt ist, wenn man ihren tollen Blog Smitten Kitchen erwähnt. Bei der Zubereitung hab ich nur minimale Änderungen vorgenommen, wie z.B. statt der vorgeschrieben 180g Sauren Sahne hab ich 200g genommen - was soll ich sonst auch mit den übrigen 20g machen? Also manchmal sind die Mengenangaben wirklich total unsinnig - kennt Ihr bestimmt, oder? Jedenfalls hat es nix geschadet und die Muffins schmecken und das ist die Hauptsache!

Ach ja und woran ich mich bei Muffinrezepten auch nie halte sind die Zubereitungsschritte.. man nehme das und dann noch eine extra Schüssel usw. - Wozu? Ich geb alle Zutaten in eine Schüssel verrühre diese und ab damit in die Form. Ist noch nie schiefgegangen - Ich schwör's!





Zutaten:
für ca. 12 Muffins

85g zerlassene, abgekühlte Butter
1 Ei
50g weißer Zucker
50g brauner Zucker
125g normales Haushaltsmehl
60g Weizen-Vollkornmehl
1 Becher a 200g Saure Sahne (es geht auch Schmand, oder Joghurt)
3/4 TL Weinsteinbackpulver *
3/4 TL Natron
1/4 TL Salz
Zimt und Muskat nach Belieben
2 EL Mohn *
350g Pflaumen, oder Zwetschgen


Zubereitung:

Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Alle Zutaten bis auf die Pflaumen in eine Schüssel geben und gut verrühren. Die Pflaumen entkernen und in kleine Stücke schneiden und am Ende unter den Teig heben.

Teig in ein Muffin-Blech * bzw. Förmchen geben und im Backofen ca. 18 Minuten backen, bis sie goldgelb sind.

Kurz auskühlen lassen und schmecken lassen!




Die Muffins sind wahnsinnig saftig und für meinen Geschmack könnten sie noch einen kleinen Tick süßer sein, aber dann wären sie ja nicht mehr so gesund. :-) 

Kann man öfters mal machen. 




Vielen herzlichen Dank liebe Zorra für Deinen tollen Kochtopf-Blog! Du bist für viele von uns ein wahres Vorbild und Du kannst stolz auf Dich sein, denn das was Du geschaffen hast ist einfach wunderbar! Und danke auch für die monatlichen Blogevents, die doch immer öfter meinen inneren faulen Schweinehund wecken. :-)

Prost! Und auf die nächsten 12 Jahre!




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{Rezension} Alle lieben Heidelbeeren - Risotto mit Heidelbeeren

Heute gibt es mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir, aber auch nur weil das Ende der Heidelbeerzeit naht und ich Euch die heutige Rezension inkl. Rezepte nicht vorenthalten möchte. Wäre ja blöd, wenn Ihr erst bis zur nächsten Saison warten müsstet.

Heidelbeeren... bei uns daheim im Vogtland besser bekannt als Blaubeeren, oder auch Schwarzbeeren liebe ich total, aber umso trauriger ist es, dass ich hier in Bayern leider noch keinen Waldfleck gefunden habe, wo ich sie selbst pflücken kann. Ich erinnere mich nur zu gerne an meine Kindheit zurück, als wir regelmäßig mit Gummistiefeln und großen Plastikeimern in den gegenüberliegenden Wald gestapft sind, um nach nur wenigen Stunden mit einer reichen Ausbeute und blauverschmierten Händen und Mündern nach Hause gekommen sind. Dort wurden die wundervollen Beeren dann meistens einfach nur zerdrückt und mit Milch vermischt, oder es wurde ein himmlischer Streuselkuchen mit Blaubeerfüllung gebacken. Es war so eine schöne und unbeschwerte Zeit.

Und jetzt? Waldheidelbeeren kann man hier zwar hin und wieder kaufen, aber da ist man dann schon ein halbes Vermögen los, also greift man dann meist zu Kulturheidelbeeren - besser als nix würde ich sagen, aber vergleichen kann man den Geschmack definitiv nicht.

Jedenfalls erreichte mich vor ein paar Tagen ein Kochbuch, dass sich ganz alleine der Heidelbeere gewidmet hat.




erschienen im Schnell Verlag
von Ulrike Krogmann und Elke Gäth
ISBN: 9783877166994
96 Seiten
EUR 12,95

Das Rezeptregister gibt es bei Kochbuchsüchtig.


Bevor ich mit den Details des Buches beginne möchte ich noch ein paar Worte zum Kochbuch an sich loswerden. Dieses Buch ist das beste Beispiel dafür, dass nicht alles perfekt, hochglänzend und durchgestylt sein muss. Die meisten Kochbücher heutzutage sind optisch ein wahres Highlight und man möchte teilweise die einzelnen Seiten ablecken, so lecker schauen die Fotos aus, aber sieht das dann auch so aus, wenn man die Rezepte zuhause nachkocht? Im Normalfall leider nicht, aber trotzdem kaufen wir Kochbücher in rauen Mengen und wir versuchen aus den Rezepten immer wieder das Beste herauszuholen. In diesem Buch, dass zusammen mit normalen Menschen, wie Du und ich, entstanden ist, sind die Fotos nicht perfekt und manchmal auch nicht wirklich hübsch anzusehen, aber ich finde, dass das nicht so wichtig ist, denn das Rezept muss funktionieren und schmecken und die beiden Rezepte die ich mir herausgesucht habe waren klasse! Und somit möchte ich Euch folgendes ans Herz legen: Schaut Euch auch mal die kleinen, eher unscheinbaren Kochbücher an, Ihr werdet darin oft größere Schätze finden als Ihr es vermutet.

Aber nun direkt zurück zum Buch. Es geht los mit einem Infoteil zu den Heidelbeeren, wo kommen Sie her, wo werden sie angebaut, was steckt drin und wie werden sie verarbeitet.

Auf den folgenden 4 Seiten werden alle Beteiligten des Buches kurz vorgestellt, dass heißt jeder der ein Rezept beigesteuert hat, wird hier mit einem kurzen Satz beschrieben. Das wäre z.B. Rebecca, die erste Heidelbeerkönigin, oder Marita, eine Heidelbeerplantagenbesitzerin. Aber auch Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Hebammen u.v.a. möchten ihre Lieblingsrezepte mit uns teilen. Menschen wie Du und ich!

Danach folgen die Rezepte, welche in folgende Abschnitte unterteilt sind:

  • Vorspeisen
  • Hauptspeisen
  • Desserts
  • Kuchen und Torten
  • Geschenke aus der Küche

Ein Rezept wird immer auf einer Doppelseite präsentiert, dass sich aus Fotos, dem Rezept und einem kurzen Portrait der Rezept-Geberin und Tipps zum Kochen zusammensetzt.

Alle Zutaten die verwendet werden, findet man im normalen Lebensmittelhandel, es werden also kaum außergewöhnliche Dinge verwendet, man kann also sofort loslegen.


Da ich für meine Rezensionen meistens Rezepte heraussuche, die neu für mich sind, entschied ich mich dieses Mal für ein Risotto mit Blaubeeren. Die Kombi kannte ich so nicht und ich war gespannt, ob man das Endergebnis wirklich genießen kann. Wir waren überrascht! Und wie das schmeckt! Klar Käse, in diesem Falle Parmesan, harmoniert ja sowieso perfekt mit Früchten. Und dazu gab es noch einen Salat mit Blaubeeren und Gouda - auch sehr lecker und wieder ein neues Geschmackserlebnis für uns.




Heidelbeer-Risotto
(Rezept von mir leicht abgeändert)

Zutaten:

300g Risottoreis
1 Zwiebel
150ml trockenen Weißwein
ca. 1 Liter Gemüsebrühe
200g frische Heidelbeeren
150g geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer
Olivenöl und etwas Butter

Zubereitung:

Zuerst wird die Zwiebel geschält und in kleine Würfel geschnitten. Etwas Butter und Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Reis dazugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen lassen. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. 

Nun wird nach und nach die Gemüsebrühe dazu gegeben. Hin und wieder umrühren und alles so lange wiederholen, bis der Reis die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Dann wird der Parmesan untergerührt. -> Ich finde ja ein Risotto sollte richtig schlotzig sein, schon bevor man den Parmesan hinzugibt.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz vorm Servieren die Heidelbeeren vorsichtig unterrühren.


Zum Risotto gab es dann noch den bereits erwähnten Salat mit Gouda, Lauchzwiebeln und Heidelbeeren. Durch die Zugabe von griechischem Joghurt, optisch jetzt auch nicht unbedingt der Hit, aber es zählt ja immer der Geschmack und auch der war klasse.




Mein Fazit zum Buch:

Für Heidelbeerfans ein absolutes Must-Have. Ein ehrliches Kochbuch mit alltagstauglichen Rezepten, die auch wirklich funktionieren. Kochen und Backen ohne großen Aufwand und ohne außergewöhnliche Zutaten. Ich finde das Buch auch als Geschenk eine tolle Idee.



Vielen Dank an den Schnell Verlag für die Übersendung des Rezensionsexemplares.

*Affiliatelink




*** Sommerpause ***


Ja ich weiß, es ist in letzter Zeit ruhig hier geworden. Das schöne Wetter, der Job, mein Privatleben, dass sind alles noch Dinge, die eine höhere Priorität haben als mein Blogbaby hier. Gekocht und fotografiert wird trotzdem, nur halt nicht unbedingt auf Blogniveau. Und da der richtige Sommer ja jetzt erst richtig losgeht, mach ich hier einfach mal Pause.

Ihr könnt mir aber gerne bei Facebook und bei Instagram folgen, denn da bin ich eigentlich immer irgendwie zu Gange und es gibt dort auch regelmäßig neuen Senf von mir. Also schaut doch einfach mal vorbei. Und dort erfahrt Ihr auch wenn es wieder was Neues auf dem Blog gibt.

Also lasst es Euch gut gehen, genießt den Sommer und die Sonne und denkt auch mal an Euch!

Eure Alice 


Photo: Steve Bidmead / pixabay.com

{Alpenküche} - Pasta mit Südtiroler Schinken und Zucchini

Wenn ich an die alpenländische Küche denke, fallen mir spontan Gerichte wie Kässpätzle, Gröstl, Kaiserschmarrn und Co. ein. Das sind wohl auch die beliebtesten Rezepte zu diesem Thema, deshalb musste ich mir für das aktuelle Blogevent Alpenküche von Zorra und Kebo etwas anderes einfallen lassen, denn die Zusammenfassung soll ja viele verschiedene Gerichte enthalten.


Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15. Juni 2016)

Mein erster Gedanke war.. machste was mit Bergkäse, aber da fiel mir jetzt spontan auch nicht soviel ein, außer nen Bergkäsesalat, oder ein Brotzeitbrettel mit vielen anderen deftigen Sachen. Aber das kann ja jeder und es fällt auch nicht wirklich in die Kategorie Kochen. Dann bin ich beim Südtiroler Speck gelandet, den hab ich heute in der Mittagspause aber natürlich nicht bekommen. Ist ja meistens so.. wenn man was braucht gibt's des nirgends. Dann also improvisiert und Südtiroler Schinken (ist ja eh fast des gleiche) mitgenommen und nach Feierabend auf die Schnelle dieses leckere Abendessen zubereitet.




Zutaten:
(4 Portionen)

500g Spaghetti (oder eine andere Nudelform nach Belieben)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Zucchini
150g Südtiroler Schinken
100ml trockenen Weißwein
50g Parmesan
2 TL Alpenkräuter (oder was Ihr gerade da habt)
Olivenöl
Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst werden die beiden Zwiebeln und der Knoblauch fein gehackt und die Zucchinis werden in kleine Würfel geschnitten.

Inzwischen Wasser für die Pasta aufsetzen und bissfest kochen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin anbraten. In Streifen geschnittenen Schinken dazugeben und kurz mitbraten lassen. Zucchini-Würfel und die Kräuter in die Pfanne geben und ca. 1-2 Minuten mitbraten lassen. Weißwein hinzugießen und unter Rühren ca. 5 Minuten kochen lassen. Das Ganze mit Pfeffer abschmecken.

Die Pasta abgießen, kurz abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Alles gut vermischen, mit Käse bestreuen und genießen.



Sehr leckeres, alltags taugliches Rezept, dass man auch mal schnell unter der Woche nach Feierabend zubereiten kann.




Einige haben mich bestimmt schon vermisst... In den letzten Wochen hatte ich irgendwie keine Zeit zum Bloggen. Zum einen hat mich mein Job aktuell fest im Griff und an den wenigen sonnigen Tagen die wir bis jetzt hatten, haben wir lieber die Biergärten unsicher gemacht. Versteht Ihr doch sicherlich, oder?

Und dann gibt es da ja noch mein bzw. unser Herzensprojekt Kochbuchsüchtig, dass nun weiter gewachsen ist. Im Zuge dessen habe ich auch die Kochbuchverlagsliste aktualisiert und die Links zu den sehnsüchtig erwarteten Herbst-Vorschauen weitestgehend auf den neuesten Stand gebracht.

Wir sind jetzt seit 2 Tagen auch bei Facebook mit unserer eigenen Fanseite vertreten. Grund für diesen Schritt war einfach die größere Reichweite und die Kommunikation zu Verlagen. Klar sind wir auch bei Instagram und in unserer Gruppe, aber das gewisse Etwas hat halt irgendwie noch gefehlt. Wir lassen uns mal überraschen, wie sich das Ganze entwickelt.

Herzlichen Dank auch hier noch einmal an meine 2 Mitstreiterinnen Dorothée und Susanne!



Wir würden uns freuen, wenn Ihr mal vorbeischaut.