Ossisemmeln / Doppelsemmeln - Das Rezept! & Food Festival in Landshut

Wie oft habe ich schon versucht richtig gute Semmeln bzw.  Brot zu backen.... und jedes Mal bin ich gescheitert, denn die Ergebnisse waren meistens katastrophal! Demzufolge habe ich dieses Vorhaben nach jedem Fehlversuch erneut aufs Eis gelegt.  

Aber letzte Woche erinnerte ich mich dann wieder an einen Beitrag von Lutz vom Plötzblog, in dem es um die echten ostdeutschen Doppelsemmeln ging,  so wie man sie aus der ehemaligen DDR kennt. Diese Semmeln gibt es übrigens auch jetzt noch bei uns Zuhause bei jedem Bäcker zu kaufen. Naja und hier in Bayern ist ja alles bisserl anders..... nen gscheiten Kuchen gibt's ned und bei den Semmeln schauts ned viel anders aus. Also wagte ich noch einen Versuch! 

Und was soll ich sagen! Schon während des Backvorgangs war ich total aus dem Häuschen, als ich durch die Backofenscheibe lunste, denn vom Äußeren sahen die Semmeln schon aus wie daheim! Auch der spätere Geschmackstest überzeugte, außen eine tolle Kruste und innen fluffig weich - so wie es sein muss! Das einzige was mich ein klein wenig gestört hat, war, dass die Semmeln auf der Unterseite nicht so schön gebräunt waren, aber das liegt wohl daran, dass ich keinen Backstein besitze und die Semmeln auf einem normalen  Backblech gebacken habe. Aber das ist alles kein Problem,  beim nächsten Mal dreh ich die Semmeln dann einfach 5 Minuten vor Ende der Backzeit um.





Und lasst Euch von den langen Gehzeiten nicht abschrecken - es lohnt sich! 


Für 6 Doppelsemmeln benötigt Ihr folgende Zutaten: 

500g Weizenmehl
330ml sehr kaltes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
10g Salz -> 2 gestrichene Teelöffel
1 TL Backmalz*
10g Butterschmalz / Schweineschmalz - es geht auch normale Butter

Zubereitung:

Ich hab den Teig im Thermomix zubereitet, es funktioniert aber auch jede andere Küchenmaschine. Anders als Lutz habe ich hier von Anfang an alle Zutaten in den Thermomix getan und habe dann alles in 15 Minuten auf Knetstufe zu einem elastischen, glatten Teig verarbeitet.

Den Teig in eine Schüssel geben und dann in einem kühlen Raum (bei uns das Gäste-/Wäschezimmer weil hier immer das Fenster geöffnet ist) 1 Stunde ruhen lassen. Anschließend den Teig einmal falten und erneut 1 Stunde im kühlen Zimmer ruhen lassen.

Nun werden aus dem Teig 12 kleine Teiglinge rund geformt und jeweils zwei werden aneinander auf ein Backblech gesetzt. Das Backblech abdecken und nochmals 1 Stunde bei einer Raumtemperatur von ca. 20°C gehen lassen. Nach der Hälfte der Gehzeit die einzelnen Semmeln einschneiden.

Inzwischen wird der Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Auf den Backofenboden habe ich eine mit Wasser gefüllte Auflaufform gestellt - Ihr wisst ja wegen dem Dampf und so...

Die Teiglinge mit Wasser bepinseln und dann ca. 20 Minuten backen, bis die Semmeln goldbraun sind. Semmeln nach dem Backen sofort nochmals mit etwas Wasser bepinseln und dann auskühlen lassen.




Das Ursprungsrezept stammt übrigens vom Bäcker Süpke.
Vielen herzlichen Dank für ein Stück Heimat!



Und zum Schluss habe ich noch einen kulinarischen Tipp fürs kommende Wochenende für Euch. Falls Ihr morgen noch nichts vorhabt und Landshut nicht soweit weg von Euch ist, dann schaut doch einfach mal beim 1. Lower Bavarian Food Festival vorbei - falls es morgen nicht in Strömen regnet, werden wir auch mal hinfahren und hoffen, dass wir noch das ein oder andere Schmankerl ergattern können, denn auf solchen Foodfestivals gehts ja meist zu wie Sau und manche Foodtrucks sind ratzfatz ausverkauft. Vielleicht sieht man sich ja! :-)





Kommentare:

  1. Ossi-Semmel, ich als Össi würd die auch gleich essen und kenne sie als Doppelsemmel und hab sie als Kind sehr gerne gegessen.

    Super, dass jetzt das Rezept auf deinem Blog steht, wird mal wieder was zum Nachbacken.

    lg netzchen

    AntwortenLöschen
  2. Ich kauf' die auch immer so gerne. Und hier bei uns ganz im Norden Frankens kriege ich diese Doppelwecks auch bei manchen Bäckern, schmecken fast original. :-)

    AntwortenLöschen
  3. Leider gibt es hier kein Backmalz, sonder nur fluessiges Malz-Extrakt, dass aber nicht nur aus Gerste, sondern auch auch Weizen, etc. besteht. Ob das einen Unterschied macht? Oder besser ganz weglassen?

    AntwortenLöschen