2016 - Ein Jahr ohne Schnickschnack - Alt Wiener Erdäpfelsuppe mit Speck

Hallo Ihr Lieben!

Da bin ich wieder und ich hoffe, dass Ihr den Jahreswechsel allesamt gut überstanden habt. Eigentlich wollte ich im Dezember auch noch einen kurzen Jahresrückblick schreiben, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Aber ist jetzt auch wurscht, denn ein neues Jahr ist da und deshalb schau ich nach vorne. Es gibt ja immer die berühmt-berüchtigten Vorsätze, welche man sich vornimmt und dann doch nicht eingehalten werden, deshalb habe ich mir nur ganz wenig vorgenommen und diese Punkte beziehen sich auch teilweise auf meinen Blog.

Viel wird sich nicht ändern, aber ich möchte mich in diesem Jahr auf die normale Alltagsküche, ohne großen Schnickschnack konzentrieren. Viele meiner Leser schreiben mir, dass sie sich normale Rezepte wünschen, die man mit Zutaten zubereiten kann, die man im Normalfall zuhause hat. Und dann sollten die Gerichte auch in relativ kurzer Zeit zubereitet werden. Eine Leserin meinte letztens "Auf vielen Blogs muss man teilweise stundenlang nach einem normalen Rezept suchen..." tja ich kann das verstehen, denn der Healthy/Superfood-Hype (und was weiß ich noch alles...) wird immer schlimmer. Und die Kochbuchverlage schwimmen auf dieser Welle natürlich mit, wie man an den aktuellen Vorschauen fürs Frühjahr 2016 erkennen kann. Und da dies für mich alles nix mit richtigem Genuss zu tun hat, möchte ich diesen Hype auch nicht unterstützen und deshalb gibts dieses Jahr nur "normale" und einfache Rezepte aus Deutschland und dem Rest der Welt, die wirklich jedermann problemlos nachkochen kann. Hierzu werde ich auch viele meiner älteren Kochbücher zur Hand nehmen und neue Kochbücher werden nur noch gekauft, wenn diese in die Alltagsküche passen, denn mittlerweile habe ich einige Bücher, die einfach nicht alltagstauglich sind und deshalb wurde daraus auch noch nie was gekocht.

Ich will hier auch nicht weiter rumsabbeln, sondern möchte mein Blogjahr 2016 gleich mit einer der besten Kartoffelsuppen beginnen, die ich bis jetzt gegessen habe. Das Rezept stammt aus dem tollen Kochbuch: Wiener Küche: Wirtshausgulasch & Topfenpalatschinken - Klassiker und neue Inspirationen*  welches von der wundervollen Frau Ziii Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. In diesem Buch taucht man in die Geheimnisse der alten Wiener Küche ein und das ganz ohne neumodischen Kram. Wir haben auch bereits den göttlichen Wirtshausgulasch ausprobiert, jedoch war dieser so schnell aufgegessen und ein Foto war nicht möglich.







Für 4 Portionen benötigt Ihr folgende Zutaten:
(Rezept wurde von mir leicht verändert)


1 Handvoll getrocknete Waldpilze
2 Zwiebeln
150g gewürfelter Speck
1kg Kartoffeln
1 Liter Gemüsebrühe
2 TL getrockneter Majoran
1 Lorbeerblatt
gemahlener Kümmel
frisch gemahlene Muskat
etwas Butterschmalz
Salz

150g Saure Sahne
1 EL Mehl

Zubereitung:

Bevor es mit der Kocherei losgeht, solltet Ihr die getrockneten Pilze ca. 1 Stunde in warmen Wasser einweichen. (Wasser nicht wegschütten!)

Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln, zusammen mit dem Speck darin leicht anbraten.

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden und dann zusammen mit dem Kümmel, Majoran in den Topf geben und alles kurz anschwitzen lassen.

Nun die Gemüsebrühe, die Pilze inkl. Einweichwasser und das Lorbeerblatt in den Topf geben, mit Salz abschmecken und alles ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Um die Suppe etwas anzudicken benötigt Ihr dann noch das berühmte G'machtl. Hierzu wird die Saure Sahne mit dem Mehr glatt gerührt - eine Schöpfkelle der köchelnden Suppe dazugeben und alles gut verrühren. Dann wird alles langsam unter die Suppe gerührt, kurz aufgekocht und schon kann serviert werden.

Wer mag kann noch etwas frische Petersilie und noch einen Klecks Saure Sahne auf die Teller geben.




Fazit:

Wir sind begeistert von diesem köstlichen Kartoffel-Eintopf! Durch die getrockneten Pilze bekommt dieser Topf die besondere Note und hat mich auch ein wenig an die böhmische Zubereitung einer Kartoffelsuppe erinnert. Sehr empfehlenswert!


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Kommentare:

  1. liebe Alice, Eintöpfe sind was wunderbares und deiner war sicher ein Traum!

    DANKE - auch für das tolle Photo.

    lg netzchen

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    1. Vielen herzlichen Dank liebes netzchen :-)

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  2. Ich liebe diese Suppe! GlG aus Wien:-) Cornelia von kaffeeundkekse.wordpress.com

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